Statsblog #003 - Die Qualifikationsrunde

Als einer der wenigen Klubs in der EBEL erhebt, sammelt und analysiert der EC-KAC Advanced Statistics zu den Spielen seiner Kampfmannschaft. Im Statsblog werden Auszüge aus diesen Datensätzen aufbereitet.

Statsblog #003 - Die Qualifikationsrunde

Zum dritten Mal hintereinander muss der EC-KAC in der Qualifikationsrunde um die letzten beiden verbleibenden Plätze für das Viertelfinale kämpfen. Die Rotjacken treffen nun in einer einfachen Hin- und Rückrunde auf die anderen fünf Klubs der unteren Tabellenhälfte. Gegen den Großteil dieser Teams hat der KAC im bisherigen Saisonverlauf eine recht gute Figur abgegeben, lediglich in den Begegnungen mit Fehérvár AV19 hat man mehr Punkte abgegeben als gewonnen.

 

Gute Bilanz in Duellen gegen die direkten Konkurrenten

In der ersten Phase des Grunddurchgangs hat jeder Klub 44 Spiele bestritten, 20 davon gegen Teams, auf die man nun auch in der Qualifikationsrunde trifft. In einer Tabelle, die nur diese direkten Begegnungen berücksichtigt, liegt der EC-KAC auf Rang eins. Der Rekordmeister hat mit 69 auch die mit Abstand meisten Treffer erzielt.

Die bisherigen Saisonduelle der sechs Klubs der Qualifikationsrunde

Aufholbedarf haben die Rotjacken allerdings in den Special Teams: In den 20 Duellen mit den nunmehrigen Konkurrenten in der Qualifikationsrunde lag die Effizienz des EC-KAC im Powerplay nur bei bescheidenen 15,1 Prozent (und damit klar unter der Überzahl-Erfolgsquote gegen die Top-Sechs der Tabelle von 18,7 Prozent). Mindestens ebenso verbesserungswürdig war in den bisherigen Saisonspielen gegen die Klubs aus der unteren Hälfte des Tableaus das Penalty Killing, das mit 78,8 Prozent innerhalb dieser Gruppe das zweitschwächste nach jenem von Olimpija Ljubljana war.

 

Lundmark und Kapstad top

Topscorer des EC-KAC in den Duellen mit den übrigen Teilnehmern der Qualifikationsrunde war Jamie Lundmark mit 19 Punkten. Auch J.-F. Jacques punktete gegen die "Bottom-Six" der Tabelle eifrig, bei seinen 15 Einsätzen kam er auf 16 Zähler. Bester Torschütze war auch in dieser Kategorie Manuel Geier, der für zehn der insgesamt 69 rot-weißen Treffer verantwortlich zeichnete.

Individuelle Statistiken der KAC-Spieler in Saisonspielen gegen Qualifikationsrunden-Gegner

Besonders wohl fühlte sich in Begegnungen mit Villach, Fehérvár, Graz, Innsbruck und Ljubljana auch Kevin Kapstad, der 15 seiner 16 Partien mit einer ausgeglichenen oder positiven Plus/Minus-Bilanz beendete und insgesamt ein Rating von +16 verzeichnete. Knapp dahinter positionierten sich in dieser Wertung die beiden anderen Sommer-Neuzugänge in der Abwehr, Steven Strong (+15) und Mark Popovic (+12).
Von den drei eingesetzten Goalies wies René Swette mit einem Gegentorschnitt von 2,31 und mehr als 92 Prozent gehaltenen Schüssen die deutlich beste Bilanz auf. Insgesamt überwogen bei allen rot-weißen Goalies in Partien gegen Qualifikationsrunden-Kontrahenten die Siege gegenüber den Niederlagen.

 

Favoriten setzten sich in Vergangenheit meist durch

In der Erste Bank Eishockey Liga wurde bisher in fünf Saisonen - 2007/08 und in jeder Spielzeit ab 2011/12 - eine Zwischenrunde ausgetragen. Insgesamt wurden im Laufe dieser Jahre über die Qualifikationsrunde demnach zehn Tickets für die Play-Offs vergeben. Diese gingen meist an die Favoriten, also jene Klubs, die mit den meisten Bonuspunkten in die untere Gruppe der Zwischenrunde starteten. In acht von zehn Fällen qualifizierten sich die nach der ersten Phase des Grunddurchgangs auf den Rängen sieben oder acht platzierten Vereine für das Viertelfinale. Nur zwei Mal verpasste ein Team mit dieser Ausgangsposition die Qualifikation für die Play-Offs: 2012 der EC VSV (der von Orli Znojmo überholt wurde) und 2014 der EC-KAC (den FehérvárAV19 abfing.)

Historische Zwischenrunden-Bilanz der sechs Qualifikationsrunden-Teilnehmer

Von den sechs Klubs, die in der Saison 2015/16 an der Qualifikationsrunde teilnehmen (müssen), weisen die Rotjacken die beste historische Zwischenrunden-Bilanz auf. Sie haben seit 2008 insgesamt 29 ihrer 50 Partien im zweiten Abschnitt des Grunddurchgangs gewonnen und dabei - berechnet nach der Drei-Punkte-Regel - durchschnittlich 1,76 Zähler pro Spiel eingefahren. Traditionell wenige Erfolgserlebnisse gab es in den bisherigen Zwischenrunden für den EC VSV und den HC Innsbruck, wobei Villach in vier der fünf Saisonen nicht in der Qualifikations-, sondern der Platzierungsrunde der Top-Sechs antrat. (Hannes Biedermann, 20. Januar 2016)