Rotjacken trauern um Adolf Bachura

Der ehemalige KAC- und Nationalspieler Adolf Bachura, Mitglied der rot-weißen Meistermannschaft von 1960, verstarb in der vergangenen Woche.

Rotjacken trauern um Adolf Bachura

Der EC-KAC musste dieser Tage die traurige Nachricht vom Ableben des ehemaligen Verteidigers der Rotjacken und des österreichischen Nationalteams, Adolf "Nazl" Bachura, entgegennehmen. Er verstarb vergangene Woche im 85. Lebensjahr nach langer und schwerer Krankheit.

Der gebürtige Wiener war in den 1950er- und 1960er-Jahre einer der gefürchtetsten Abwehrspieler in Österreich: Aus einer Saison im kanadischen Amateureishockey brachte er nicht nur wertvolle Erfahrungen, sondern auch ein neues Spielgerät mit in die Alpenrepublik, Bachura war hierzulande der erste Crack, der mit einer gebogenen Schlägerschaufel spielte und somit über einen krachenden Schlagschuss verfügte. Dem KAC schloss sich "Nazl" im Herbst 1958 an, ein Jahr später war er im Eröffnungsspiel der Stadthalle Klagenfurt doppelter Torschütze für die Rotjacken gegen den finnischen Klub Töölön Vesa. 1960 avancierte Adolf Bachura zu einer der Stützen der KAC-Mannschaft, die sich in der ersten Hallensaison den damals fünften österreichischen Meistertitel der Klubgeschichte holten konnte. Im Sommer 1962 wechselte er aus Klagenfurt zurück in seine Heimatstadt Wien, wo er mit dem WEV umgehend jenes Championat gewinnen sollte, das bis zum Jahr 2005 das letzte war, das in die Bundeshauptstadt ging.

Äußerst erfolgreich agierte "Nazl" Bachura auch im österreichischen Nationalteam, für das er im Verlauf seiner Karriere 122 Länderspiele absolvierte. Der Verteidiger stand insgesamt neun Mal im WM-Kader der rot-weiß-roten Auswahl, unter anderem auch bei der A-Weltmeisterschaft 1957 in Moskau (siehe Bild aus dem Spiel gegen Schweden oben, Bachura in der Bildmitte, Anm.), dem letzten Auftritt des Team Austria auf der höchsten WM-Ebene bis zum Jahr 1993. Auch dem Kader für die Olympischen Winterspiele 1964 in Innsbruck gehörte Bachura an.

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn im Jahr 1973 wurde aus dem Crack ein (Transport-)Unternehmer, dem Eishockey kehrte er den Rücken. Nie riss jedoch sein Kontakt zu den ehemaligen Mitspielern bei seinen Klubs (EK Engelmann, KAC, WEV, Feldkirch, Kitzbühel und WAT Stadlau) und im Nationalteam ab: Erst 2014 reiste Adolf Bachura zu einem Treffen mit Rotjacken-Haudegen vergangener Tage nach Klagenfurt.

Der EC-KAC spricht Gattin Ingrid sowie den Kindern, Enkelkindern und Urenkeln sein Mitgefühl aus, die Rotjacken werden dem Mitglied der Meistermannschaft von 1960 stets ein ehrendes Andenken bewahren.