AHL: Endlich Tore, aber keine Punkte

Nach einem couragierten aber glücklosen Auftritt musste sich das Farmteam des EC-KAC am Samstagabend dem HC Gherdëina mit 3:5 geschlagen geben.

Foto: KAC/Buchwalder

 

Die Personalien:

Gegenüber dem Auswärtsspiel in Ljubljana kam es in der Aufstellung des EC-KAC II zu vier Veränderungen: Fabian Hochegger und Thimo Nickl kamen am Samstag in der U18 zum Einsatz, Benjamin Rassl fehlte aufgrund einer Erkrankung. Dafür rückte Tommaso Topatight wieder ins Lineup. Weiterhin verzichten musste das rot-weiße Farmteam auf den verletzten Torhüter Thomas Dechel, zwischen den Pfosten stand bei seinem vierten Saisonstart Florian Vorauer.

 

Der Spielverlauf:

Die jungen Rotjacken spielten ein gutes Auftaktdrittel, schwächten sich aber zu Beginn mit Strafen selbst. Bereits nach 82 Sekunden musste Florian Kurath wegen eines Crosschecks für zwei Minuten in die Kühlbox, diese erste Unterzahl überstand der EC-KAC II aber dank vier Saves von Florian Vorauer und einem Block von Martin Goritschnig unbeschadet. In Spielminute sieben wurde Gherdëina erstmals richtig gefährlich: Samuel Moroder kam nach einem gewonnenen Zweikampf an den Puck, traf beim Abschluss dann allerdings nur den Innenpfosten. Aus dieser Situation resultierte die zweite numerische Unterlegenheit der Klagenfurter, diesmal traf es Daniel Obersteiner wegen eines Stockschlags. Die größte Chance in dieser Phase hatten allerdings die Klagenfurter: Matthias Kern scheiterte im Konter am Schlussmann der Ladiner und auch Florian Kurath beim Nachschuss erfolglos. Wenig später durften die jungen Rotjacken aber jubeln: Michael Kernberger schlenzte im Powerplay von der blauen Linie, Simon Hammerle fälschte im Slot unhaltbar zum 1:0 ab (12.). Bereits im nächsten Wechsel hatte der EC-KAC II die Möglichkeit, seine Führung auszubauen, Kevin Schettina konnte einen Rebound aus der Drehung aber nicht im Tor unterbringen, nachdem Goalie Giancarlo Kostner einen Kracher von Kernberger pariert hatte. Der zweite Treffer ließ aber dennoch nicht lange auf sich warten, denn Philipp Kreuzer sorgte mit einem Alleingang über links für das 2:0 (13.). Eine Minute vor Drittelende bediente Žiga Svete den im Slot völlig alleine gelassenen Kevin Schettina, sein Abschluss war jedoch zu zentral, um dem Keeper der Gäste wirklich zu gefährden. 20 Sekunden vor der ersten Sirene kamen die Südtiroler schließlich zum Anschlusstreffer: Simon Pitschieler gelangte am Torraum etwas glücklich zur Scheibe und schloss durch die Schoner von Vorauer hindurch erfolgreich ab.

Kurz nach Wiederbeginn hatten die Hausherren die Chance auf den nächsten Treffer: Phillip Cirtek bediente Kevin Schettina am Torraum stehend, doch der Puck ging knapp am Gehäuse vorbei (21.). Im Gegenzug war es der HC Gherdëina, der durch einen Schlagschuss aus der Distanz zum Ausgleich kam - Verteidiger Daniel Costa hatte abgezogen (23.). Anschließend scheiterten sowohl Philipp Kreuzer mit der Rückhand (27.) als auch der von Goritschnig bediente Moritz Greier (29.) an Giancarlo Kostner. Diese ausgelassenen Möglichkeiten sollten sich in Spielminute 37 rächen: Torjäger Ian McDonald brachte die Scheibe vom rechten Bullykreis aus an den Torraum, wo sein Linienkollege Gabriel Vinatzer die schnellste Reaktion zeigte und Klagenfurts Schlussmann zur 3:2-Führung für die Gäste bezwang. Wie bereits im ersten Abschnitt kamen die Südtiroler auch im Mitteldrittel erneut kurz vor der Pause zum Torerfolg: Ian McDonald mit den Pass in den Slot, den der aufgerückte Kalvin Sagert mit einem Schlenzer über den Blocker von Vorauer hinweg verwertete (40.).

Im Schlussabschnitt gehörte die erste Möglichkeit den jungen Rotjacken, doch Kevin Schettina konnte eine schöne Kombination über Žiga Svete und Philipp Kreuzer nicht erfolgreich abschließen (41.). Nach einem Fehlpass der Hausherren prüfte Benjamin Kostner Florian Vorauer abermals, dieser war mit den Schonern zur Stelle (43.). Bei numerischer Unterlegenheit bekam Valentin Hammerle einen Penalty Shot zugesprochen, der Schlussmann des HC Gherdëina behielt aber auch hier die Oberhand, indem er die Bewegung des Stürmers gut las (47.). Mit knapp neun Minuten auf der Uhr bot sich dem EC-KAC II eine fast zweiminütige „Fünf-gegen-Drei“-Powerplay-Chance und nun sollte es mit dem dritten Treffer auch klappen: Philipp Cirtek brachte die Rot-Weißen zum Jubeln und ließ die Hoffnung auf die ersten Punkte der Saison wieder aufflackern (53.). Realisiert werden konnte dieses Bestreben allerdings nicht mehr, das vehement und letztlich mit sechs Feldspielern anrennende Farmteam fing sich in der Schlusssekunde der Partie noch einen Empty-Net-Gegentreffer ein, Ian MacDonald fixierte den Endstand von 3:5 aus rot-weißer Sicht. (NB)

 

Der Kommentar:

„Unsere Mannschaft hat auf die klaren Niederlagen in den letzten Runden im ersten Drittel der heutigen Partie eine sehr gute Reaktion gezeigt. Das Feuer, der Biss, der Zug zum Tor, das alles hat gepasst und wir gingen auch verdient mit 2:0 in Führung. Das Gegentor Sekunden vor der ersten Pause hat uns außer Tritt gebracht und im zweiten Abschnitt haben sich dann leider unsere individuellen Fehler gehäuft. Im dritten Drittel kamen wir noch einmal heran, das Defizit aus dem schlechten zweiten Durchgang war aber zu groß. Insgesamt ist die Niederlage sehr ärgerlich, da heute aufgrund unserer Vorstellung in den ersten und den letzten 20 Minuten in jedem Fall ein Punktgewinn möglich war. Einmal mehr haben wir gesehen, dass wir nur erfolgreich sein können, wenn wir unsere Leistung über die gesamte Spieldauer hinweg konstant halten.“ (Ryan Foster, Head Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League, 8. Spieltag
EC-KAC II – HC Gherdëina 3:5 (2:1,0:3,1:1)
Tore EC-KAC II: Simon Hammerle (12./PP), Philipp Kreuzer (13.), Philipp Cirtek (53./PP) 
Aufstellung EC-KAC II: Vorauer (Holzer) // Svete-Wilhelmer, Kernberger-Zandonella, Puff-Goritschnig // Cirtek-Schettina-Kreuzer, Kurath-Obersteiner-Kern, V.Hammerle-S.Hammerle-Rodiga, Greier-Topatigh

 

Das nächste AHL-Spiel:

EC-KAC II – SHC Fassa (Mittwoch, 11.10.2017, 19.30 Uhr)