AHL: Gegen Jesenice 2:7

Wie schon im Auswärtsspiel in der Vorwoche kassierte der EC-KAC II auch am Dienstagnachmittag vor eigenem Publikum sieben Gegentreffer gegen den HDD Jesenice.

Foto: KAC/Buchwalder

 

Die Personalien:

Die jungen Rotjacken konnten gegen den HDD Jesenice personell beinahe aus dem Vollen schöpfen, sie mussten lediglich auf Philipp Kreuzer (Kampfmannschaft) verzichten. Neben Philipp Wilhelmer, Luca Rodiga und Tommaso Topatigh (allesamt zuletzt Healthy Scratches) kehrte auch Niki Kraus ins Lineup zurück, der aufgrund einer Oberkörperverletzung die jüngsten vier Partien verpasst hatte. Im Tor startete das Farmteam mit Florian Vorauer.

 

Der Spielverlauf:

Im Startdrittel dominierten die Gäste aus Slowenien und feuerten aus allen Lagen. Bereits in der zweiten Spielminute versuchte es Blaž Tomaževič mit einem Backhander aus kurzer Distanz, Goalie Florian Vorauer behielt aber die Oberhand. Kurz darauf verlor die rot-weiße Hintermannschaft die Scheibe im eigenen Defensivdrittel an Adis Alagić, der auf Žan Jezovšek querlegte, dieser konnte den Patzer der Klagenfurter aber nicht ausnutzen (4.). Alagić stand auch in der nächsten Aktion im Mittelpunkt, er setzte seinen aus dem Slot abgefeuerten Handgelenksschuss jedoch knapp über das Gehäuse (6.). Wenige Augenblicke später die nächste Doppelchance der Slowenen: Zuerst scheiterte Tadej Čimžar (Vorauer rettete mit der Schulter), dann partierte der Schlussmann der Hausherren einen Distanzschuss von Miha Logar, der von Alagić noch gefährlich abgefälscht wurde (7.). Im Gegenzug dann die erste Möglichkeit für das Farmteam des EC-KAC: Der Schuss von Thimo Nickl, der zum linken Bullykreis aufgerückt war, kam allerdings zu zentral auf Jesenices jungen Goalie Žiga Kogovšek (7.). In der neunten Minute versuchte es Simon Hammerle aus dem Handgelenk, er setzte seinen Abschluss aber knapp am Pfosten vorbei. Die beste rot-weiße Torchance in Durchgang eins hatte wenige Sekunden später sein Zwillingsbruder Valentin Hammerle: Er traf mit einem Wristshot aus der Distanz allerdings nur Metall. Postwendend kamen die Slowenen wieder zu Möglichkeiten: Nachdem Tadej Čimžar das Spielgerät knapp über die Querstange gehämmert hatte, tauchte er wenig später im Shift gemeinsam mit Luka Bašič alleine vor Florian Vorauer auf, der das „Zwei-gegen-Null“ aber mit einem Hechtsprung bravourös entschärfen konnte (11.). Kurz darauf musste sich der starke KAC-Keeper aber geschlagen geben, denn mit dem Ablauf einer Strafzeit gegen Michael Kernberger (der im Verlauf dieser Partie gleich drei Mal mit eher fragwürdigen Begründungen durch die Schiedsrichter in die Kühlbox musste, Anm.) gingen die Gäste mit 1:0 in Führung: Den ersten Versuch konnte Vorauer noch entschärfen, der Nachschuss von Luka Kalan fand allerdings zwischen Schoner und Pfosten hindurch den Weg in die Maschen (13.). Knapp zwei Minuten später klingelte es erneut im Kasten der jungen Rotjacken: Nach einem fatalen Fehlpass direkt auf das Blatt von Adis Alagić bediente dieser Tadej Čimžar, der nur mehr ins halbleere Tor einschieben musste, um den Spielstand auf 2:0 zu erhöhen (14.). In der 19. Minute erkämpfte sich Simon Hammerle den Puck nach einem Faceoff in der Angriffszone und legte auf Dennis Sticha zurück, Žiga Kogovšek war allerdings zur Stelle. 25 Sekunden vor der ersten Drittelpause kamen die Gäste zu ihrem dritten Treffer: Ein Schuss von Jaka Šturm prallte unglücklich von der Bande zurück und landete auf dem Schläger von Aleksandar Magovac, der die Slowenen erneut jubeln ließ (20.).

Der Trefferreigen der Stahlstädter ging im Mitteldrittel munter weiter: Bereits nach 15 Sekunden schloss Adis Alagić nach Vorarbeit von Tadej Čimžar über die Schulter von Vorauer hinweg zum 4:0 ab (21.). In der 23. Minute konnte der Klagenfurter Schlussmann mit einem tollen Save gegen Luka Bašič glänzen. Nachdem die jungen Rotjacken 36 Sekunden einer doppelten Unterzahl überstanden hatten, netzte Miha Brus bei einfacher Überzahl ein und stellte somit auf 5:0 aus Sicht der Gäste (25.). Dann folgte wieder ein Entlastungsangriff des EC-KAC II, doch Niki Kraus und Kevin Schettina scheiterten beide am Schoner von Kogovšek (29.). Die nächste Möglichkeit gehörte ebenfalls den Hausherren: Dennis Sticha steckte fein auf Wolfgang Puff durch, dessen Schlagschuss aber auch zur Beute des Goalies der Slowenen wurde (32.). Kurz vor Drittelende war der Bann aber gebrochen, als Niki Kraus einen Querpass von Kevin Schettina vom rechten Bullykreis aus per Direktabnahme in die Maschen hämmerte (39.).

Auch im Schlussabschnitt hatte Florian Vorauer alle Hände voll zu tun, er parierte zuerst gegen Gašper Glavič, der von Žan Jezovšek bedient wurde (43.), und schließlich mit der Fanghand gegen Luka Kalan (45.). In der 52. Minute machte dann jedoch Žiga Urukalo das halbe Dutzend voll, nachdem sich der Torhüter der Klagenfurter nach einer Abwehraktion nicht mehr rechtzeitig in Position bringen konnte. Im Gegenzug hatten die jungen Rotjacken die Möglichkeit auf den zweiten Treffer ihrerseits, doch nach toller Vorarbeit von Luca Rodiga wurde der Schuss von Philipp Cirtek ins Fangnetz abgefälscht (53.). Keine Minute später waren die Slowenen wieder im Vorwärtsgang: Philipp Wilhelmer wurde von Jaka Sodja überlaufen, dieser scheiterte aber an Vorauer (54.). Doch in der nächsten Aktion musste sich der Keeper erneut geschlagen geben, denn nach einem Puckverlust in der Defensivzone der Klagenfurter stellte Jaka Šturm auf 7:2 (54.). Diesmal hatten die jungen Rotjacken eine Antwort parat und sorgten nur 16 Sekunden später in Person von Martin Goritschnig, dessen Blueliner den Weg in die Maschen fand, für ein wenig Ergebniskosmetik (54.). In der 57. Spielminute konnte sich Florian Vorauer nochmals mit einem schönen Save gegen Markus Piispanen auszeichnen, der quasi das leere Tor vor sich hatte. Kurz darauf rettete der 18-Jährige, der sich an diesem Abend mit 46 Schüssen konfrontiert sah, gegen Blaž Tomaževič, der nach einem geblockten Kurath-Schuss in Penaltymanier auf ihn zugestürmt war (59.).  Die letzte Aktion der Partie gehörte aber den Hausherren: Simon Hammerle tankte sich sehenswert durch die Abwehrabteilung der Slowenen, traf aber schließlich nur den Pfosten (60.). (NB)

 

Der Kommentar:

„Trotz eines sehr starken Florian Vorauer im Tor mussten wir heute eine deutliche Niederlage hinnehmen. In den beiden ersten Abschnitten haben wir fatale Eigenfehler in der Defensivzone begangen, daher auch der klare Rückstand. Drittel drei lief dann nach einigen taktischen Anpassungen etwas besser, über die gesamten 60 Minuten hinweg betrachtet, konnten wir aber nicht jene Dinge umsetzen, die wir uns vorgenommen hatten, häufig waren wir den einen oder anderen Schritt zu langsam. Gegen einen Gegner dieser Qualität setzt es dann Resultate wie das heutige.“ (Ryan Foster, Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League, 27. Spieltag
EC-KAC II – HDD Jesenice 2:7 (0:3,1:2,1:2)
Tor EC-KAC II: Niki Kraus (38:24/Kevin Schettina), Martin Goritschnig (53:55/Niki Kraus, Moritz Greier)

Aufstellung EC-KAC II: Vorauer (Holzer) // Kernberger-Steffler, Puff-Goritschnig, Svete-Nickl, Wilhelmer // Kern-Schettina-Kraus, Greier-V.Hammerle-Rodiga, Obersteiner-Kurath-Sticha, Cirtek-S.Hammerle-Rassl, Topatigh

 

Das nächste AHL-Spiel:

HK Olimpija Ljubjana – EC-KAC II (Donnerstag, 04.01.2018, 19.15 Uhr)