AHL: Heimniederlage gegen Lustenau

Eine Führung nach dem ersten Abschnitt reichte für das Farmteam des EC-KAC am Samstagnachmittag nicht, um den ersten AHL-Sieg der Saison einzufahren, Lustenau setzte sich mit 6:1 durch.

Foto: KAC/Buchwalder

 

Die Personalien:

Die jungen Rotjacken traten gegen Lustenau zum sechsten Mal in den letzten sieben Runden mit einem Lineup an, dessen Durchschnittsalter unter 20,0 Jahren lag. Neben dem langzeitverletzten Stammtorhüter Thomas Dechel fehlten Ramón Schnetzer, Philipp Kreuzer und Kevin Schettina, die an diesem Wochenende allesamt in der Kampfmannschaft zum Einsatz kommen. Nach seiner Verletzungspause wieder zurück im Aufgebot meldete sich Simon Hammerle, aus der U18-Mannschaft war erneut Valentin Ploner mit dabei.

 

Der Spielverlauf:

Den Zusehern in der Stadthalle Klagenfurt bot sich zu Beginn ein ausgeglichenes und attraktives Spiel. Bereits in der zweiten Minute hatten die Gäste eine Doppelchance: Zuerst war es Philip Putnik, der Jakob Holzer auf Zuspiel des Ex-KAC-Cracks Philipp Koczera testete, anschließend setzte der gebürtige Klagenfurter Philipp Winzig den Puck knapp am langen Pfosten vorbei. Die erste große Möglichkeit für die jungen Rotjacken hatte Simon Hammerle, der von Florian Kurath am Torraum perfekt bedient wurde, die Scheibe aber über das Tor hob (4.) Kurz darauf eine schöne Aktion von Luca Rodiga und Philipp Cirtek, der beim „Zwei-gegen-Eins“-Konter aber noch entscheidend gestört wurde, ehe er zum Abschluss kam (5.). Postwendend kamen die Löwen zu ihrer nächsten Chance: Putnik mit dem Cross-Ice-Pass auf Koczera, doch der stark aufspielende Jakob Holzer behielt erneut die Oberhand (5.). Nun ging die Partie in eine etwas ruhigere Phase über, die abrupt mit dem überraschenden Führungstreffer der Hausherren endete: Viel Verkehr vor dem Gehäuse Lustenauer, Moritz Greier brachte die Scheibe vom rechten Bullykreis aus zum Tor, Matthias Kern fälschte unhaltbar ab - 1:0 (10.). Keine Minute später bejubelten die Vorarlberger schon beinahe den Ausgleichstreffer, doch Yan Šťastný setzte seinen Abschluss nur an den Innenpfosten (11.). In der nächsten Situation war es erneut der Torschütze Matthias Kern, der Goalie Mikko Rämö testete, der Keeper konnte das Spielgerät aber im Nachfassen vor dem einschussbereiten Moritz Greier festhalten (14.).

In den Mittelabschnitt startete der EHC Lustenau wie aus der Pistole geschossen: In den ersten 30 Sekunden fanden Dmitri Malgin und Jürgen Tschernutter Möglichkeiten auf den Ausgleichstreffer vor, beide Schüsse gingen jedoch knapp am Kasten vorbei. Wenige Augenblicke später war es aber soweit, nach schlechter Angriffsauslösung der Klagenfurter tauchte Philipp Koczera frei vor Torhüter Holzer auf, den er mit einem feinen Haken verladen und letztlich auch bezwingen konnte (21.). Als Wolfgang Puff gleich vier Strafminuten wegen eines Checks gegen den Kopf ausfasste, konnte sich der Schlussmann der Klagenfurter mit einigen tollen Paraden auszeichnen, in Kooperation mit seinen wild entschlossen blockenden Vorderleuten wurde das lange Unterzahlspiel bravourös gekillt. Doch unmittelbar nach Ablauf der Strafzeit schlugen die Vorarlberger erneut zu: Maximilian Wilfan, ein weiterer gebürtiger Klagenfurter, bediente Dominik Oberscheider, dessen Treffer aus kurzer Distanz nach Videostudium anerkannt wurde (29.). Der EC-KAC II steckte nicht auf, kam immer wieder zu Möglichketen, scheiterte aber ein ums andere Mal an Mikko Rämö:  Michael Kernberger konnte bei einem „Zwei-auf-Eins“ mit Niki Kraus nicht erfolgreich abschließen (32.), Matthias Kern wurde vom Blocker des Finnen gestoppt (34.) und Luca Rodiga konnte einen schönen Pass von Wolfgang Puff nicht verwerten, da der finnische Schlussmann mit der Fanghand zur Stelle war (36.). In der Schlussminute des zweiten Drittels stürmte Jürgen Tschernutter nach einem Puckverlust des Farmteams und schlechter Rückwärtsbewegung alleine auf Jakob Holzer zu, der vorerst parieren konnte, doch gegen den Nachschuss von Malgin machtlos war (40.). 

Auch im Schlussabschnitt hatte der EHC Lustenau den besseren Start: Bereits nach acht Sekunden hatte erneut Malgin die erste Chance, Oberscheider scheiterte anschließend an Holzer, der mit einem Pad-Save glänzte (41.). Während Niki Kraus auf der Strafbank saß, gelang den Gästen (in ihrem bereits siebten Powerplay) dann der vierte Treffer: Den Abschluss von Koczera hätte Philipp Wilhelmer beinahe noch von der Linie gekratzt, doch der Verteidiger kam einen Sekundenbruchteil zu spät (42.). Das 5:1 ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten, denn die Sticker schlugen in der 46. Minute abermals bei numerischer Überlegenheit zu: Jason DeSantis mit dem Schuss von der blauen Linie, Goalie Holzer parierte, Tschernutter reagierte am schnellsten und beförderte den Rebound in die Maschen. Philipp Koczera scheiterte anschließend mit einem Backhander am Klagenfurter Schlussmann (56.), doch kurz darauf machten die Gäste in Person von Dmitri Malgin das halbe Dutzend voll und setzten damit den Schlusspunkt der Partie. Der EHC Lustenau siegte in der Stadthalle mit 6:1, für die jungen Rotjacken ergibt sich bereits am morgigen Sonntag die nächste Chance auf den ersten Saisonsieg. (NB)

 

Der Kommentar:

„Wir wussten über die Qualität des Gegners Bescheid, Asiago wurde heuer in regulärer Spielzeit noch nie bezwungen und verfügt über eine der stärksten Mannschaften in der AHL. Das Unglück nahm schon im ersten Shift seinen Lauf, als der „Unsere Leistung im ersten Abschnitt war sehr solide, wir haben klug gespielt und jene Dinge umgesetzt, die wir uns im Training vorgenommen hatten. Ab der ersten Pause schien allerdings eine andere Mannschaft am Eis zu stehen, wir wirkten in einzelnen Sequenzen wie abwesend, verloren die meisten Zweikämpfe, waren im Passspiel ungenau und brachten zu wenig Tempo auf die Platte. Das ist sehr enttäuschend, denn mittlerweile sollten wir eigentlich wissen, dass wir in dieser Liga nur dann eine Chance auf Punkte haben, wenn wir über 60 Minuten konzentriert und fokussiert auftreten. Lustenau hat einen sehr starken Kader, sie sind aber sicher nicht unschlagbar. Leider konnten wir diese Einschätzung heute aber nur im ersten Drittel bestätigen.“ (Ryan Foster, Head Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League, 11. Spieltag
EC-KAC II – EHC Lustenau 1:6 (1:0,0:3,0:3)
Tor EC-KAC II: Matthias Kern (09:42/Moritz Greier)
Aufstellung EC-KAC II: Holzer (Vorauer) // Kernberger-Puff, Svete-Zandonella, Wilhelmer-Goritschnig // V.Hammerle-S.Hammerle-Kurath, Cirtek-Obersteiner-Rodiga, Kraus-Ploner-Rassl, Greier-Topatigh-Kern

 

Das nächste AHL-Spiel:

EC-KAC II – EC Salzburg (Sonntag, 22.10.2017, 14.00 Uhr)