AHL: Heimniederlage trotz gutem Kampf

Eine kämpferisch gute Leistung zeigte das Farmteam des EC-KAC im Heimspiel gegen Lustenau, der Tabellenzweite siegte letztlich jedoch klar mit 5:0.

AHL: Heimniederlage trotz gutem Kampf

 

Die Personalien:

Bei den jungen Rotjacken entspannte sich die prekäre personelle Situation in den vergangenen Tagen nicht, mit Mario Petrovitz, Markus Pirmann, Philipp Kreuzer, Philipp Cirtek und Valentin Ploner fehlten weiterhin fünf Stammkräfte verletzt, Niki Kraus und Marcel Witting stehen aktuell im Kader der Kampfmannschaft. Gegenüber dem Auswärtsspiel in Jesenice am Samstag mussten die Klagenfurter zudem auf die U18-Cracks Niklas Ofner und Josef Schönett verzichten, dafür stand mit Eigenbauspieler Michael Rainer (B-Lizenz vom EBYSL-Team des EC VSV) ein zusätzlicher Angreifer zur Verfügung.

 

Der Spielverlauf:

Nachdem der EC-KAC II ein frühes Powerplay nicht in einen Torerfolg hatte verwandeln können, machten es die Gäste bei ihrer ersten numerischen Überlegenheit besser:  Vom rechten Faceoff-Punkt aus setzte Marc-Olivier Vallerand eine Direktabnahme in die Maschen (7.). Noch in der gleichen Minute hatten die jungen Rotjacken Glück, ein Onetimer des aufgerückten Abwehrspielers Thomas Auer ging nur an de Querlatte. Dann erarbeiteten sich die Heimischen ihre ersten Gelegenheiten, doch sowohl Dennis Sticha (8.) als auch Luca Rodiga (10.) setzten ihre Abschlüsse aus kurzer Distanz neben den Kasten. Im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts hatten die bekannt offensivstarken Vorarlberger die besseren Möglichkeiten, immer wieder stemmte sich ihnen aber vor allem Goalie Jakob Holzer entgegen: Er entschärfte eine Deflection von Adis Alagić aus dem Slot (11.), rettete bei einem Rebound nach Stangenschuss von Vallerand in der Grätsche (14.) und verhinderte gegen den genannten Kanadier, der sich bis vor ihn durchgetankt hatte, mit den Beinschonern einen höheren Rückstand (16.). Klagenfurt wurde während eines Powerplays am Ende des Startdrittels noch einmal gefährlich, ein in Bedrängnis abgegebener Onetimer von Simon Hammerle flog allerdings über das Gehäuse (20.).

In Durchgang Nummer zwei wuchs der Rückstand des EC-KAC II aufgrund von Unkonzentriertheiten in der eigenen Zone rasch an: Innerhalb von nur 95 Sekunden erhöhten Alagić (nach Vallerand-Querpass/22.) und Oberscheider (auf ähnliches Zuspiel von Wilfan/24.) auf 3:0 für die Gäste. Die jungen Rotjacken steckten den Doppelschlag der Gäste allerdings gut weg und konnten sich wieder konsolidierten. Bei einem Wristshot von David König (25.) war Jakob Holzer ebenso zur Stelle wie bei einem Snapshot aus dem Zentrum von Chris D’Alvise (32.). Es folgte die stärkste Phase der Mannschaft von Head Coach Kirk Furey, ein Torerfolg blieb ihr jedoch verwehrt: Marek David kam im Slot unbedrängt an den Puck und tunnelte Torhüter Māris Jučers, der Puck ging aber um Zentimeter am Pfosten vorbei (33.). Luca Rodiga wischte nach gutem Schlenzer von Valentin Hammerle über den aussichtsreichen Rebound (36.), Tommaso Topatigh scheiterte nach feinem Move am rechten Flügel am Schlussmann der Vorarlberger (38.) und Dennis Sticha traf nach einem Konter aus der Drehung nur die Schulter des Goalies (40.). 

Gegen das beherzt kämpfende KAC-Farmteam erhöhte Lustenau im Schlussdrittel das Score: Bei angezeigter Strafe gegen die jungen Rotjacken hatte Jakob Holzer schlechte Sicht, sodass ein Schlenzer von Philipp Winzig aus der Distanz hinter ihm einschlug (47.). Marc-Olivier Vallerand, der an diesem Abend beste Spieler am Eis, schnürte schließlich seinen Doppelpack, als er bei einem „Zwei-gegen-Eins“-Angriff des EHC das Zuspiel von Philip Putnik sehenswert verwertete (50.). Die Klagenfurter ergaben sich ihrem Schicksal nicht, wurden in der Schlussphase jedoch nicht mehr mit einem Ehrentreffer belohnt: Daniel Obersteiner schloss einen Konter nach schnellem Umschalten zu eigensinnig ab (51.), bei einem Wrap-Around-Versuch von Fabian Hochegger war Lustenaus Torhüter mit den Beinschonern in Position (53.). Weil auch ein Rückhand-Versuch von Valentin Hammerle aus kurzer Distanz (54.) und eine Direktabnahme von Michael Rainer von den Hashmarks aus (55.) nicht den Weg in die Maschen fanden, blieb der EC-KAC II im zweiten Heimspiel hintereinander ohne Torerfolg. (HB)

 

Der Kommentar:

„Unterm Strich denke ich, dass wir heute als Team wieder einen Schritt nach vorne gemacht haben, wir standen schließlich einer der besten Mannschaften in der Liga gegenüber. In einigen Details, an denen wir gearbeitet haben, beispielsweise dem Verhalten in der Zone unmittelbar vor unserem Tor, unterlief uns noch so mancher Fehler, den der Gegner auch ausgenutzt hat. Der Einsatz hat aber durchgehend gestimmt, wir haben uns nie hängen lassen. Aktuell fällt es uns schwer, Pucks ins Tor zu bringen, wir sind aber schon deutlich besser darin, Scheiben auf den Kasten zu bringen als noch vor ein paar Wochen. Mir gefällt der Trend und ich freue mich darauf, mit diesem Team die nächsten Entwicklungsschritte zu machen.“ (Kirk Furey, Head Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League, 7. Spieltag
EC-KAC II – EHC Lustenau 0:5 (0:1,0:2,0:2)
Tore EC-KAC II: Keine

Aufstellung EC-KAC II: Holzer (Vorauer) / Steffler-Nickl, Schnetzer-Würschl, Kernberger-Puff, Patterer / V.Hammerle-S.Hammerle-Rodiga, Hochegger-Obersteiner-Sticha, Kompain-Rainer-Topatigh, David

 

Das nächste AHL-Spiel:

Wipptal Broncos – EC-KAC II (Donnerstag, 11. Oktober 2018, 20.00 Uhr)