AHL-Heimpleite gegen Jesenice

Zwei rasche Gegentore ließen das Farmteam des EC-KAC gegen den HDD Jesenice früh auf die Verliererstraße einbiegen, am Ende setzte es ein deutliches 1:11.  

Foto: KAC/Buchwalder

 

Die Personalien:

Gegenüber dem „Auswärts-Doppel“ am vergangenen Wochenende fehlten bei den jungen Rotjacken die verletzten Philipp Cirtek und Luca Rodiga. Dafür war Florian Kurath nach seiner Erkrankung wieder mit an Bord, auch der noch am Dienstagabend in der Kampfmannschaft eingesetzte Michael Kernberger lief für den EC-KAC II auf. Bei den zum zehnten Mal in Serie mit einem Lineup-Durchschnittsalter von unter 20,0 Jahren angetretenen Klagenfurtern feierte der in der vergangenen Woche zum Team gestoßene Kele Steffler sein Heimspieldebüt.

 

Der Spielverlauf:

Der HDD Jesenice kam wie aus der Pistole geschossen aus der Kabine und ging bereits in der zweiten Spielminute, wenn auch etwas glücklich, mit 1:0 in Führung: Der Pass von Markus Piispanen prallte vom zu Fall gebrachten Miha Logar ins Tor ab. Nur 27 Sekunden später klingelte es erneut im Kasten von Jakob Holzer, diesmal war es David Planko mit dem Zuspiel von hinter dem Tor aus auf den im Slot positionierten Gašper Glavič, der durch die Schoner des Klagenfurter Schlussmannes hindurch verwertete (2.). Umgehend nahmen die Coaches der jungen Rotjacken ihr Time-Out in Anspruch, doch mit Fortlauf des Startdrittels spielten sprichwörtlich weiterhin nur die Slowenen. Holzer parierte einen guten Schuss von Miha Brus (4.), entschärfte eine Großchance von Luka Bašič und glänzte mit einem starken Blockersave gegen Erik Svetina, der von Andrej Tavželj mustergültig bedient wurde (beide 6.). In der neunten Spielminute folgte dann die erste echte Möglichkeit für den EC-KAC II: Žiga Svete versuchte es gleich doppelt, scheiterte aber zuerst an Torhüter Clarke Saunders und wischte anschließend über die Scheibe. Einige Zeit später war es Florian Kurath, der den Puck gut abschirmte und schließlich Michael Kernberger bediente, doch Saunders schnappte mit der Fanghand zu (15.). Kurz darauf jubelten erneut die Gäste: Den ersten Schuss von Bašič konnte Jakob Holzer noch parieren, doch der Rebound kullerte schließlich doch noch über die Linie, der Treffer wurde vom Schiedsrichterteam nach Videostudium auch anerkannt (16.). Die erste Strafe der Partie fasste Neuzugang Kele Steffler aus, nach einem Pfostenschuss von Aleksandar Magovac und einem Block von Martin Goritschnig überstanden die jungen Rotjacken dieses Unterzahlspiel aber unbeschadet. In der Schlussminute des ersten Abschnittes wurde es noch einmal gefährlich, als aus einer vermeintlich harmlosen Situation ein „Zwei-gegen-Eins“-Konter der Slowenen resultierte, doch Philipp Wilhelmer und Jakob Holzer verhinderten den vierten Gegentreffer mit vereinten Kräften. 

Dieser war jedoch nur aufgeschoben, in der vierten Minute des zweiten Drittels besorgte Luka Bašič das 4:0 für den HDD Jesenice, ehe Wolfgang Puff wegen eines Checks von hinten in die Kühlbox musste und Rot-Weiß bei numerischer Unterlegenheit durch einen halbhohen Schlenzer von Tadej Čimžar den fünften Treffer kassierte (29.). Im ersten Powerplay der jungen Rotjacken hatte Niki Kraus die große Möglichkeit auf das erste Klagenfurter Erfolgserlebnis an diesem Abend, er scheiterte aber an Saunders. Im Gegenstoß war David Planko auf und davon, wurde jedoch am Abschluss gehindert und bekam daher einen Penalty Shot zugesprochen. Diesen führte der Verteidiger auch sauber aus, er verlud Goalie Holzer mit einem schönen Move und netzte mit der Backhand zum 6:0 ein (34.). Kurz vor der zweiten Pausensirene setzte Jesenice noch ein Tor drauf, Topscorer Luka Kalan bezwang Jakob Holzer, Klagenfurts besten Akteur in dieser einseitigen Partie, zum siebenten Mal.

Im Schlussabschnitt stand Florian Vorauer im Kasten der Hausherren, er sah sich mit einem Albtraumstart konfrontiert, denn bereits nach neun gespielten Sekunden erhöhte Luka Bašič über seine Fanghand hinweg auf 8:0 (41.). Nur wenige Augenblicke später zappelte die Scheibe schon wieder in den Maschen, diesmal war es Jaka Šturm, der nach einem Gestocher am Torraum am schnellsten reagiert hatte (42.). Doch auch damit hatten die Slowenen noch nicht genug, binnen gut zwei Minuten scorten sie zwei Powerplaytreffer (Žan Jezovšek/45., Miha Brus/47.) und stellten somit auf 11:0. In der 49. Spielminute fand Philipp Wilhelmer eine weitere Möglichkeit auf den ersten KAC-Treffer vor, der knapp nach Spielmitte gekommene Backup Mark Vlahovič wehrte allerdings mit der Maske ab. Als die jungen Rotjacken danach ein vierminütiges Powerplay zugesprochen bekamen, konterte zunächst Jesenice: Den Odd Man Rush mit Gašper Glavič und Blaž Tomaževič konnte Vorauer aber stoppen (54.). Kurz darauf durfte das Farmteam dann doch noch jubeln: Fabian Hochegger zog im Slot aus der Drehung ab und Niki Kraus war zur Stelle, um den Rebound ins Tor zu befördern (55./PP). Wenige Augenblicke vor Schluss machte Jaka Sodja für die Slowenen beinahe noch das Dutzend voll, Florian Vorauer verhinderte dies aber mit einem feinen  Fanghandsave. Am Ende leuchtete ein bitteres 1:11 aus Sicht des EC-KAC II von der Anzeigetafel, die höchste Niederlage der laufenden Saison war ein Faktum. (NB)

 

Der Kommentar:

„Gemeinsam mit der Partie in Lustenau am Sonntag war diese Begegnung mit Jesenice meiner Meinung nach der absolute Tiefpunkt unserer Mannschaft in der AHL. Die Slowenen sind eines der Top-Teams in der Liga, umso mehr Kampfgeist und Einsatz muss man aufs Eis bringen, um gegen sie bestehen zu können. Wir waren aber immer zwei, drei Schritte zu langsam, ergaben uns unserem Schicksal. Jeder einzelne Spieler in unserer Truppe ist schwer enttäuscht, wir Trainer müssen jetzt dafür sorgen, dass sich die Mannschaft wieder aufrichtet und positiv bleibt. In einer solchen Situation kann es eigentlich nur noch aufwärts gehen.“ (Ryan Foster, Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League, 18. Spieltag
EC-KAC II – HDD Jesenice 1:11 (0:3,0:4,1:4)
Tor EC-KAC II: Niki Kraus (54:53/Fabian Hochegger, Kele Steffler/PP1)

Aufstellung EC-KAC II: Holzer (Vorauer) // Kernberger-Wilhelmer, Steffler-Nickl, Puff-Goritschnig, Zandonella // Rassl-Schettina-Kraus, Kurath-Obersteiner-Hochegger, V.Hammerle-S.Hammerle-Kern, Greier-Topatigh-Svete

 

Das nächste AHL-Spiel:

HC Gherdëina – EC-KAC II (Samstag, 25.11.2017, 20.30 Uhr)