AHL: Starke Leistung bleibt unbelohnt

Mit einer überzeugenden Vorstellung erspielte sich das Farmteam des EC-KAC im Heimspiel gegen Zell am See eine 2:1-Führung, die bis zur 57. Minute hielt, von den Gästen aber noch gedreht werden konnte.

Foto: KAC/Buchwalder

 

Die Personalien:

Das Farmteam der Rotjacken konnte in dieser Begegnung zum ersten Mal seit vielen Wochen auf nahezu den kompletten Kader zurückgreifen. Die sechs Cracks aus dem U20-Nationalteam standen erstmals nach der Weltmeisterschaft in Frankreich wieder zur Verfügung, aus der Kampfmannschaft, in der die Verletztenliste in den letzten beiden Wochen kürzer wurde, rückten Florian Kurath und Philipp Kreuzer wieder ins AHL-Aufgebot. Somit konnten die Trainer Ryan Foster und Patric Wener in dieser Partie erstmals seit dem 23. September wieder ein volles 22-Mann-Lineup aufbieten, dessen Durchschnittsalter bei 20,2 Jahren lag.

 

Der Spielverlauf:

Die Klagenfurter hatten den besseren Start in die Partie und kamen bereits in der dritten Spielminute zu zwei Topchancen. Zuerst war es Benjamin Rassl, der Valentin Hammerle mit einem schönen Pass in den Slot ideal bediente, ehe ein gefährlicher Schuss von Niki Kraus am Außenpfosten landete. Kurz darauf servierte Philipp Kreuzer von hinter dem Tor aus auf Philipp Cirtek, dieser traf die Scheibe aber nicht richtig (4.). In der fünften Minute war es aber soweit und die jungen Rotjacken durften zum ersten Mal an diesem Abend jubeln: Benjamin Rassl gewann seinen Zweikampf und nach einem Fernschuss von Žiga Svete gelangte Valentin Hammerle an den Puck, er zog nach innen und sendete per Rückhand ein. Die erste Möglichkeit für die Eisbären fand Fabian Scholz vor, Goalie Jakob Holzer war allerdings mit dem Schoner zur Stelle (6.). Nur wenige Augenblicke später brachte Frederik Widén das Spielgerät gefährlich an den Torraum, wo dieses von Florian Kurath beinahe in den eigenen Kasten abgefälscht wurde, doch Holzer schnappte geistesgegenwärtig mit der Fanghand zu (7.). Auch für die nächste brenzlige Situation war der schwedische Defender der Eisbären verantwortlich, seine Deflection ging allerdings knapp am Pfosten vorbei (11.). In der zwölften Spielminute überraschte Wolfgang Puff den Zeller Keeper mit einem Schlenzer von der blauen Linie, Torhüter Frank konnte jedoch im letzten Moment reagieren und somit den zweiten Gegentreffer verhindern. Kurz vor Drittelende versuchte es Simon Hammerle noch mit einem Alleingang über rechts, doch sein Schuss wurde ins Fangnetz hinter dem Tor abgefälscht (20.). 

Auch im Mittelabschnitt gehörten die ersten Torchancen dem EC-KAC II: Martin Goritschnig ließ einen Kracher von der Blauen Linie los, dieser ging knapp am Kasten vorbei (23.), Kevin Schettina versuchte es kurz darauf aus ähnlicher Position, sein Schuss war aber zu zentral angetragen (24.). In der 31. Minute folgte dann ein Hochkaräter für Rot-Weiß, Kevin Schettina kam unter Bedrängnis jedoch nicht zum erfolgreichen Abschluss. Diese vergebenen Möglichkeiten sollten sich schließlich rächen, denn postwendend kamen die Eisbären durch Petr Vala, der von Franz Wilfan perfekt bedient wurde, zum Ausgleichstreffer (31.). Anschließend scheiterten die jungen Rotjacken immer wieder an Dominik Fran: Philipp Kreuzer, Michael Kernberger und Dennis Sticha vergaben. In der letzten Spielminute des Mitteldrittels sollte es aber mit dem (mittlerweile hoch verdienten) zweiten Treffer klappen: Philipp Kreuzer brachte die Scheibe nach einem Zweikampf an der Bande quer auf den mitgelaufenen Kele Steffler, der den freien Raum in Richtung Tor gut ausnutzte und die jungen Rotjacken schließlich aus dem Handgelenk und mit seinem ersten Saisontreffer erneut in Führung brachte (40.).

Zu Beginn des Schlussdrittels versuchten die in den ersten 40 Spielminuten äußerst anonymen Pinzgauer Druck auf die Klagenfurter auszuüben, Zählbares sollte dabei aber vorerst nicht herauskommen. In der 45. Spielminute stellte Kevin Schettina beinahe auf 3:1, sein Schuss landete aber nur am Innenpfosten. Dann war es Christoph Herzog, der im Powerplay für Gefahr sorgte, sein Schuss konnte jedoch von Michael Kernberger und Jakob Holzer mit vereinten Kräften entschärft werden (51.). Bei der nächsten Aktion der Gäste musste sich der KAC-Schlussmann aber geschlagen geben: Bei numerischer Überlegenheit schloss der aufgerückte Frederik Widén aus kurzer Distanz zum erneuten Ausgleich der Gäste ab (57.). Doch damit nicht genug, denn mit 1:41 auf der Uhr brachte Gregor Koblar die Eisbären zum ersten Mal an diesem Abend in Führung, als ein mehrfach abgefälschter Puck just vor seinen Beinen zu liegen kam. Die jungen Rotjacken setzten anschließend alles auf eine Karte, nahmen Torhüter Holzer vom Eis und kassierten letztlich  fünf Sekunden vor der Schlusssirene den Empty Net-Treffer zum 2:4-Endstand. Somit stand das Farmteam des EC-KAC nach dem spielerisch wohl dominantesten Auftritt der laufenden Spielzeit aufgrund dreier Gegentreffer in den letzten vier Minuten mit leeren Händen da. (NB)

 

Der Kommentar:

„Wir haben bis weit ins letzte Drittel hinein ein sehr gutes Spiel abgeliefert, waren taktisch diszipliniert und hatten den Gegner - von einzelnen Sequenzen abgesehen - stets unter Kontrolle. Leider nahmen wir gegen Ende zwei unnötige Strafen und ließen es damit zu, dass Zell am See wieder in die Partie zurückkommen konnte. Vor dem dritten Gegentreffer hatten wir mit einem Bouncing Puck Pech. Eine Partie zu verlieren, in der man bis zur 57. Minute voran lag, tut weh, aber die Moral unserer Truppe stimmt, wir werden wieder aufstehen und weitermarschieren.“ (Patric Wener, Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League, 23. Spieltag
EC-KAC II – EK Zeller Eisbären 2:4 (1:0,1:1,0:3)
Tore EC-KAC II: Valentin Hammerle (04:31/Benjamin Rassl, Žiga Svete), Kele Steffler (39:01/Philipp Kreuzer, Michael Kernberger)

Aufstellung EC-KAC II: Holzer (Vorauer) // Steffler-Kernberger, Svete-Nickl, Puff-Wilhelmer, Goritschnig // Kern-Schettina-Kraus, Cirtek-Kurath-Kreuzer, Obersteiner-S.Hammerle-Sticha, Rassl-V.Hammerle-Rodiga, Greier

 

Das nächste AHL-Spiel:

VEU Feldkirch – EC-KAC II (Freitag, 22.12.2017, 19.30 Uhr)