KAC-Gala beim 6:3 über Linz

Mit einer begeisternden Leistung besiegte der EC-KAC am Sonntagabend den EHC Linz mit 6:3, die Rotjacken gehen damit als Tabellendritter in die Länderspielpause.

KAC-Gala beim 6:3 über Linz

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC startete mit drei Siegen am Stück in das Duell mit dem Tabellenzweiten aus Linz, der in Klagenfurt jedoch gleich vier Stammspieler vorgeben musste. Gegen die Oberösterreicher taten sich die Rotjacken zuletzt vor eigenem Publikum sehr schwer, die Black Wings gewannen jedes ihrer letzten drei Spiele in der Stadthalle und kamen dabei auf ein überragendes Torverhältnis von 20:5.

 

Die Personalien:

Gegenüber dem Auswärtssieg in Znojmo am vergangenen Freitag kam es im Aufgebot des EC-KAC zu keinen Veränderungen, die Langzeitverletzten René Swette und J.-F. Jacques fehlten weiterhin. Die vier Angriffsformationen liefen in den gleichen Konstellationen auf wie zuletzt, in der Abwehr rotierten sieben Verteidiger. Zwischen den Pfosten startete der Rekordmeister mit Pekka Tuokkola, sein Backup war Bernd Brückler, der am Spieltag seinen Vertrag beim EC-KAC bis zum Saisonende verlängert hat.

 

Der Spielverlauf:

Von Beginn an wollten die Klagenfurter keine Zweifel über den Sieger aufkommen lassen. Bereits nach 55 Sekunden tauchte Oliver Setzinger brandgefährlich vor Linz-Keeper Mike Ouzas auf, auch Thomas Hundertpfund (2.) und Mark Popovic (3.) setzten die Defensive der Gäste mit guten Schussgelegenheiten unter Druck. Das erste Tor sollten trotz rot-weißer Überlegenheit aber die Oberösterreicher erzielen: Einen Hammer von Marc-André Dorion konnte Pekka Tuokkola noch parieren, gegen den Rebound von Goalgetter Andrew Kozek war der Finne jedoch machtlos (11.). Die Hausherren zeigten sich davon unbeeindruckt. Trotz numerischer Unterlegenheit fand der herausragend agierende Manuel Geier die große Möglichkeit auf den Ausgleich vor, Mike Ouzas verhinderte mit einer sensationellen Stockabwehr jedoch einen Klagenfurter Treffer.

Abschnitt zwei begann mit rollenden KAC-Angriffen, die auch rasch von Erfolg gekrönt wurden: Oliver Setzinger mit dem klugen Zuspiel in den Slot, Manuel Geier lenkte den Puck unhaltbar für den Torhüter zum Ausgleich ins Netz (21.). Nur 45 Sekunden später drehten die Rotjacken das Spiel dann komplett: Wieder war es Manuel Geier, der einen "Zwei-gegen-Eins"-Angriff perfekt zur ersten Führung für den Rekordmeister vollendete (22.). Es war die beste Phase im Spiel des EC-KAC, der die Gäste aus Linz nun minutenlang im eigenen Drittel beschäftigte und Chance um Chance herausspielte. Nur Ouzas und die Stange, die von Oliver Setzinger in Minute 25 getroffen wurde, verhinderten in dieser Phase weitere Klagenfurter Tore. In Minute 32 waren dann aber weder der Keeper der Gäste noch das Torgestänge im Weg: Bei doppelter Überzahl hämmerte Jamie Lundmark die Scheibe per Direktabnahme zum 3:1 ins Netz.

Die Rotjacken ließen sich an diesem Abend von nichts aus der Ruhe bringen, auch nicht vom blitzschnellen Anschlusstreffer durch Sébastien Piché im Powerplay 52 Sekunden nach dem Beginn des Schlussdrittels. Denn Oliver Setzinger hatte die passende Antwort parat: Der Stürmer schnappte sich den Puck im eigenen Verteidigungsdrittel, marschierte auf und davon und knallte die Scheibe über die Fanghand von Ouzas in die Maschen (46.). Die Hausherren hatten damit aber noch lange nicht genug: Bei numerischer Überlegenheit war es erneut Jamie Lundmark, der jubelnd abdrehen durfte (52.). Die Gäste konnten zwar durch einen Piché-Treffer verkürzen (57.), doch Jonas Nordqvist sorgte 59 Sekunden vor dem Ende mit einem Empty-Net-Tor für das 6:3 und die endgültige Entscheidung. (PE)

 

Der Kommentar:

"Wir waren heute von der ersten Minute an voll da. Zwar lagen wir nach 20 Minuten in Rückstand, ich denke aber, dass wir ein starkes Auftaktdrittel gespielt haben. Das erste Tor von Manuel Geier brachte dann den Stein ins Rollen, die Jungs gaben richtig Gas und haben den vermutlich stärksten Mittelabschnitt der bisherigen Saison vor eigenem Publikum aufs Eis gebracht. Die Mannschaft hat in keiner Phase des Spiels nachgelassen, wir bauten einen Angriff nach dem anderen auf und feuerten viele Scheiben auf den Linzer Goalie. Das war eine unterhaltsame Partie, die - wie man an der Reaktion des Publikums sah - auch den Fans gefallen hat. Unser Team hat stark gespielt, die Spieler haben das Spiel genossen und völlig verdient gewonnen, wir gehen mit einem sehr guten Gefühl in das International Break." (Doug Mason, Head Coach EC-KAC)

 

Der Ausblick:

Nach der Sonntagsrunde folgt in der Erste Bank Eishockey Liga nun die erste Länderspielpause der laufenden Spielzeit. Bisher konnte der EC-KAC elf seiner 18 Partien gewinnen, der Rekordmeister liegt damit auf dem dritten Tabellenplatz. Wenn die EBEL in knapp zwei Wochen ihren Spielbetrieb wieder aufnimmt, wartet auf den EC-KAC ein viertägiger Roadtrip in den Westen Österreichs, am 13. November gastiert Rot-Weiß beim HC Innsbruck, zwei Tage später beim Dornbirner EC.