KAC souverän zum nächsten Sieg

Im Heimspiel gegen den HCB Südtirol stellte der EC-KAC seine aktuell gute Form erneut unter Beweis, die Rotjacken siegten gegen das Tabellenschlusslicht mit 3:0.

Foto: QSpictures

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC ging zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit vom guten zweiten Tabellenplatz aus in ein Heimspiel. Den Weg dorthin ermöglichte die starke Serie in den vergangenen Wochen, die Rotjacken siegten in neun ihrer letzten zehn Spiele und sammelten in der ersten Hälfte der ersten Grunddurchgangsphase insgesamt 41 Zähler, 13 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die beiden bisherigen Saisonduelle mit dem HCB Südtirol konnten die Klagenfurter jeweils in regulärer Spielzeit für sich entscheiden: Beim 2:1 vor eigenem Publikum Ende September war man spielerisch deutlicher überlegen, als es das Ergebnis ausdrückte, beim 5:4 in Bolzano Ende Oktober präsentierte sich Rot-Weiß vor allem kämpferisch stark, siegte man doch nach 0:2- und 3:4-Rückstand.

Die fünfte Saison des HCB Südtirol in der Erste Bank Eishockey Liga verlief bislang unter den Erwartungen, den Füchsen gelangen in den ersten 22 Runden nur sieben Siege. Damit ging der Klub, der in den ersten vier Jahren seiner Ligazugehörigkeit quasi Fixstarter in den Play-Offs war und sich 2014 sogar zum Champion kürte, nur vom zwölften und letzten Tabellenrang aus in das Gastspiel in Klagenfurt. Duelle mit den Rotjacken konnte der HCB historisch betrachtet in der Regel sehr offen gestalten, aus den bisher 22 Konfrontationen resultierten für beide Klubs jeweils elf Siege, wobei sich in 16 Begegnungen - also fast drei Vierteln aller Spiele - die gastgebende Mannschaft durchsetzen konnte. 

 

Die Personalien:

Im dritten Spiel in dieser Woche bot der EC-KAC zum dritten Mal das idente, aus 21 Spielern bestehende Lineup auf. Es fehlten die Abwehrspieler Christoph Duller und Richie Regehr sowie die Angreifer Manuel Geier und Matthew Neal. Geswitcht wurde wieder auf der Torhüterposition, zum elften Mal in dieser Saison startete (wie schon im ersten Heimspiel gegen den HCB Südtirol heuer) David Madlener. 

 

Der Spielverlauf:

Der EC-KAC startete druckvoll in die Partie und machte sich früh durch gefährliche Torabschlüsse von Manuel Ganahl (3.) und Jamie Lundmark (4.) beim Gegner aus Italien bemerkbar. Beide Schüsse zischten allerdings am langen Eck des Gästetors vorbei, das von Jakub Sedláček gehütet wurde. Es dauerte bis zur sechsten Minute, ehe erstmals auch die Südtiroler nennenswert vor dem KAC-Kasten auftauchten: Nach einem Abspielfehler in der Klagenfurter Hintermannschaft gelangte Travis Oleksuk an den Puck und versuchte es mit dem Bauerntrick, Rotjacken-Schlussmann David Madlener zeigte sich jedoch hellwach und entschärfte den Versuch des Angreifers. Nur Augenblicke später durften die Fans in der Stadthalle erstmals jubeln - und zwar über einen äußerst sehenswerten Treffer: Philipp Kreuzer ließ aus der Ecke kommend zwei Gegensieler stehen, umkurvte Goalie Sedláček und schob mit der Rückhand zur 1:0-Führung ein (7.). Und der Stürmer mit der Rückennummer 91 hätte in Minute elf beinahe den Doppelpack fixiert, im letzten Moment warf sich ein Abwehrspieler aber in seinen Torabschluss. Auch Jon Rheault hätte für den zweiten rot-weißen Treffer sorgen können, doch Goalie Sedláček war mit einer starken Fußabwehr zu Stelle (12.). Der Tscheche im HCB-Kasten entschied im ersten Drittel noch ein Duell mit Rheault für sich, in Minute 15 parierte er mit der Fanghand.

Im Mittelabschnitt passierte lange Zeit nicht viel, als dann aber Mike Angelidis auf der Strafbank platznehmen musste und Mitja Robar von der blauen Linie abzog, wurde es im Slot der Italiener brandgefährlich: Gleich doppelt wurde der Schuss abgefälscht, Jakub Sedláček hatte große Mühe, hielt den Puck am Ende allerdings doch fest (27.). Eine Doppelchance fanden die Hausherren wenig später vor: Zuerst verzog Steven Strong knapp, danach rutschte eine Deflection von Ramón Schnetzer nur um Haaresbreite am Pfosten vorbei (32.). Lediglich Augenblicke später folgte das vermeintliche 2:0 durch Marco Richter, doch die Referees verweigerten dem Treffer die Anerkennung, da einer der Linienrichter sechs KAC-Akteure am Eis gezählt hatte. In der Schlussphase des Mitteldrittels zappelte der Puck dann aber doch ein zweites Mal im Netz der Gäste: Steven Strong schlenzte das Spielgerät aus der zweiten Reihe staubtrocken in die lange Ecke, Sedláček kam mit dem Fänger zu spät (37.). Zwei Sekunden vor der Pausensirene konnte sich auch David Madlener wieder einmal auszeichnen, als er einen Versuch Robin Gartners von den Hashmarks aus toll parierte.

Zu Beginn des Schlussdrittels stand für einige Minuten Marco Richter im Mittelpunkt: Zunächst jubelte er erneut über einen vermeintlichen Treffer, doch auch diesen gaben die Schiedsrichter (nach Videostudium) nicht, da der Puck die Linie nicht überquert hatte (44.). Kurze Zeit Später musste der KAC-Stürmer aufgrund eines Kniechecks für gleich vier Minuten in die Kühlbox (48.). Die Gäste fanden während dieses Powerplays große Möglichkeiten vor, doch sowohl Chris DeSousa (49.) als auch Mike Angelidis (52.) brachten die Scheibe nicht im Tor der Rotjacken unter. Es war die beste Phase der Füchse, die nun alles nach vorne warfen: Alex Petan schoss hauchdünn über das Klagenfurter Tor (53.) und erneut Angelidis verpasste eine Hereingabe nur um Zentimeter (55.). Aus einem Konterangriff heraus entschieden die Rotjacken dann die Partie zu ihren Gunsten: Manuel Ganahl bekam den Puck von Thomas Hundertpfund serviert, kurvte in den Slot und tunnelte Jakub Sedláček zum 3:0-Endstand (56.). Die Klagenfurter siegten damit zum fünften Mal in Serie und sicherten ihren zweiten Tabellenplatz zusätzlich ab. (PE)

 

Der Kommentar:

„Das heutige war wohl nicht unser bestes Spiel, dennoch haben wir es einmal mehr geschafft, recht souverän drei Punkte einzufahren. Die Abwehrarbeit war okay, David Madlener hat großartig gehalten. In einzelnen Phasen haben wir ein wenig Intensität vermissen lassen, agierten nicht geradlinig genug, insgesamt hatten wir den Gegner aber über 60 Minuten unter Kontrolle. Drei schöne Punkte und die Erkenntnis, dass wir noch Bereiche haben, in denen wir uns verbessern können, das nehmen wir aus dieser Partie mit.“ (Christoph Brandner, Assistant Coach EC-KAC)

 

Der Ausblick:

Zum ersten Mal in der laufenden Saison bestreitet der EC-KAC „Back-to-Back“-Partien, auch der nächste Gegner der Rotjacken ist der HCB Südtirol: Die Klagenfurter gastieren am kommenden Freitag (Spielbeginn: 19.45 Uhr) in der PalaOnda in Bolzano. Zwei Tage später folgt dann das nächste Heimspiel: Im Rahmen des Familientages beim EC-KAC gastiert Fehérvár AV19 in der Stadthalle (Spielbeginn: 17.30 Uhr). In dieser Begegnung werden die Rotjacken in eigens designten Weihnachtstrikots auflaufen, es gibt spezielle Ticketing-Angebote für Familien (vier nebeneinander liegende Sitzplätze zum Preis von zwei, Anm.), am Vorplatz der Arena laden Adventsstände, eine Tombola und ein Keksverkauf zu Gunsten der Nachwuchsabteilung zum Verweilen ein.