Shootout-Niederlage raubt KAC die Aufstiegschance

Der EC-KAC musste am Donnerstagabend eine 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen beim HC Košice hinnehmen. Damit haben die Rotjacken keine Chance mehr, die KO-Phase der Champions Hockey League zu erreichen.

Shootout-Niederlage raubt KAC die Aufstiegschance

 

Die Ausgangssituation:

Nachdem sich der EHC München bereits vorzeitig Tabellenplatz eins in der CHL-Gruppe H gesichert hatte, duellierten sich am Donnerstag der HC Košice und der EC-KAC um das zweite Ticket für die Play-Offs. Nach der Heimniederlage gegen die Slowaken stand Rot-Weiß unter Zugzwang, auswärts musste unbedingt ein Sieg her, um die Chance auf Rang zwei am Leben zu erhalten.

 

Die Personalien:

Auch in Košice musste Head Coach Doug Mason auf den verletzten Stefan Geier und den erkrankten René Swette verzichten. Im Vergleich zum "Hinspiel" am vergangenen Sonntag ergab sich daher nur eine Änderung im Rot-Weißen Aufgebot: Verteidiger Johannes Reichel kehrte ins Lineup zurück. In den Sturmformationen nahm das Trainerteam einen Wechsel vor, die Mittelstürmer Thomas Koch (nun mit Jamie Lundmark und Manuel Ganahl) und Jonas Nordqvist (nun mit Oliver Setzinger und Manuel Geier) tauschten ihre Positionen.

 

Der Spielverlauf:

Schon in den Anfangsminuten der Begegnung stellte der HC Košice deutlich unter Beweis, wesentlich offensiver als beim ersten Duell dieser beiden Teams am Sonntag in Klagenfurt eingestellt zu sein. In Minute vier rettete KAC-Verteidiger Mark Popovic gekonnt gegen den durchbrechenden Richard Lelkeš, in der Folge war es dann vor allem der an diesem Abend ausgezeichnete Goalie Pekka Tuokkola, der Torerfolge der Gastgeber verhinderte. So etwa in der 19. Spielminute, als er auf akrobatische Art und Weise einen aus kürzester Distanz abgegebenen Schlenzer von Richard Jenčík über die Querlatte lenkte.

Zu Beginn des Mitteldrittels kam der EC-KAC zu seiner ersten längeren Überzahlmöglichkeit, Deflections von Thomas Koch (26.) und Markus Pöck (27.) fanden jedoch nicht den Weg ins Tor. Es folgte die stärkste Phase Košices in dieser Partie, die Führung für die Slowaken lag in der Luft. Im Powerplay scheiterten sie zunächst noch an der Stange, in Spielminute 36 gelang ihnen dann jedoch ihr erster Treffer an diesem Abend. Einen Wristshot Eduard Šedivýs von der blauen Linie tippte Topscorer Jiří Bicek  so an, dass die Scheibe über die Fanghand Pekka Tuokkolas ins Tor sprang. Nur 20 Sekunden später rettete der Finne sein Team vor dem zweiten Verlusttreffer, als er einen rasch vorgetragenen Zwei-gegen-eins-Konter Košices spektakulär stoppen konnte.

Im dritten Abschnitt traten die Rotjacken dann deutlich bestimmter auf. Während die Slowaken zunehmend an Goalie Tuokkola verzweifelten, brachte der KAC im Angriff mehr Scheiben auf das von Dominik Riečický bewachte Gehäuse und näherte sich so dem Ausgleich an. Manuel Geier wischte bei numerischem Vorteil über den frei liegenden Puck (53.), Jamie Lundmark scheiterte im selben Powerplay aus dem Slot (54.). Unmittelbar nach Ablauf der Strafzeit gegen Radek Philipp konnte Rot-Weiß jedoch jubeln: Eine druckvolle Phase gipfelte im Tor zum 1:1, der zu den Hashmarks aufgerückte Verteidiger Kevin Kapstad drückte das Spielgerät im Fallen in den slowakischen Kasten. Knapp zwanzig Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit eröffnete sich dem KAC dann sogar noch die Chance auf drei Punkte, Riečický hielt in der kurzen Ecke jedoch gegen Thomas Koch dicht.

In der Verlängerung vereitelte Pekka Tuokkola Košices beste Chance durch Peter Sojčík (63). Keine Minute später hatte Jamie Lundmark die Entscheidung am Schläger: Von Thomas Pöck mit einem langen Pass auf die Reise geschickt, tauchte er alleine vor dem Tor der Slowaken auf, Schlussmann Riečický konnte die Scheibe jedoch an den Pfosten lenken. Der Goalie der Gastgeber blieb im folgenden Penaltyschießen gegen Oliver Setzinger und Thomas Koch siegreich, Jamie Lundmark verlor bei seinem Versuch das Spielgerät. Bei Košice trafen hingegen drei der vier Schützen und sicherten ihrer Mannschaft damit den Zusatzpunkt, gleichbedeutend mit dem Ticket für die Play-Offs der Champions Hockey League.

 

Der Kommentar:

"Wir hatten ein passables Startdrittel, in dem wir nur wenige Chancen des Gegners zuließen. Im zweiten Drittel hat Košice dann den Ernst der Lage erkannt und das Tempo deutlich erhöht. Wir hatten einige Probleme mit diesem Speed, daraus resultierte eine Vielzahl an Gelegenheiten für die Slowaken. Davon haben sie jedoch nur eine genutzt, also konnten wir das Spiel mit einem guten dritten Abschnitt ausgleichen. Im Penaltyschießen hat Košice dann seine Klasse gezeigt und die Partie verdienter Maßen zu seinen Gunsten entschieden. Leider haben wir nun keine Chance mehr, die Play-Offs der Champions Hockey League zu erreichen. Für dieses Jahr müssen wir uns am Sonntag also von der europäischen Bühne verabschieden, wir möchten dies mit einem Sieg in München tun." (Head Coach Doug Mason)

 

Der Ausblick:

Nach der Shootout-Niederlage in Košice hat der EC-KAC rechnerisch keine Chance mehr, die KO-Phase der Champions Hockey League zu erreichen. Die Rotjacken, die zu dieser Partie direkt aus der Slowakei anreisen, bestreiten ihr letztes CHL-Gruppenspiel am kommenden Sonntag (Spielbeginn: 16.30 Uhr) auswärts beim EHC München.