AHL-Team wieder doppelt im Einsatz

Auch an diesem Wochenende bestreitet das Farmteam des EC-KAC zwei Partien, jeweils auswärts trifft man am Samstag auf den HC Gherdëina sowie am Sonntag auf den HDD Jesenice.

Foto: KAC/Buchwalder

 

Die Eckdaten:

Nach 18 absolvierten Partien ziert der EC-KAC II - mit zwei Punkten, aber nach wie vor sieglos - das Tabellenende der Alps Hockey League. Wie schon am vergangenen treten die jungen Rotjacken auch an diesem Wochenende zu zwei Auswärtsspielen hintereinander an: Am Samstagabend (Spielbeginn: 20.30 Uhr) gastiert das Farmteam beim unmittelbar vor ihm platzierten HC Gherdëina, am Sonntagabend wartet der schwere Gang zum Zweiten, dem HDD Jesencie (Spielbeginn: 18.00 Uhr).

 

Die Ausgangssituation:

Konnten sich die jungen Rotjacken am vergangenen Samstag im Auswärtsspiel beim EC Bregenzerwald (3:4 nach Verlängerung) noch über den zweiten Punktgewinn der laufenden Spielzeit freuen, so mussten sie seither zwei derbe Pleiten hinnehmen: Sie unterlagen beim EHC Lustenau mit 1:9 und unter der Woche gegen den HDD Jesenice gar mit 1:11. Damit hält der EC-KAC II, unverändert am 17. und letzten Platz der AHL-Tabelle liegend, weiterhin bei zwei Punkten, der Rückstand auf die Plätze 15 und 16 beträgt jeweils zehn Zähler.

Im Ranking unmittelbar vor den Klagenfurtern liegt der HC Gherdëina, der im Verlauf der bisherigen Saison noch nicht richtig in die Gänge kam: Noch nie gelangen den Ladinern zwei Siege hintereinander, mit -45 weisen sie zudem das zweitschwächste Torverhältnis der Liga auf. Vor eigenem Publikum präsentiert sich der Klub aus dem Grödnertal deutlich stärker als in der Fremde: Immerhin konnten (gegen Jesenice und Fassa) zwei der letzten vier Heimspiele gewonnen werden.

Der im Sommer maßgeblich verjüngte HDD Jesenice ist weiterhin der erste Verfolger von AHL-Krösus Ritten: Die Slowenen halten trotz vieler Auswärtsauftritte in den vergangenen Wochen (sechs der jüngsten sieben Spiele wurden in fremden Arenen bestritten, Anm.) nach wie vor den guten zweiten Platz, den sie erst am Mittwochabend mit einem 11:1-Kantersieg in Klagenfurt absichern konnten. An diesem Wochenende tritt die Truppe von Head Coach Gaber Glavič nun wieder zwei Mal hintereinander zu Hause an: Am Samstag gegen Cortina, am Sonntag gegen die jungen Rotjacken.

 

Die Gegner:

Der HC Gherdëina konnte das erste Saisonduell mit dem EC-KAC II Anfang Oktober mit 5:3 für sich entscheiden, seither verlor man jedoch neun von elf Partien. Nach den jungen Rotjacken sind die Ladiner das AHL-Team mit den zweitmeisten Gegentoren (4,61 pro Spiel), im Powerplay weist Gherdëina allerdings wie auch im Penalty Killing die niedrigsten Erfolgsquoten aller Mannschaften in der Liga auf. Nicht außer Acht gelassen werden darf jedoch, dass sich der HCG in den vergangenen Wochen spielerisch deutlich steigerte: Topscorer Ian McDonald wechselte zwar in die dritte deutsche Liga, mit Colin Long, im Vorjahr konstanter Scorer bei Vizemeister Asiago, und Linus Lundström, einem der spielstärksten Akteure in der AHL, verstärkte sich Gherdëina sehr gut.

Dem HDD Jesenice stand das rot-weiße Farmteam erst am Mittwoch gegenüber, dabei setzten die Slowenen ein sportliches Ausrufezeichen: Sie hielten ihr Leistungsniveau auch bei deutlichem Vorsprung hoch und siegten in der Stadthalle, wo sie in der Pre-Season noch mit 3:4 unterlegen waren, klar mit 11:1. Vor eigenem Publikum ist der Klub aus der Stahlstadt noch ein wenig stärker einzuschätzen, holten die Železarji bislang doch 20 von 24 möglichen Heimspielpunkten. Beim ersten Saisonduell zu Wochenmitte präsentierte sich Jesenice als Mannschaft mit drei auf gutem Niveau ausgeglichenen Sturmformationen, die sich hinten mit Clark Saunders auf einen starken Schlussmann verlassen kann. Verwundbar sind die Slowenen am ehesten bei schnellem Umschaltspiel, wirkt ihre Defensivabteilung im bisherigen Saisonverlauf doch noch nicht so mobil und auf eisläuferischen Speed getrimmt wie in der Vergangenheit.

 

Die Personalien:

Für das harte „Auswärtsdoppel“ hat der Trainerstab das Aufgebot gestrafft: Thomas Dechel, Philipp Cirtek und Luca Rodiga fehlen verletzungsbedingt, Michael Kernberger und Philipp Kreuzer stehen aktuell im Kader der Kampfmannschaft, mit Ausnahme von Thimo Nickl verzichtet man auf alle U18-Spieler (gleichzeitiger EBJL-Roadtrip nach Ungarn, Anm.). Sein Debüt im rot-weißen Farmteam feiert der kürzlich nach Klagenfurt gewechselte U20-Nationalspieler Dennis Sticha, er wird eine Angriffsformation mit Florian Kurath und Daniel Obersteiner bilden.