Auswärtsderby am Neujahrstag

Mit dem ewig jungen Schlagerspiel beim Kärntner Lokalrivalen, dem EC VSV, starten die Rotjacken am 1. Januar standesgemäß ins neue Jahr 2019.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Gleich am ersten Tag des neuen Jahres 2019 tritt der EC-KAC beim EC VSV an, das Auswärtsspiel am Dienstagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) ist das insgesamt 325. Kärntner Derby der Geschichte. Diese Begegnung wird nicht im TV übertragen, aus Villach berichten der Live-Ticker auf kac.at sowie das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Auf die beiden Niederlagen (1:2 gegen Wien und 2:5 in Graz) rund um Weihnachten ließ der EC-KAC zuletzt zwei Shutout-Siege folgen, sowohl zu Hause gegen Villach (1:0) als auch in Zagreb (7:0) blieben die Rotjacken ohne Verlusttreffer. Mit 2,28 Gegentoren pro Partie aus dem Spiel heraus verfügt Klagenfurt aktuell über die stabilste Defensive seit der Saison 2000/01 (1,90). Der EC-KAC geht auf Tabellenplatz drei liegend in das vierte Saisonderby, aktuell beträgt (bei einem Spiel weniger) der Rückstand auf die vor ihm rangierenden Teams Wien und Graz fünf bzw. zwei Zähler.

Der EC VSV hat in seinen bislang 33 Saisonspielen nur 24 Zähler gesammelt und liegt damit auf Rang elf im EBEL-Ranking. Angesichts von 29 Punkten Rückstand auf Platz sechs ist der Zug für die Adler hinsichtlich der Pick Round und damit der vorzeitigen Play-Off-Qualifikation längst abgefahren, die Draustädter werden auch im vierten Jahr in Folge in der unteren Gruppe der Zwischenrunde um ein Ticket für die KO-Phase der Meisterschaft kämpfen müssen. Vor eigenem Publikum hat Blau-Weiß acht seiner bislang 17 ausgetragenen Partien gewonnen und damit eine höhere Winning Percentage als noch im Vorjahr erreicht, durchschnittlich 2,47 erzielte Treffer pro Heimspiel entsprechen jedoch dem niedrigsten Wert der Villacher Erstligageschichte.

 

Die Zahlen zum Spiel:

0 – Bei Torhüter Lars Haugen (2018/19: 24 Starts, nur fünf Niederlagen, GAA 1,82) stand zuletzt zwei Mal hintereinander die Null, der Norweger feierte sowohl zu Hause gegen Villach als auch auswärts in Zagreb jeweils ein Shutout. Damit ist er aktuell seit 123:20 gespielten Minuten ohne Gegentor.

1,88 – Im bisherigen Saisonverlauf haben die Rotjacken pro Partie 1,88 Zähler auf ihr Konto gebracht, was für die erste Grunddurchgangsphase dem Höchstwert seit der Einführung der Zwischenrunde (2011/12) entspricht. Aktuell liegt der Punkteschnitt knapp 23 Prozent über dem historischen Durchschnittswert des EC-KAC im ersten Teil der Regular Season. 

5 – Die Rotjacken konnten fünf der letzten sieben in Villach ausgetragenen Duelle für sich entscheiden und kassierten in keiner dieser sieben Begegnungen mehr als drei Gegentreffer. Insgesamt gelangen den Adlern in den jüngsten elf Derbys nur 21 Treffer 

10 – Im zu Ende gegangenen Monat Dezember war Mitch Wahl mit zehn Zählern der teaminterne Topscorer des EC-KAC. Dahinter folgten Robin Gartner, Nick Petersen und Matthew Neal mit neun, acht und sieben Punkten.   

45 – Beim Auswärtsspiel in Zagreb gingen sechs der sieben KAC-Treffer auf die Konten von österreichischen Spielern, damit haben rot-weiß-rote Cracks in Diensten der Rotjacken heuer insgesamt 45 Tore erzielt. Diese 1,41 Treffer pro Saisonspiel liegen nur knapp unter dem Wert des Vorjahrs (1,55), als mit Manuel Ganahl und Marco Brucker noch zwei weitere Nationalspieler im KAC-Kader standen.

45:06 – Die drei Kärntner Derbys der bisherigen Spielzeit brachten deutliche Vorteile hinsichtlich des Offensivspiels für die Rotjacken: In insgesamt 45:06 der gespielten Minuten verfügten die Klagenfurter über Puckbesitz in der Angriffszone. Im Gegensatz zu diesen durchschnittlich 15:02 Minuten pro Begegnung kam der EC VSV auf nur 6:47 Minuten Scheibenkontrolle im Offensivdrittel. 

73 – In den ersten drei Saisonderbys kam der EC-KAC zu einem klaren spielerischen Übergewicht, das sich in insgesamt 73 Torschüssen bei Even Strength manifestierte, denen nur deren 47 von Villach gegenüberstanden.

 

Der Gegner:

Der EC VSV durchlebt aktuell eine der schwierigsten Saisonen seiner Historie, die Adler gehen mit 20 Niederlagen aus den jüngsten 24 Partien in das Kärntner Derby. Diese eher ernüchternde Bilanz sorgte in den vergangenen Wochen erneut für weitreichende personelle Veränderungen in der Organisation, Neubesetzungen im Vorstand des Stammvereins sowie in der Geschäftsführung und im Trainerstab waren die Folge. Jüngste Akquirierung war jene von Kenneth Strong, die VSV-Vereinslegende, Vater von KAC-Verteidiger Steven Strong, wird im Derby erstmals als Assistant Coach an der Bande der Adler stehen.

Nach Treffern und Scorerpunkten derzeit erfolgreichster Akteur im blau-weißen Aufgebot ist Jerry Pollastrone (12 Tore, 13 Assists), der allerdings nach wie vor auf seinen ersten Zähler in einem Kärntner Derby wartet. Insgesamt verfügen die Adler über einen sehr schlanken Kader, im jüngsten Gastspiel in Klagenfurt am vergangenen Freitag kamen nur neun Stürmer zu einer Time-on-Ice von mehr als 5:00 Minuten. Bei der 1:4-Heimniederlage gegen Graz am Sonntag fehlten mit Kapitän Nikolas Petrik und Verteidiger Bernd Wolf zwei weitere Stammkräfte verletzungsbedingt, Stürmer Patrick Spannring, mit einem Tor und einer Vorlage punktebester VSV-Akteur in den drei Saisonderbys, musste die Partie aufgrund einer Blessur vorzeitig beenden.

Das 325. Aufeinandertreffen von Villach und Klagenfurt in einem Bewerbsspiel ist das 128. seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000. Seither gingen 66 Derbys an die Rotjacken und 61 an die Adler. Im EBEL-Zeitalter konnte der EC-KAC auswärts nur in Graz (36) mehr Siege einfahren als in der Draustadt (32), zudem gingen zehn der jüngsten zwölf Konfrontationen an Rot-Weiß.

 

Die Personalien:

Finale Personalentscheidungen wird der Trainerstab erst nach dem Morning Skate am Spieltag treffen. Bereits jetzt steht aber fest, dass der EC-KAC auch im Derby auf Manuel Geier (verletzt) und Patrick Harand (krank) verzichten muss. Im Tor startet erneut Lars Haugen.

 

Der Kommentar:

„Nachdem wir in den vergangenen Wochen etwas holprig unterwegs waren, haben wir uns wieder der einfachen Grundlagen unseres Spiels besonnen und in den beiden letzten Partien unsere defensive Stabilität wiedererlangt. Darauf möchten wir in Villach aufbauen. Derbys sind spezielle Spiele, gerade jetzt zu den Feiertagen, es brodelt richtig in der Halle und es ist ein tolles Gefühl, in diese Atmosphäre einzutauchen. Wir möchten eine ansprechende und kompakte Leistung abrufen und mit einem Sieg gut ins neue Jahr starten.“ (Lars Haugen, Torhüter EC-KAC)