In der Slowakei um den CHL-Verbleib

Der mit zwei Niederlagen in die Champions Hockey League gestartete EC-KAC muss am Donnerstag beim HC Košice siegen, um ein Ausscheiden nach der Vorrunde zu verhindern.

In der Slowakei um den CHL-Verbleib

 

Die Eckdaten:

Nach den beiden Heimspielen zum CHL-Auftakt warten auf den EC-KAC in dieser Woche die zwei Auswärtspartien der Gruppenphase. Am Donnerstag, dem 3. September, gastieren die Rotjacken beim slowakischen Meister HC Košice. Spielbeginn in der Steel Aréna ist um 18.00 Uhr.

 

Die Ausgangssituation:

Der EHC München hat sich in der Vorrundengruppe H bereits vorzeitig Platz eins und damit ein Ticket für das Sechzehntelfinale der CHL gesichert. Der EC-KAC und der HC Košice kämpfen um den zweiten, zum Aufstieg in die KO-Phase berechtigenden Rang. In diesem Duell haben aktuell die Slowaken die Nase vorne, in Klagenfurt gelang ihnen am Sonntag ein knapper 3:2-Erfolg. Während Košice am Donnerstag sein letztes Vorrundenspiel bestreitet, haben die Rotjacken auch am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel beim EHC München noch die Chance auf einen Punktezuwachs. Um in die nächste Runde der Champions Hockey League aufzusteigen, braucht der EC-KAC unbedingt einen Sieg in der Slowakei. Gelingt dieser in der regulären Spielzeit und erzielt Rot-Weiß dabei mindestens vier Treffer (oder gewinnt man mit mindestens zwei Toren Differenz), hätte das Team von Doug Mason den Aufstieg bereits fixiert. Bei einem Erfolg nach Verlängerung oder im Shootout müssten die Rotjacken auch am Sonntag in München siegen, um in die CHL-Play-Offs zu gelangen.

 

Die Zahlen zum Spiel:

4 – Einen Sieg in regulärer Spielzeit mit mindestens vier erzielten Treffern oder zwei Toren Differenz benötigt der EC-KAC am Donnerstag, dann hätte er sich vorzeitig für die KO-Phase der Champions Hockey League qualifiziert.

12 – Zwölf zu vier Torschüsse verbuchten die Rotjacken im ersten Duell mit dem slowakischen Meister am vergangenen Sonntag alleine im Startabschnitt. Doch das Drittel endete 1:1 unentschieden, sinnbildlich für die gesamte Partie. Auswärts muss der KAC vor dem gegnerischen Tor effizienter agieren.

50 – Jubiläumsspiel für Pekka Tuokkola in Košice: Am Donnerstag wird der Finne zum 50. Mal in einem Bewerbsspiel im Kasten des Rekordmeisters stehen. Seine bisherige Bilanz ist gänzlich ausgeglichen, 23 Siegen stehen ebenso viele Niederlagen gegenüber.

5.373 – So viele Zuseher kamen zu Košices erstem CHL-Auftritt in dieser Saison gegen den EHC München in die Steel Aréna. Der Klub erhofft sich für das Duell mit dem EC-KAC eine ähnlich große Kulisse. Fest steht: Rund 30 Fans der Rotjacken werden ihr Team auch im Osten der Slowakei unterstützen.

 

Der Gegner:

Der 1962 gegründete HC Košice konnte bisher zehn nationale Meistertitel gewinnen, zwei zu Zeiten der Tschechoslowakei, acht seit der Unabhängigkeit der Slowakei Anfang der 1990er-Jahre. Zuletzt holte der Klub sowohl 2014 als auch 2015 das Championat in der heimischen Extraliga. Seit 2006 bespielt der Klub die mehr als 8.000 Zuschauer fassende Steel Aréna, die bereits 2011 einer der beiden Austragungsorte der Eishockey-Weltmeisterschaft war und dies 2019 auch wieder sein wird.
Zu den Schlüsselspielern im aktuellen Team von Trainer Peter Oremus zählen der international höchst erfahrene Kapitän Martin Štrbák (40) in der Verteidigung sowie der dreifache CHL-Torschütze Jiří Bicek (36) im Sturm. Der HC Košice spielte bereits im Vorjahr in der Champions Hockey League, schied jedoch trotz Siegen über Köln und Liberec und einem Punktegewinn in Oulu nach der Vorrunde aus.

 

Die Personalien:

Im Vergleich zum Heimspiel gegen Košice wird es im Lineup des EC-KAC nur zu einer Änderung kommen: Johannes Reichel kehrt nach überstandener Krankheit wieder in die Mannschaft zurück. Weiterhin nicht dabei sein werden Stefan Geier und René Swette. Der Rekordmeister wird in der Slowakei demnach acht Verteidiger und zwölf Stürmer aufbieten, als Backup-Goalie steht Thomas Stroj zur Verfügung.

 

Der Kommentar:

"In der Defensive war ich mit dem letzten Auftritt gegen Košice durchaus zufrieden, wir haben gezeigt, dass wir im Stande dazu sind, die Anzahl ihrer Tormöglichkeiten sehr gering zu halten. In der zweiten Begegnung mit den Slowaken ist daher unsere Offensive gefordert: Unsere kreativen Akteure müssen mehr Gelegenheiten herausspielen, insgesamt müssen wir in der Zweitverwertung unserer Chancen - also bei Abfälschern und Rebounds - gefährlicher werden. Bringen wir mehr Geradlinigkeit in unser Angriffsspiel, so können wir optimistisch sein, in dieser Woche auswärts jene Punkte zu holen, die wir für ein Weiterkommen in der Champions Hockey League benötigen." (Doug Mason, Head Coach)