EC-KAC will im Heimspiel nachlegen

Nur gut 48 Stunden nach dem tollen Auswärtssieg in Salzburg empfangen die Rotjacken den aktuellen Meister wieder in Klagenfurt und jagen dabei den Ausgleich in der Halbfinalserie.

Foto: EC-KAC/Willers

 

Die Eckdaten:

Beim Serienstand von 1:2 aus Klagenfurter Sicht empfängt der EC-KAC am Dienstagabend (Spielbeginn: 19.45 Uhr) den EC Salzburg in der Stadthalle. Diese Begegnung überträgt ServusTV (ab 19.30 Uhr) live, auch Radio Kärnten und der Ticker auf kac.at informieren über den Spielverlauf. Im Vorverkauf wurden bereits 99,2 Prozent aller aufgelegten Sitzplatzkarten abgesetzt, erhältlich sind - durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC oder am Spieltag ab 18.00 Uhr an der Abendkassa - noch rund 550 Stehplatz-Tickets.

 

Die Ausgangssituation:

Mit einem hart erkämpften, letztlich wohl verdienten 3:2-Auswärtssieg in Salzburg konnte der EC-KAC am Sonntagabend in der Halbfinalserie gegen den Titelverteidiger auf 1:2 verkürzen. Vor heimischer Kulisse haben die Rotjacken nun die Chance auf den Ausgleich. In der Stadthalle agierte Rot-Weiß zuletzt meist sehr erfolgreich, seit Mitte Januar gingen nur zwei Heimspiele verloren, in beiden Fällen war es der EC Salzburg, der Klagenfurt siegreich verließ. In der letztjährigen Viertelfinalserie gegen die Bullen konnte der EC-KAC - ebenfalls nach einem 0:2-Rückstand - Spiel drei auswärts für sich entscheiden und das Duell schließlich mit einem 4:2-Heimerfolg ausgleichen.
Der EC Salzburg kassierte am Sonntag die erste Play-Off-Niederlage vor eigenem Publikum seit dem dritten Finalspiel 2016 gegen Orli Znojmo. Seither haben die Bullen neun ihrer saisonübergreifend elf Partien der KO-Phase gewonnen. Aus Auswärtspartien in Klagenfurt hat der EBEL-Champion der beiden letzten Jahre eine in der jüngeren Vergangenheit beeindruckende Bilanz vorzuweisen: Man setzte sich bei zwölf der letzten 15 Gastspiele am Wörthersee durch und kassierte dabei nie mehr als vier bzw. im Schnitt nur 2,26 Gegentreffer pro Partie.

 

Die Zahlen zum Spiel:

3 – David Madlener bestritt am Sonntag sein drittes Saisonspiel gegen den EC Salzburg, jedes davon gewann der EC-KAC. Sollte er auch im vierten Halbfinale am Dienstag zum Einsatz kommen, hat er zudem eine weitere Serie zu verteidigen: Die Rotjacken haben mit Madlener als Starting Goalie seit 11. November kein Heimspiel mehr verloren (insgesamt sieben Starts).

8 – Stefan Geier traf in jedem der letzten acht Spiele und überbot damit den Vereinsrekord des EC-KAC aus dem EBEL-Zeitalter, den bisher Thomas Koch (Saison 2003/04) hielt. Der letzte Crack der Rotjacken mit einem längeren Goal Scoring-Streak als Geier war Edward Lebler, der zwischen Oktober und Dezember 1984 in neun (Bundesliga-)Spielen hintereinander traf.

10 – Verteidiger Mark Popovic erzielte in Spiel drei der Halbfinalserie den Treffer zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung der Rotjacken. Es war dies sein erstes Play-Off-Tor seit knapp zehn Jahren, exakt seit dem 12. Mai 2007, als er im Viertelfinale um den Calder Cup (AHL) für Chicago gegen Iowa traf.

26,6 – Dem EC-KAC gelang es in der bisherigen Halbfinalserie recht gut, die offensivstarken Bullen vom eigenen Tor wegzuhalten. Salzburg kam im Schnitt auf 27,0 Torschüsse pro Partie, was gegenüber den ersten 59 Saisonspielen des Titelverteidigers (36,8) einen Rückgang von 26,6 Prozent entspricht.

300 – Mit seinem Treffer zum 1:0 im Duell am Sonntag verbuchte Stürmer Žiga Pance den exakt 300. Scorerpunkt seiner EBEL-Laufbahn (im 503. Spiel). Im aktuellen Kader des EC-KAC halten nur Thomas Koch (824) und Patrick Harand (325) bei mehr Karrierepunkten in der Liga.

 

Der Gegner:

Der EC Salzburg etablierte sich in den vergangenen Jahren als der erfolgreichste Klub der Erste Bank Eishockey Liga: In den letzten elf Saisonen erreichten die Bullen neun Mal das Finale, in sechs dieser Fälle krönten sie sich auch zum Champion - jüngst sowohl 2015 als auch 2016. In einer "Best-of-Seven"-Serie wurde man seit dem Halbfinal-Aus gegen die Vienna Capitals im Jahr 2013 nicht mehr bezwungen, entsprechend selbstbewusst trat der Titelverteidiger in den bisherigen Play-Offs auch auf.
Der Kader der Mozartstädter repräsentiert eine gelungene Mischung aus erfahrenen Österreichern und meist hochklassigen Legionären. Der bisherigen Halbfinalserie gegen die Rotjacken drückte insbesondere die erste Angriffsformation mit Ryan Duncan, Thomas Raffl und John Hughes ihren Stempel auf, das Trio hält nach drei Partien bei insgesamt bereits 13 Scorerpunkten. In der Defensive erwies sich speziell Daniel Sondell als äußerst stabil: Der Schwede, der in der sonntägigen Begegnung im Powerplay auch zum zwischenzeitlichen 1:1 einschoss, kam im Halbfinale bislang auf eine starke Plus/Minus-Bilanz von +4.
In Klagenfurt traten die Roten Bullen im Verlauf ihrer EBEL-Historie bislang 58 Mal an, in 24 Fällen trugen sie dabei den Sieg davon. Eine Häufung an Erfolgserlebnissen war allerdings erst in den vergangenen Jahren zu notieren: Von den jüngsten 15 Gastspielen in der Kärntner Landeshauptstadt gewann Salzburg mit zwölf gleich viele, wie von den 43 vorangegangenen. Insgesamt trafen der ECS und der EC-KAC bisher 117 Mal aufeinander, 53 dieser Partien gingen an Klagenfurt, 64 an die Bullen. Der übernächste Treffer ist Salzburgs insgesamt 400. gegen die Rotjacken.

 

Die Personalien:

Der Langzeitverletzte Johannes Bischofberger wird den Rotjacken auch im vierten Halbfinalspiel fehlen. Topscorer Jamie Lundmark kehrt nach seiner abgesessenen Sperre hingegen ins Lineup zurück. Ob diesem auch Thomas Hundertpfund, der Spiel drei am Sonntag aufgrund einer Verletzung vorzeitig beenden musste, angehören wird, entscheidet sich erst am Spieltag.

 

Der Kommentar:

"Wir haben am Sonntag unser Spiel verbessert und konnten in der Serie verkürzen. Nun gilt es, erneut eine solche Leistung aufs Eis zu bringen. Es geht um Intensität, Konsequenz und Hingabe, all das muss stimmen, dann haben wir auch die Möglichkeit, Partien zu gewinnen. Unsere Fans haben uns auswärts großartig unterstützt, jetzt erhoffen wir uns auch im Heimspiel eine prächtige und lautstarke Kulisse, die uns dabei hilft, dieses Halbfinale auszugleichen." (Mitja Robar, Verteidiger EC-KAC)