Erstes Doppelwochenende für Farmteam

Vor dem EC-KAC II liegt das erste Wochenende der Saison mit zwei Spielen: Die jungen Rotjacken empfangen den EHC Lustenau und den EC Salzburg II in Klagenfurt.

Foto: KAC/Buchwalder

 

Die Eckdaten:

Gleich zwei Mal tritt die AHL-Mannschaft des EC-KAC an diesem Wochenende vor eigenem Publikum an: Am Samstagnachmittag (Spielbeginn: 16.00 Uhr) gastiert der EHC Lustenau in der Stadthalle, am Sonntagnachmittag (Spielbeginn: 14.00 Uhr) folgt das Farmteam-Duell mit dem EC Salzburg II. Zu beiden Spielen haben Abonnenten kostenlosen Eintritt, Tageskarten sind im Online-Ticketshop des EC-KAC bzw. jeweils ab eine Stunde vor Spielbeginn an der Kassa am Haupteingang erhältlich.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC jagt in der Alps Hockey League weiterhin seinen ersten Saisonsieg, in den ersten zehn Runden galt es ebenso viele Niederlagen zu verdauen. Punktelos am Tabellenende durchleben die jungen Rotjacken eine entsprechend schwierige Phase, erst zehn Treffer stehen auf der Haben-Seite, defensiv musste man bereits 56 Gegentore hinnehmen. Zuletzt setzte es beim Mitfavoriten auf den Titel, Asiago Hockey, eine klare 1:9-Klatsche. Das lange angestrebte Erfolgserlebnis soll nun in den kommenden Tagen gelingen, sind mit Lustenau, Salzburg und Neumarkt/Egna bis nächsten Mittwoch doch gleich drei Teams aus dem unteren Tabellendrittel der AHL in Klagenfurt zu Gast.

Der Gegner am Samstag, der EHC Lustenau, performte bisher deutlich unter den Erwartungen, mit neun Punkten aus neun Partien liegen die Vorarlberger aktuell nur am 13. Platz des Rankings. Durchschnittlich 2,22 Treffer pro Spiel stellen den viertschwächsten Wert der Liga dar, zuletzt bewiesen die Sticker allerdings aufsteigende Form, wurden doch zwei der jüngsten drei Begegnungen gewonnen.

Einen Zähler hinter Lustenau liegt aktuell der EC Salzburg II, der nach einer zweiwöchigen Pause (das U20-Team spielte sechs Partien in Finnland, Anm.) am Mittwoch mit einem starken Shootout-Sieg gegen Cortina in die AHL „zurückkehrte“. Nach fünf Niederlagen am Stück zum Saisonstart siegten die Jungbullen in drei ihrer letzten vier Begegnungen, neben Cortina wurden jüngst auch Gherdëina und Bregenzerwald bezwungen.

 

Der Gegner:

Als erster Gegner kommt am Doppelwochenende der EHC Lustenau nach Klagenfurt. Die Sticker gehören quasi zum Inventar der zweithöchsten Spielklasse Österreichs, seit 2003 traten sie durchgehend in der Nationalliga, der INL und nun der AHL an. Im Vorjahr scheiterte Lustenau schon im Viertelfinale am HDD Jesenice, auch heuer verlor man bereits zwei Drittel der Begegnungen. 
Dieser durchwachsene Saisonstart kommt durchaus überraschend, haben sich die Vorarlberger im Sommer doch sehr prominent verstärkt: Mit Ex-NHL-Crack Yan Šťastný trägt einer der stärksten Spieler der gesamten Liga das Trikot des EHC, in der Abwehr konnte man den ehemaligen Rotjacken-Verteidiger Jason DeSantis verpflichten, im Tor vertraut man auf die Künste des Finnen Mikko Rämö, der sowohl in seiner Heimat als auch in Schweden in der höchsten Liga aktiv war. Auch am Österreicher-Sektor verstärkten sich die Sticker in der Off-Season gut: VSV-Leihgabe David Kreuter stieß ebenso zum Klub wie die etablierten Zweitliga-Spieler Philipp Koczera, Jürgen Tschernutter und Philip Putnik.

Am Sonntag stehen die jungen Rotjacken dem Farmteam des EC Salzburg gegenüber, dessen Kader als einziger in der Alps Hockey League ein noch niedrigeres Durchschnittsalter aufweist als jener des EC-KAC II. Die Jungbullen brachten im bisherigen Saisonverlauf 29 Spieler zum Einsatz, mehr als ein Drittel davon - nämlich zehn Cracks - stammen aus Deutschland. Mit Ilmari Karhapää und Victor Östling gehören dem Aufgebot zudem Imports aus Finnland und Schweden an.
Salzburg Aufschwung der letzten Wochen basierte vor allem auf einer massiven Verbesserung des Überzahlspiels, in den letzten vier Partien, von denen drei gewonnen wurden, gelangen nicht weniger als sieben Treffer bei numerischer Überlegenheit. Mit einer saisonalen Erfolgsquote von 22,5 Prozent verfügen die jungen Mozartstädter über das drittbeste Powerplay der AHL.

Begegnungen mit den Kontrahenten des bevorstehenden Wochenendes verliefen für die jungen Rotjacken im Vorjahr nicht gänzlich negativ: Gegen den EHC Lustenau verlor man zwar zu Hause (1:4) und auch auswärts (3:6), hielt aber jeweils gut mit. Duelle mit dem EC Salzburg (von denen es heuer sogar gleich sechs geben wird, Anm.) endeten mit einer 4:5-Niederlage nach Verlängerung in der Fremde sowie einem 2:1-Erfolg in der Stadthalle.

 

Die Personalien:

Die angespannte Personalsituation in der Kampfmannschaft hat auch Auswirkungen auf das aktuelle Aufgebot des Farmteams: Ramón Schnetzer, Philipp Kreuzer und Kevin Schettina sind derzeit im EBEL-Team und stehen am Wochenende nicht zur Verfügung, fraglich sind zudem die Einsätze von Michael Kernberger und Niki Kraus, die ebenfalls zwischen Profi- und Farmteam pendeln. Dafür ist der zuletzt angeschlagene Simon Hammerle wieder fit, verletzungsbedingt weiterhin nicht am Start ist Stammtorhüter Thomas Dechel.