Farmteam hat Blut geleckt

Nach dem jüngsten Auswärtssieg beim HC Neumarkt möchten die jungen Rotjacken am Mittwoch gegen Zell am See auch den ersten Heimsieg der laufenden AHL-Saison einfahren.

Foto: EK Zeller Eisbären

 

Die Eckdaten:

In der 23. Runde der Alps Hockey League empfängt der EC-KAC II am Mittwochabend (Spielbeginn: 19.30 Uhr) in der Stadthalle Klagenfurt den EK Zeller Eisbären. Eintrittskarten für dieses letzte vorweihnachtliche Heimspiel des rot-weißen Farmteams sind zum Einheitspreis von sechs Euro im Online-Ticketshop des EC-KAC sowie am Spieltag ab 18.30 Uhr an der Abendkassa erhältlich, EBEL-Abonnenten haben wie üblich kostenlosen Eintritt.

 

Die Ausgangssituation:

Stark ersatzgeschwächt (zehn Ausfälle, Anm.) konnte der EC-KAC II am vergangenen Spieltag auswärts gegen den HC Neumarkt endlich seinen lange ersehnten, ersten Saisonsieg einfahren. Auch wenn die jungen Rotjacken mit fünf Zählern nach wie vor abgeschlagen am Tabellenende der Alps Hockey League stehen, hat die Mannschaft von Ryan Foster und Patric Wener Blut geleckt und möchte dem ersten Auswärtserfolg auch gleich den Premierensieg vor heimischer Kulisse folgen lassen.

Der EK Zeller Eisbären liegt aktuell am zehnten Tabellenplatz, nach 24 von 44 absolvieren Partien trennen die Pinzgauer derzeit zwei Punkte von Rang acht, der die Play-Off-Qualifikation sicherstellen würde. Nach dem guten Saisonstart mit fünf Siegen in Folge zeigte die Formkurve der Eisbären eher nach unten, die beiden jüngsten Heimerfolge gegen Fassa und Kitzbühel waren aber die ersten „Back-to-Back“-Erfolge seit Ende September.

 

Der Gegner:

Zell am See verlor im Ranking nach dem starkem Saisonstart ab Ende September mehr und mehr an Boden, dies führte im November auch zum Tausch von zwei Legionären: An Stelle der Finnen Jussi Tapio und Teemu Laine holten die Pinzgauer den Tschechen Jan Kolar und den slowenischen Nationalspieler Gregor Koblar, der aus seinen drei EBEL-Saisonen bei Olimpija Ljubljana eine bekannte Größe darstellt. Die beiden Imports sollen Zells eher bescheidenes Output in der Offensive steigern, denn von den sieben in der Tabelle hinter den Eisbären platzierten Teams erzielten nur zwei (SHC Fassa und der EC-KAC II) pro Partie durchschnittlich weniger Treffer als die Salzburger. Das Legionärsquartett komplettieren der tschechische Altstar Petr Vala und der schwedische Verteidiger Fredrik Widén, beide sind aktuell die nach Scorerpunkten besten Cracks im Kader. Mit Martin Oraze, Fabian Scholz und Franz Wilfan stehen auch drei Spieler im EKZ-Aufgebot, die in der Vergangenheit den EC-KAC repräsentierten.

Auswärts gelang dem EK Zell am See in der laufenden Saison noch recht wenig, aus elf Partien resultieren lediglich drei Siege - und der letzte davon (2:1 in Neumarkt/Egna am 7. Oktober) liegt auch bereits rund zweieinhalb Monate zurück. Das erste Saisonduell mit den jungen Rotjacken konnten die Pinzgauer Mitte September auf heimischem Eis hauchdünn für sich entscheiden: Die Eisbären holten dabei zwei Mal einen Rückstand auf und siegten letztlich dank eines Vala-Treffers in der 57. Minute mit 4:3.

 

Die Personalien:

Die Reihen des rot-weißen Farmteams haben sich nach der U20-Weltmeisterschaft und der Rückkehr einiger zuletzt verletzter Stammkräfte in der Kampfmannschaft in dieser Woche ansehnlich gefüllt. So steht für die Heimpartie gegen Zell am See nahezu der komplette Kader zur Verfügung. Insgesamt dürften gleich sechs Cracks, die heuer bereits zu EBEL-Einsätzen kamen (Michael Kernberger, Niki Kraus, Philipp Kreuzer, Florian Kurath, Daniel Obersteiner, Kevin Schettina), im Lineup für diese AHL-Partie stehen.