Farmteam hofft auf die nächsten Punkte

Nach dem erstmaligen Punktgewinn im Heimspiel gegen den HC Neumarkt möchte der EC-KAC II im Auswärtsspiel in Kitzbühel erneut anschreiben.

Foto: Hockey24/7

 

Die Eckdaten:

Nach drei Heimspielen in Serie muss das Farmteam des EC-KAC in der 14. Runde der Alps Hockey League wieder auswärts antreten. Am Mittwochabend (Spielbeginn: 19.30 Uhr) gastiert der Tabellenletzte beim aktuellen Zwölftplatzierten, dem Kitzbüheler EC.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC bestritt fünf seiner jüngsten sechs Partien vor eigenem Publikum und konnte in der letzten davon, dem Heimspiel gegen den HC Neumarkt/Egna, endlich den ersten Punktgewinn der laufenden Saison verbuchen. Zwar unterlag man den Südtirolern nach einem Gegentreffer drei Sekunden vor dem Ende der Verlängerung mit 3:4, dennoch lieferte die junge Mannschaft eine Leistung ab, auf die sich - möglichst schon im Auswärtsspiel in Tirol - aufbauen lässt.

Der EC Kitzbühel geht auf Tabellenplatz zwölf liegend in das Duell mit dem EC-KAC II. Die Adler präsentierten sich in der zweiten Oktoberhälfte in guter Form: Auf einen klaren 5:2-Derbysieg gegen Zell am See folgte ein knappes 3:5 beim Titelmitfavoriten Asiago,  ehe man am vergangenen Samstag mit dem HC Pustertal eines der nominellen Spitzenteams der AHL mit 6:5 nach Verlängerung bezwingen konnte.

 

Der Gegner:

Der traditionsreiche Kitzbüheler EC gehörte 1965 (neben dem KAC, dem Wiener EV und dem Innsbrucker EV) zu den Gründungsmitgliedern der österreichischen Eishockey-Bundesliga. Seit 2014 sind die Tiroler wieder in der zweithöchsten Spielklasse aktiv, schafften sie es in der INL noch zwei Mal in Folge in die Play-Offs, so blieb ihnen die Teilnahme an der Post Season in der vergangenen ersten Spielzeit der Alps Hockey League doch deutlich verwehrt.

In der laufenden Saison rückte der KEC leistungsmäßig wieder deutlich näher an die Konkurrenz, in sieben der elf bisherigen Partien mit Kitzbüheler Beteiligung trennten die jeweiligen Kontrahenten am Ende nur ein oder zwei Treffer Differenz. Deutlich überdurchschnittlich präsentierten sich die Adler im Saisonverlauf in den Special Teams: Sowohl im Powerplay (23,3 Prozent) als auch im Penalty Killing (84,4 Prozent) rangiert man unter den fünf besten Mannschaften der Alps Hockey League.

Personell hat sich Kitzbühel, das im Vorjahr alle vier Saisonduelle mit dem rot-weißen Farmteam für sich entscheiden konnte (1:0 n.V. und 6:4 in Klagenfurt, 6:3 und 3:1 zu Hause), gegenüber der vergangenen Spielzeit maßgeblich verändert. Im Aufgebot des bestätigten Head Coaches Joe West finden sich heuer Spieler aus gleich neun Nationen, wenngleich Matic Jancar (Slowenien) und Peter Lenes (USA) als Eishockey-Österreicher gelten. Möglich ist die hohe Anzahl an Legionären aufgrund der im Regelwerk festgeschriebenen, reduzierten Punkteanzahl für U22-Imports, von denen der KEC gleich sechs unter Vertrag hat. Nicht unter diese Bestimmung fallen der schwedische Abwehrchef David Lidström und der ungarische Stürmer Ádám Fekti.
Am Österreicher-Sektor sticht beim KEC vor allem Henrik Hochfilzer hervor, der gegen den EC-KAC II sein (bewerbsübergreifend) bereits 250. Ligaspiel für Kitzbühel bestreiten wird. Verstärkt werden die Adler auch durch B-Lizenz-Spieler des HC Innsbruck aus der EBEL wie Fabian Nussbaumer, Andreas Huber, Dominique Saringer und Lukas Bär.

 

Die Personalien:

Der EC-KAC II muss in Kitzbühel auf Michael Kernberger, Ramón Schnetzer, Philipp Kreuzer und Kevin Schettina (alle aktuell im Aufgebot der Kampfmannschaft) ebenso verzichten wie auf Thomas Dechel, Moritz Greier, Simon Hammerle und Tommaso Topatigh (alle verletzt). Somit dürften in diesem Auswärtsspiel gleich fünf Cracks aus dem U18-Team der Rotjacken ins Lineup aufrücken: Neben den bereits bekannten Thimo Nickl, Fabian Hochegger und Valentin Ploner wäre ein Einsatz für Thomas Patterer (17) und Niklas Ofner (16) ihr jeweils erster in der Alps Hockey League.