Finalserie spitzt sich in Wien weiter zu

Beim Gleichstand von 2:2 treffen der EC-KAC und die Vienna Capitals am Montag in Wien im fünften Finalspiel der Erste Bank Eishockey Liga aufeinander.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Nach je zwei Siegen für beide Klubs schrumpfte die Finalserie der Erste Bank Eishockey Liga sprichwörtlich zu einem „Best-of-Three“-Duell. Dessen erste Begegnung geht am Ostermontag (Spielbeginn: 17.00 Uhr) wieder in Wien in Szene. Sowohl ServusTV als auch Sky Sport Austria übertragen im linearen TV und im Online-Videostream, zudem berichtet Radio Kärnten wieder mit zwei Kommentatoren live aus Wien.

 

Die Ausgangssituation:

Mit einem 3:2-Heimsieg (nach zwischenzeitlicher 3:0-Führung) konnte der EC-KAC am Samstagabend in der Finalserie erneut gleichziehen. Damit verteidigen die Rotjacken am Montag in Wien eine eindrucksvolle Serie: In jedem der sieben Fälle seit der Liga-Neugründung (2000), in denen Klagenfurt einen 1:2-Serienrückstand zum 2:2 ausglich, gewann Rot-Weiß in der Folge auch Spiel fünf.

Die Vienna Capitals, die nach wie vor die Mehrheit der Saisonduelle mit den Rotjacken, nämlich sechs von zehn, für sich entscheiden konnten, setzen im fünften Endspiel wieder auf ihre Heimstärke: Vier der fünf vor eigenem Publikum ausgetragenen Partien gegen den EC-KAC in der laufenden Spielzeit wurden gewonnen, lediglich im Januar siegten die Klagenfurter in Kagran nach Penaltyschießen. Der Sieger der Begegnung am Ostermontag geht in der Finalserie mit 3:2 in Führung und verfügt damit dann über zwei „Matchpucks“ auf den Titelgewinn 2019. Als entsprechend aussagekräftig erwies sich die fünfte Finalbegegnung in der Vergangenheit: Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 erlebte eine „Best-of-Seven“-Endspielserie zwölf Mal eine fünfte Partie, in neun dieser Fälle kürte sich jenes Team zum Champion, das diese fünfte Begegnung für sich entscheiden konnte.

 

Die Zahlen zum Spiel:

3 – Drei Kaderspieler der Rotjacken - mit Johannes Bischofberger, Marcel Witting und Niki Kraus allesamt Österreicher - beendeten kein einziges der bisher 13 Play-Off-Spiele der Rotjacken 2019 mit einer negativen Plus/Minus-Bilanz.

4 – In den ersten acht Saisonduellen mit dem EC-KAC dominierten die Vienna Capitals im Slot: In keiner dieser acht Begegnungen gaben die Klagenfurter mehr Torschüsse aus der heißen Zone ab als die Wiener, insgesamt sogar 34 weniger. Dieser Trend kehrte sich in der zweiten Hälfte der bisherigen Finalserie um, sowohl am Donnerstag (+1) als auch am Samstag (+4) kam Rot-Weiß auf mehr Shots aus der Slot Area.

13 – In der Klubgeschichte des EC-KAC stand es in „Best-of-Seven“-Serien bisher 13 Mal 2:2 unentschieden. Aus Rotjacken-Sicht wurden sechs dieser Serien gewonnen, sieben gingen verloren. In zehn von 13 Fällen folgte im weiteren Verlauf der Konfrontation zumindest noch ein weiterer Sieg für Klagenfurt.

15:34 – Am Samstag kam der EC-KAC zu neun Powerplay-Gelegenheiten mit einer Gesamtdauer von 15:34 Minuten. Nur in einem einzigen der zuvor 66 Saisonspiele, am 2. Dezember zu Hause gegen den HC Innsbruck (5:1), spielte Rot-Weiß noch länger mit einem Mann mehr (16:05 Minuten).

64,5 – Mittelstürmer Thomas Koch gewann in Finalspiel vier herausragende 64,5 Prozent seiner Faceoffs (20 von 31 Scheibenaufwürfen). Außerdem demonstrierte der Routinier einmal mehr die Präzision in seinem Spiel: Von 50 gespielten Pässen Kochs kamen 48 - also 96 Prozent - beim jeweiligen Mitspieler an.

 

Der Gegner:

Die Vienna Capitals mussten am Samstag nach der fünften Niederlage im siebten Play-Off-Auswärtsspiel den Serienausgleich zum 2:2 hinnehmen, verfügen im Finale aber nach wie vor über den Heimvorteil. In ihrer Klubgeschichte sahen sich die Wiener in einer „Best-of-Seven“-Serie bislang fünf Mal mit einem 2:2 konfrontiert, in vier dieser Fälle (allen außer dem Halbfinale 2011 gegen Salzburg) setzten sie sich letztlich auch durch.

In Spiel vier haderten die Capitals mit Schiedsrichterentscheidungen und zahlreichen gegen sie ausgesprochenen Strafzeiten, für die Rotjacken gab es gleich neun Powerplaygelegenheiten, von denen sie zwei auch in einen Torerfolg ummünzen konnten. Offensiv kamen die Wiener, denen bereits 260 Saisontore - Vereinsrekord - gelangen, im Verlauf der Finalserie noch nicht wie gewünscht zur Geltung, sie blieben in acht der zwölf komplett absolvierten Drittel ohne erzielten Treffer. Am Montag bauen die Hauptstädter jedoch wieder auf ihre Heimstärke, in der laufenden Post Season haben sie acht ihrer neun vor eigenem Publikum ausgetragenen Partien für sich entschieden und wurden lediglich ein einziges Mal (vom EC Salzburg und in der Verlängerung) bezwungen.

Auf den EC-KAC trafen die Vienna Capitals in Österreichs höchster Spielklasse bislang 125 Mal, mit 64 zu 61 Siegen spricht die historische Bilanz knapp für die Klagenfurter. Allerdings gab es im Verlauf der jüngsten 21 Begegnungen zwischen diesen beiden Teams nie zwei rot-weiße Erfolge hintereinander.

 

Die Personalien:

Der EC-KAC, weiterhin ohne Manuel Geier und Philipp Kreuzer, reiste am Samstag mit 24 Spielern in die Bundeshauptstadt, also einem kompletten Lineup und zwei zusätzlichen Cracks zur Absicherung. Die Rotjacken werden am Spieltag ein kurzes Morgentraining auf Wiener Eis absolvieren, für das Spiel am Montagnachmittag sind gegenüber dem Heimsieg vom Samstag keine personellen Änderungen vorgesehen.

 

Der Kommentar:

„Über diese Finalserie wurde doch schon so ziemlich alles gesagt, in allen Partien entschied ein einziger Treffer Differenz, enger geht’s nicht. Jetzt fahren wir wieder nach Wien, bildlich gesprochen streben wir dort einen Raubüberfall an: Wir werden alles geben, was nötig ist, uns aufopfern, um diesen Sieg in Spiel fünf zu stehlen. Es gibt nur ein Ziel, nämlich mit einem Erfolg zurück nach Klagenfurt zu kommen. Und jeder Spieler in unserem Kader ist gewillt, alles dafür zu tun.“ (Siim Liivik, Stürmer EC-KAC)