Gegen Salzburg im Duell um Platz drei

Im Auswärtsspiel beim EC Salzburg am Freitagabend hat der EC-KAC die erste Chance, sich den dritten Tabellenplatz nach dem Grunddurchgang und somit das Gegnerwahlrecht im Viertelfinale zu sichern.

Foto: GEPA/RedBull/Mandl

 

Die Eckdaten:

Am 53. und vorletzten Spieltag im Grunddurchgang der Erste Bank Eishockey Liga tritt der EC-KAC am Freitagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) auswärts beim EC Salzburg an. Diese Begegnung zwischen dem Tabellenvierten und -dritten wird von Sky Sport Austria live übertragen, zudem berichten der Ticker auf kac.at und das Eishockeymagazin von Radio Kärnten direkt aus der Arena.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC musste am Dienstagabend vor eigenem Publikum eine 1:4-Niederlage gegen die Vienna Capitals einstecken, nach acht absolvierten Partien in der Pick Round halten die Rotjacken damit bei vier Siegen und vier Niederlagen. Aufgrund der Ergebnisse in den Parallelspielen sicherten sich die Klagenfurter am Dienstag dennoch das Heimrecht für die ersten Play-Off-Runde. An den beiden verbleibenden Spieltagen der Zwischenrunde steht Rot-Weiß nun im direkten Duell mit dem EC Salzburg um Rang drei im Endklassement. Diesen kann sich der EC-KAC mit einem Sieg in Salzburg (egal, ob in regulärer Spielzeit, nach Verlängerung oder Penaltyschießen) oder alternativ auch am Sonntagabend mit einem Heimsieg über Fehérvár AV19 nach 60 Minuten sichern.

Der EC Salzburg sorgte Ende Februar für Schlagzeilen, als er erstmals seit über 14 Jahren die Zusammenarbeit mit seinem Head Coach während einer laufenden Saison beendete. Unter der Führung des zum Cheftrainer aufgerückten Andreas Brucker feierten die Bullen umgehend Auswärtssiege in Székesfehérvár (3:2) und Bolzano (4:3), am Dienstag mussten sie sich jedoch vor eigenem Publikum den Graz 99ers geschlagen geben (1:2). Für den aktuellen Vizemeister ist noch jede Abschlussplatzierung zwischen Rang drei und sechs möglich, den EC-KAC kann Salzburg jedoch nur noch mit fremder Hilfe überholen. Um Platz vier und damit das Heimrecht im Viertelfinale abzusichern, benötigen die Roten Bullen aus ihren beiden finalen Partien in der Pick Round (gegen Klagenfurt und in Wien) drei Punkte.

 

Die Zahlen zum Spiel:

3,23 – In Even Strength-Situationen erwies sich im bisherigen Saisonverlauf Nick Petersen als zuverlässigster Scorer der Rotjacken: Pro 60:00 Minuten Time-on-Ice bei gleicher Spieleranzahl produzierte er 3,23 Punkte, es folgen Matthew Neal (2,93) und Thomas Hundertpfund (2,27).

4 – Im Volksgarten hatten die Klagenfurter in den vergangenen Saisonen einen schweren Stand: In nur vier der jüngsten 39 Auswärtspartien in Salzburg setzte sich Rot-Weiß in regulärer Spielzeit durch, fünf weitere Erfolge gelangen nach Verlängerung oder Shootout, hingegen gleich 30 Mal ging man als Verlierer vom Eis. 

12 – Die Rotjacken haben drei der fünf Saisonduelle mit Salzburg gewonnen. Im Verlauf dieser fünf direkten Duelle erzielte der EC-KAC zwölf Treffer bei Even Strength, den Bullen gelangen in diesen Spielsituationen (im Umfang von insgesamt 246:40 Minuten) nur sechs Tore. 

14:33 – In sechs seiner bislang acht Partien in der Pick Round, allen außer den Auswärtsspielen in Wien und Graz, verfügte der EC-KAC über mehr Scheibenbesitz als sein Gegner. Insgesamt überstieg die Zeit mit eigener Puckkontrolle (227:41) jene der direkten Kontrahenten (213:08) um 14:33 Minuten.

38 – Die Rotjacken hatten in den vergangenen Wochen speziell in den Bereichen unmittelbar vor den Toren Probleme: In jedem der letzten sechs Spiele kamen sie auf weniger Torschüsse aus dem Slot als ihr jeweiliger Gegner. In diesem Zeitraum ließen die Klagenfurter 38 Slot Shots mehr zu als sie selbst abgaben.

131 – Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 trat der EC-KAC gegen keinen Klub häufiger an als gegen den EC Salzburg, obwohl dieser erst zur Saison 2004/05 in die EBEL kam. Von den bislang 131 Duellen gewannen die Rotjacken 59, die Bullen 72. Insgesamt fielen in diesen Begegnungen 814 Treffer, 378 davon für die Klagenfurter.

 

Der Gegner:

Der EC Salzburg durchlebte bisher eine eher wechselhafte Saison, dem Sturm ins Halbfinale der Champions Hockey League standen häufig durchwachsene Ergebnisse in der Liga gegenüber. Insgesamt haben die Bullen 28 ihrer 52 bisherigen EBEL-Partien gewonnen, die sich daraus ergebende Winning Percentage von 53,8 Prozent reiht sich im Vergleich unter Salzburgs 15 Spielzeiten in der höchsten Spielklasse nur auf Platz zwölf ein. Unverändert hochklassig präsentiert sich die Offensive des amtierenden Vizemeisters, der bereits 199 Saisontore erzielt hat und damit kurz davorsteht, zum siebten Mal in Folge die 200-Treffer-Marke zu durchbrechen. Die durchschnittlich 3,83 Tore pro Begegnung entsprechen einem höheren Wert als ihn die Mozartstädter in jeder ihrer jüngsten fünf Meistersaisonen erreichten.

Aktueller Topscorer des EC Salzburg ist wie schon in seinen vier vorherigen Saisonen beim Klub John Hughes, der bislang 60 Punkte (19 Tore, 41 Vorlagen) sammeln konnte. Insgesamt zeichnet die Bullen jedoch wie schon in den vergangenen Jahren ihr sehr tief besetzter Kader aus: Gleich elf Spieler - und damit mehr als bei jedem anderen Team der Liga - erzielten eine zweistellige Anzahl an Saisontreffern. In den Aufgeboten der vor ihnen platzierten Mannschaften stehen nur acht (Wien) bzw. sieben (Graz, Klagenfurt) Cracks, auf die dies zutrifft. Die Ausgeglichenheit in Salzburg Angriff zeigte sich auch in den fünf bisherigen Saisonduellen mit dem EC-KAC: Bei den insgesamt zehn erzielten Toren traten gleich 16 verschiedene Spieler als Schützen oder Assistenten in Erscheinung, als Topscorer erwies sich dabei Verteidiger Brent Regner (ein Treffer, drei Assists).

Das Aufeinandertreffen mit dem EC-KAC am Freitagabend ist das bereits 132. in Salzburgs Klubgeschichte, dabei dominierten die Mozartstädter insbesondere in den Grunddurchgängen. Die Rotjacken (aktuelle Saisonbilanz: 9:6 Punkte, 14:10 Tore) haben die Möglichkeit, das direkte Duell der Regular Season gegen Salzburg erstmals seit 2010/11 wieder für sich zu entscheiden.

 

Die Personalien:

Bei den Rotjacken kehrte Patrick Harand nach seiner Erkrankung wieder ins Training zurück, seinem Einsatz gegen seinen Ex-Klub Salzburg steht nichts im Wege. Definitiv fehlen wird weiterhin der langzeitverletzte Manuel Geier, auch Torhüter Lars Haugen wird die Reise in die Mozartstadt aufgrund einer Krankheit nicht antreten. Fraglich sind die Einsätze der angeschlagenen Stürmer Andrew Kozek und Thomas Hundertpfund, eine endgültige Entscheidung erfolgt in beiden Fällen erst nach dem Morning Skate am Spieltag. Zwischen den Pfosten steht beim EC-KAC in dieser Begegnung David Madlener, sein Backup wird Jakob Holzer sein.

 

Der Kommentar:

„Ich denke, das wird ein gutes Eishockeyspiel. Begegnungen mit Salzburg sind immer physisch intensiv, eisläuferisch von hoher Qualität und auch emotional. Die Partie wird ein Vorgeschmack auf die Play-Offs sein, denn in diesem Duell kann am Freitag schon die Entscheidung über den wichtigen dritten Tabellenplatz fallen. Wir möchten nach der schlechten Leistung am Dienstag wieder unser wahres Gesicht zeigen und freuen uns auf diese Begegnung.“ (Robin Gartner, Verteidiger EC-KAC)