Halbfinalserie wandert wieder nach Graz

Bereits am Dienstagabend kommt es in Graz-Liebenau zum dritten Aufeinandertreffen zwischen den 99ers und dem EC-KAC, die Rotjacken führen in der Halbfinalserie aktuell mit 2:0.

Foto: Graz 99ers/Krainbucher

 

Die Eckdaten:

Die Halbfinalserie zwischen dem EC-KAC und den Graz 99ers erlebt am Dienstagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) in Graz-Liebenau ihre Fortsetzung in Form des dritten Duells. ServusTV überträgt diese Begegnung als Online-Videostream auf servushockeynight.com live und kostenlos, daher entfällt der Ticker auf kac.at. Zudem sendet (ab 19.04 Uhr) auch Radio Kärnten im Rahmen des Kärntner Eishockeymagazins direkt aus der Halle.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC konnte am Sonntagabend seinen sechsten Sieg im siebten Spiel der laufenden Play-Offs einfahren, auf den 1:0-Auswärtssieg in Graz in der zweiten Verlängerung am Freitag folgte ein 3:2-Heimerfolg in der ersten Overtime. Damit liegen die Rotjacken in der Halbfinalserie gegen den zukünftigen CHL-Starter aus Graz mit 2:0 voran. Spiel drei steigt nun wieder in der Steiermark, wo die Klagenfurter bei ihren beiden jüngsten Auftritten jeweils ohne Gegentreffer blieben. In der Fremde bewies die Mannschaft von Petri Matikainen und Jarno Mensonen in den vergangenen Wochen gute Form, elf der letzten 15 Auswärtsspiele wurden gewonnen.

Die Graz 99ers haben vier ihrer bislang acht Play-Off-Partien gewonnen und damit heuer bereits mehr Post Season-Siege eingefahren als jemals zuvor in ihrer Erstligageschichte. Gegen den EC-KAC mussten die Steirer nach fünf Siegen in den ersten fünf Saisonduellen zuletzt drei Mal hintereinander die Segel streichen, auf eigenem Eis gelang ihnen gegen die Rotjacken seit 165:22 Spielminuten kein Treffer mehr. Insgesamt zeichnete die 99ers in der bisherigen Spielzeit jedoch eine eindrucksvolle Heimstärke aus: Nur in einer der vergangenen 18 Saisonen, 2009/10, gewann Graz vor eigenem Publikum mehr Partien und erzielte mehr Tore als heuer (71,0 Prozent Winning Percentage und 3,77 Treffer pro Spiel).

 

Die Zahlen zum Spiel:

2 – Der EC-KAC hat seit dem Halbfinale gegen den EC VSV im Jahr 2002 jede der neun ausgetragenen Play-Off-Serien, in denen er in Siegen mit 2:0 voran lag, auch für sich entschieden.

3 – Der EC-KAC hielt das statistisch betrachtet stärkste Powerplay der EBEL, jenes der Graz 99ers, in acht Saisonduellen bei drei Treffern und einer Effizienz von nur 9,7 Prozent. Die Rotjacken überstanden jedes der letzten 18 Überzahlspiele der Steirer, die sich über insgesamt 34:23 Minuten erstreckten, unbeschadet.

10 – Die Rotjacken erwiesen sich in den vergangenen Wochen und Monaten als wahre Spezialisten für positiv abgeschlossene Verlängerungen: Die Klagenfurter gewannen jedes ihrer jüngsten zehn Spiele, das nach regulärer Spielzeit unentschieden stand, die letzte Overtime-Niederlage für Rot-Weiß datiert vom 30. Oktober (1:2 n.V. zu Hause gegen Fehérvár AV19).

18 – Die Rotjacken gaben in der bisherigen Halbfinalserie 18 Torschüsse in 12:40 Powerplay-Minuten ab (1,42 Schüsse pro 60 Sekunden numerischem Vorteil) und schafften es gleichzeitig, das starke Überzahlspiel der 99ers bei 10 Schüssen in 16:24 Minuten mit einem Mann mehr (0,61) zu halten.

20 – Die Ausgeglichenheit der bisherigen Halbfinalserie spiegelt sich auch im Scheibenbesitz wider: Nach 161:38 absolvierten Minuten unterscheiden hinsichtlich der Puck Possesion nur 20 Sekunden die beiden Teams (EC-KAC 72:54 Minuten, Graz 99ers 72:34).

34 – Als schussfreudigster Spieler in den bisherigen Play-Offs erwies sich bei den Rotjacken Andrew Kozek, der Kanadier feuerte 34 Mal auf das gegnerische Gehäuse. Ihm folgen in der teaminternen Wertung Adam Comrie (31) und Mitch Wahl (29).

 

Der Gegner:

Die Graz 99ers bestritten am Sonntag in Klagenfurt ihr 62. Saisonspiel und stellten damit einen neuen Vereinsrekord auf, auch 41 bislang eingefahrene Siege sind ein historischer Bestwert für den Klub. Im Halbfinale gegen den EC-KAC liegen die Steirer nun jedoch mit 0:2 im Hintertreffen: Mit einem solchen Serienstand sahen sich die 99ers in ihrer Geschichte bislang sechs Mal konfrontiert, in jedem dieser Fälle schieden sie in der Folge auch aus (ein Mal mit 1:4, zwei Mal mit 0:4, drei Mal mit 0:3). Schwierigkeiten bereitete dem Team von Doug Mason und Jens Gustafsson in der bisherigen Semifinalserie das konsequente Defensivspiel der Rotjacken, den Klagenfurtern gelang es gut, die über weite Strecken der Spielzeit überragende Offensive der 99ers in ihrer Entfaltung einzudämmen.

Am Sonntag gaben sämtliche 17 eingesetzten Feldspieler der Grazer zumindest einen Torschuss ab, KAC-Goalie Lars Haugen bezwingen konnten jedoch nur abgefälschte Versuche von Kevin Moderer und Colton Yellow Horn. Somit resultierten in der bisherigen Halbfinalserie aus 190 kontrollierten Eintritten in die Offensivzone nur zwei Treffer der Steirer. Als besonders auffällig präsentierte sich zuletzt die Formation mit Kevin Moderer, Lukas Kainz und Dominik Grafenthin, die am Sonntag insgesamt 10:36 Minuten lang in dieser Konstellation am Eis stand und dabei mehrere gefährliche Möglichkeiten kreierte.

Historisch betrachtet stehen sich die Graz 99ers und der EC-KAC am Dienstag zum 124. Mal gegenüber, exakt zwei Drittel der bisherigen Begegnungen, also 82 Partien, gingen an Rot-Weiß. In den Play-Offs duellierten sich die beiden Klubs bislang 13 Mal, zwölf dieser Spiele konnten die Klagenfurter für sich entscheiden.

 

Die Personalien:

Aktuell ist davon auszugehen, dass der EC-KAC im dritten Halbfinalspiel auf ein gegenüber dem zweiten Duell unverändertes Lineup setzten wird. Während Manuel Geier in der laufenden Saison mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr zum Einsatz kommen wird können, haben die verletzten Marco Richter und Johannes Bischofberger zuletzt wieder ersten Eiskontakt aufgenommen. Für den gebürtigen Wiener ist nach seiner Operation eine mögliche Rückkehr in den Spielbetrieb allerdings noch einige Zeit entfernt, im Heilungsverlauf weiter fortgeschritten ist der Vorarlberger, der sogar noch zu einem späteren Zeitpunkt in der Halbfinalserie sein Comeback geben könnte.

 

Der Kommentar:

„Unsere beiden ersten Spiele gegen Graz in dieser Serie waren gut. Wir haben für diese Play-Offs als Mannschaft einen Plan, wie wir erfolgreiches Eishockey spielen können, diesen haben wir gegen Bolzano und nun auch gegen Graz umgesetzt. Unser Team ist hungrig, jeder Spieler, und ich denke, das ist auch von außen ersichtlich. In Graz erwartet uns wieder eine spielstarke Mannschaft, ein harter Gegner. Für uns geht es darum, fokussiert und konzentriert zu sein, unsere individuellen Aufgaben im Sinne des Kollektivs präzise umzusetzen: Gute Bewegungen, genaues Positionsspiel, Konsequenz in der eigenen Zone, Einhalten der Abstände.“ (Matthew Neal, Stürmer EC-KAC)