Im ersten Spiel nach dem Break gegen Zagreb

Nach der Länderspielpause nimmt am Mittwoch die Erste Bank Eishockey Liga ihren Spielbetrieb wieder auf, die Rotjacken empfangen dabei Medveščak Zagreb in Klagenfurt.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Der 49. Spieltag in der Erste Bank Eishockey Liga, mit dem gleichzeitig die erste Hälfte der Pick Round abgeschlossen wird, bringt für den EC-KAC am Mittwochabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) das Heimspiel gegen Medveščak Zagreb. Für diese Begegnung sind Tickets noch in sämtlichen Kategorien erhältlich, diese können im Online-Ticketshop des EC-KAC, an den bekannten Vorverkaufsstellen oder am Spieltag ab 17.45 Uhr an der Abendkassa bezogen werden. Diese Begegnung wird nicht im TV übertragen, über den Verlauf der Partie informieren Radio Kärnten (ab 20.03 Uhr) sowie der Live-Ticker auf kac.at.

 

Die Ausgangssituation:

Seitdem der EC-KAC am 14. Januar mit einem Auswärtssieg bei Fehérvár AV19 die Teilnahme an den Play-Offs sicherstellen konnte, gingen sämtliche acht Ligaspiele verloren, vor der Länderspielpause endeten auch die vier zur Pick Round zählenden Partien mit Verlusten für Rot-Weiß. Damit sind die Klagenfurter ans Ende der Tabelle der oberen Gruppe der Zwischenrunde abgerutscht, allerdings trennt sie aktuell nur ein einziger Zähler von Rang vier, der letztlich das Heimreicht im Viertelfinale bedeuten würde. Gegen Medveščak Zagreb verlor der EC-KAC jüngst beide „Back-to-Back“-Begegnungen rund um den Jahreswechsel, auf ein 2:3 in Kroatien folgte am Neujahrstag ein 3:4 nach Verlängerung in der Stadthalle.

Die Bären haben seit dem letzten Aufeinandertreffen mit den Rotjacken mehr Partien verloren (acht) als gewonnen (sechs), konnten sich am finalen Spieltag der ersten Grunddurchgangsphase mit einem Sieg in Znojmo aber trotzdem für die Pick Round qualifizieren. In dieser holten die Kroaten bislang einen 5:3-Sieg in Innsbruck, dem drei Niederlagen (0:5 in Wien und jeweils 2:3 gegen Linz und Salzburg) gegenüberstehen. In der Fremde bewies die Mannschaft von Head Coach Doug Bradley zuletzt deutlich ansteigende Form und gewann drei ihrer jüngsten vier Begegnungen. Von den sechs Teams in der oberen Gruppe der Zwischenrunde kassierte im bisherigen Saisonverlauf keine Mannschaft mehr Gegentreffer als Medveščak Zagreb (3,19 pro Spiel).

 

Die Zahlen zum Spiel:

2 – Aus den vier bisherigen Saisonduellen mit den Kroaten ging von allen eingesetzten Rotjacken-Cracks Ramón Schnetzer mit der besten Plus/Minus-Bilanz hervor, der Verteidiger kam auf ein Rating von +2. Einen positiven Wert können außer ihm nur Christoph Duller, Julian Talbot und Jamie Lundmark (jeweils +1) vorweisen.

6 – Der punktebeste Spieler von Medveščak Zagreb in den vier Begegnungen mit dem EC-KAC in der Spielzeit, Samson Mahbod, sammelte sechs Zähler, kann diesen Wert jedoch nicht mehr steigern: Der kanadische Angreifer wechselte Ende Januar zum HC Vítkovice nach Tschechien und wurde bei den Bären durch den Finnen Mikko Lehtonen ersetzt.

7 – Seit einem 4:5-Verlust am 24. Januar 2012 hat der EC-KAC in jedem der letzten sieben Heimspiele gegen Zagreb gepunktet. Aus diesem Zeitraum stehen 15:6 Zähler und 24:15 Tore zu Buche.

25 – In Duellen zwischen Klagenfurt und Zagreb in der laufenden Saison war das Powerplay kein entscheidender Faktor: Beide Teams kamen im Verlauf der vier Partien auf gemeinsam 25 Überzahlmöglichkeiten, nur eine einzige davon wurde genutzt: Garrett Noonan traf in der dritten Konfrontation des Spieljahres bei doppelter numerischer Überlegenheit für die Bären. 

32 – Mit 32 Punkten, resultierend aus 14 Toren und 18 Assists, ist Johannes Bischofberger nach wie vor der teaminterne Topscorer der Rotjacken. Allerdings ging der flinke Flügelstürmer zuletzt ebenso oft leer aus wie seine Mannschaft, nämlich in acht Partien in Folge.

49 – Julian Talbot ist für das Spiel gegen Zagreb gesperrt und verpasst somit erstmals in der laufenden Spielzeit eine EBEL-Partie. Damit verkleinert sich der Kreis der Kaderspieler, die in sämtlichen (dann) 49 Begegnungen zum Einsatz kamen, auf vier: Manuel Ganahl, Stefan Geier, Marco Richter und Marco Brucker.

 

Der Gegner:

Jahr eins nach der Rückkehr aus der KHL in die EBEL kann für Medveščak Zagreb bislang durchaus als erfolgreiches bewertet werden, mit der Qualifikation für die Pick Round wurde das erste Saisonziel erreicht. Allerdings verlief die Saison der Bären nicht friktionsfrei: Neun Niederlagen am Stück unmittelbar vor Weihnachten kosteten Head Coach Connor Cameron den Job, unmittelbar nach seiner Freistellung gelangen bei neun Auftritten bis Mitte Januar sieben Siege. Seither ging die Konstanz der Kroaten jedoch etwas verloren, speziell das 2:3 gegen den EC Salzburg am letzten Spieltag vor dem International Break dürfte dem Team von Doug Bradley doch recht schwer im Magen liegen, hatte man in dieser Partie doch bis zur 58. Minute mit 2:0 geführt.

Mit Tyler Morley steht einer der punktebesten Spieler der Erste Bank Eishockey Liga in Zagreb unter Vertrag, seine bislang gesammelten 60 Zähler werden nur von Rafael Rotter (61) knapp überboten. Zuletzt kämpfte der Kanadier jedoch etwas mit seiner Form, bei sechs der jüngsten neun Einsätze ging er leer aus. Bester Torjäger im Team der Bären (und viertbester in der gesamten Liga) ist der Norweger Sondre Olden, auf dessen Konto bereits 25 Saisontreffer gehen. Zudem ist der Angreifer, der etwas überraschend nicht für die Olympischen Winterspiele berücksichtigt wurde, mit einer Bilanz von +30 der aktuell beste Plus/Minus-Spieler in der EBEL. Zwischen den Pfosten ist Kevin Carr Zagrebs nominelle Nummer eins, er könnte im fünften Saisonduell zwischen den Rotjacken und den Bären zum bereits vierten Goalie avancieren, den Medveščak einsetzt. Ihre beiden jüngsten Siege gegen den EC-KAC fuhren die Kroaten allerdings mit Nationaltorhüter Vilim Rosandić ein, der 93,2 Prozent der von den Klagenfurtern auf ihn abgegebenen Schüsse parieren konnte.

Im Rahmen der EBEL begegneten sich Zagreb und Klagenfurt historisch betrachtet meist auf Augenhöhe, von den bislang 38 ausgetragenen Duellen gingen 20 an Rot-Weiß, 18 an Blau-Weiß. Auch hinsichtlich erzielter Treffer fällt der KAC-Vorsprung mit 114 zu 110 nur sehr knapp aus.

 

Die Personalien:

Der EC-KAC muss im Heimspiel gegen Medveščak auf Verteidiger Mitja Robar, der mit Slowenien an den Olympischen Spielen teilnimmt, und den gesperrten Stürmer Julian Talbot verzichten. Alle übrigen Kaderspieler stehen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Verfügung: Andrew Kozek kehrt nach seiner Verletzung ins Lineup zurück. Auch bei Thomas Hundertpfund zeichnet sich ein Comeback ab, voraussichtlich rückt er vorerst als zusätzlicher Stürmer ins Aufgebot. Bei Neuzugang Nick St. Pierre wurden seitens des EC-KAC alle bürokratischen Anforderungen rechtzeitig erfüllt, ausständig ist lediglich noch die Arbeitsgenehmigung, die am Spieltag eintreffen sollte.

 

Der Kommentar:

„Ich denke, dass die Spielpause für uns wichtig war, um die Köpfe freizubekommen. Nach einigen intensiven Trainingstagen haben wir wieder gut in den Rhythmus gefunden, unsere Reihen füllen sich und wir sind bereit dafür, den Abwärtstrend der letzten Wochen zu stoppen und umzukehren. Gegen Zagreb haben wir in den bisherigen vier Begegnungen heuer insgesamt zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht, nun trennen uns noch sechs Partien vom Start in die Play-Offs und dementsprechend ist es eine unser vordergründigen Aufgaben, unsere Kaltschnäuzigkeit im Abschluss wiederzufinden.“ (Marco Richter, Stürmer EC-KAC)