KAC gastiert beim Meister

Zwei Tage nach der Heimniederlage gegen Graz zum Ligastart treten die Rotjacken morgen Sonntag auswärts beim amtierenden Champion Wien an.

 KAC gastiert beim Meister

 

Die Eckdaten:

Spieltag zwei der EBEL-Saison 2017/18 bringt die Neuauflage des letztjährigen Finalduells zwischen den Vienna Capitals und dem EC-KAC. Die in der Albert Schultz-Halle in Wien ausgetragene Begegnung beginnt am Sonntagabend um 17.45 Uhr und wird live von ServusTV übertragen. Auch Radio Kärnten berichtet im Rahmen des Kärntner Eishockeymagazins (ab 18.03 Uhr) direkt aus der Bundeshauptstadt. Unmittelbar vor Spielbeginn findet die Zeremonie der Vienna Capitals zur Enthüllung ihres Meisterbanners aus der vergangenen Spielzeit statt.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC startete am Freitag mit einer 2:4-Heimniederlage gegen die Graz 99ers in die neue Spielzeit der EBEL. Dabei ließen sich die Rotjacken über weite Strecken der Begegnung zu stark auf die Spielweise des Gegners ein, sodass sie am Ende ohne zählbaren Erfolg dastanden. In Runde zwei müssen die Klagenfurter nun auswärts gegen Meister und Tabellenführer Wien antreten, wo man im Rahmen der letztjährigen Finalserie zwei Mal (1:4, 5:7) unterlag. Im Verlauf der Geschichte war die Albert Schultz-Halle für Rot-Weiß jedoch ein recht gutes Pflaster, gewann man doch knapp mehr als die Hälfte (28 von 55, Anm.) der Auswärtsspiele gegen die Capitals seit 2001.

Die Vienna Capitals blieben in ihren drei Pre-Season-Partien in regulärer Spielzeit unbesiegt, verloren danach in der Champions Hockey League jedoch drei ihrer vier bisherigen Gruppenspiele. Der Auftakt in die neue EBEL-Saison verlief für den Titelverteidiger am Freitag sehr verheißungsvoll: Das Road Game gegen Fehérvár AV19 dominierten die Wiener mit 51:20 Torschüssen eindrucksvoll, am Ende setzten sie sich klar mit 9:1 durch. Damit liegt die Mannschaft von Head Coach Serge Aubin nach dem ersten Spieltag der neuen Spielzeit dort, wo sie den Großteil der vergangenen Saison auch verbracht hatte: An der Spitze der Erste Bank Eishockey Liga.

 

Die Zahlen zum Spiel:

5 – Den Vienna Capitals gelangen bei ihrem EBEL-Auftaktspiel am Freitagabend in Székesfehérvár gleich fünf Powerplaytore. Damit trafen die Wiener in dieser Begegnung bei numerischer Überlegenheit gleich oft wie in den letzten sieben (Play-Off-)Spielen der vergangenen Saison zusammen.

9 – Nach saisonübergreifend neun EBEL-Spielen, in denen der EC-KAC mit David Madlener zwischen den Pfosten startete, kommt im Auswärtsspiel in Wien Tomáš Duba zum Einsatz. Er bestritt im Vorjahr, seinem ersten in der Liga, fünf Partien gegen die Capitals (mit im Schnitt 3,06 Gegentoren und 90,7 Prozent abgewehrten Schüssen).

28 – Im Season Opener gegen Graz kamen bei den Rotjacken alle 20 aufgebotenen Feldspieler zu Eiszeit. Die größten Spielanteile erhielt Neuzugang Richie Regehr, dessen 28 Shifts sich über insgesamt 25:28 Minuten erstreckten.

28 – Seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 konnte der EC-KAC 50,9 Prozent seiner Auswärtsspiele in Wien gewinnen, insgesamt gelangen 28 Erfolge. Häufiger verließ der Rekordmeister nur Graz (34 Mal) und Villach (30 Mal) als Sieger.

110 – Der EC-KAC und die Vienna Capitals stehen sich am Sonntag zum 110. Mal seit dem Einstieg der Wiener in die höchste Spielklasse (im Jahr 2001) gegenüber. Die historische Bilanz weist 58 rot-weiße Siege und 51 gelb-schwarze Erfolge aus, auch die Tordifferenz von 352 zu 347 spricht knapp für die Kärntner.

 

Der Gegner:

Die Vienna Capitals gingen am Freitag als Titelverteidiger in die neue Saison der Erste Bank Eishockey Liga, im April sicherten sich die Wiener zum krönenden Abschluss einer grandiosen Spielzeit mit 51 Siegen in 66 Partien das zweite Championat ihrer Klubgeschichte. Im Sommer gelang es dem Management, den Großteil des meisterlichen Kaders beisammenzuhalten, sodass es nur zu drei Änderungen im Aufgebot kam: In der Abwehr sollte Kyle Klubertanz Collin Bowman anstandslos ersetzen können, schwerer wiegt wohl der Abgang von Kapitän Jonathan Ferland, der mit der Verpflichtung von DEL-Stürmer Jérôme Samson kompensiert wurde. Die dritte Neuerung im Wiener Personalstand betrifft die Backup-Position, auf der man David Kickert ziehen lassen musste, sodass hinter Starter J.-P. Lamoureux nur ein Trio an Juniorengoalies zur Verfügung steht.

Die begründeten Prognosen, dass der Weg zum EBEL-Titel auch 2018 nur über die Vienna Capitals führt, unterstrich der erste Spieltag am Freitag, als die Wiener den ungarischen Vertreter Fehérvár AV19 in dessen eigener Halle regelrecht demolierten und mit einem 9:1-Kantersieg im Gepäck die Heimreise antraten. Ein Drittel der Caps-Treffer in dieser Begegnung ging auf das Konto des letztjährigen Liga-MVPs Riley Holzapfel. Besonders gefährlich agierte der Meister in seinem Auftaktspiel auch bei numerischer Überlegenheit, gleich fünf von acht Powerplays wurden in einen Torerfolg umgemünzt.

In der vergangenen Saison standen sich der EC-KAC und die Vienna Capitals in insgesamt zehn Partien gegenüber, meist begegnete man sich dabei auf Augenhöhe: In acht der Duelle trennten die beiden Teams am Ende nur ein oder zwei Treffer. Als Sieger standen in sieben von zehn Fällen aber die Wiener da, die in den letzten Jahren insbesondere auf Klagenfurter Eis sehr erfolgreich agierten.

 

Die Personalien:

Bei den Rotjacken ergeben sich gegenüber dem Heimspiel gegen Graz vom Freitag voraussichtlich keine Veränderungen im Aufgebot, Manuel Geier und Jamie Lundmark fehlen weiterhin. Im Tor spielt der EC-KAC gegen die Capitals mit Tomáš Duba, der damit seinen ersten EBEL-Start seit 17. März erhält.

 

Der Kommentar:

„Freitag war ein Abend, an dem wenig so gelaufen ist, wie wir uns das vorgestellt hatten. Es gilt, dass wir daraus unsere Lehren und die richtigen Rückschlüsse hinsichtlich unseres Spielsystems ziehen. Jetzt geht’s zu den Capitals, die uns letztes Jahr im Finale geschlagen haben und zum Start ins neue Jahr gleich einen Kantersieg feiern konnten, das ist eine Partie, die natürlich sehr viel Brisanz aufweist.“ (Manuel Ganahl, Stürmer EC-KAC)