KAC will gegen Salzburg zurückschlagen

Nach der knappen 2:3-Auswärtsniederlage gegen die Bullen am vergangenen Wochenende wollen die Rotjacken im „Rückspiel“ vor heimischer Kulisse drei Zähler einfahren.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Am 28. Spieltag der Erste Bank Eishockey Liga empfängt der EC-KAC am Freitagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) seinen Tabellennachbarn EC Salzburg in der Stadthalle Klagenfurt. Für dieses Spitzenspiel sind Tickets noch in sämtlichen Kategorien erhältlich: An den bekannten Vorverkaufsstellen, durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC oder am Spieltag ab 17.45 Uhr an der Abendkassa. Sky Sport Austria überträgt diese Begegnung (ab 19.00 Uhr) live, Radio Kärnten berichtet ebenso direkt aus der Spielstätte wie der Live-Ticker auf kac.at. 

 

Die Ausgangssituation:

Zum ersten Mal seit Mitte Oktober und zum insgesamt erst dritten Mal in dieser Spielzeit musste der EC-KAC am vergangenen Wochenende zwei Niederlagen hintereinander hinnehmen. Sowohl beim EHC Linz (2:4) als auch beim EC Salzburg (2:3) unterlagen die Rotjacken knapp, damit verloren sie ihren zweiten Tabellenplatz wieder an die (punktegleichen) Black Wings. Vor eigenem Publikum holte Rot-Weiß zuletzt drei Siege am Stück (mit 11:1 Toren), der letzte Verlust datiert vom 5. November, als der freitägige Gegner Salzburg die Stadthalle als 3:0-Gewinner verließ.

Mit elf Siegen aus den letzten 15 Runden schob sich der EC Salzburg wieder in das obere Tabellendrittel, aktuell liegt der sechsfache EBEL-Champion einen Rang und sieben Zähler hinter den Rotjacken auf Platz vier. Die gleiche Position nehmen die Bullen auch in der Auswärtstabelle ein, in der Fremde haben nur Wien und Klagenfurt mehr Treffer pro Partie erzielt als das Team von Head Coach Greg Poss. Für das vierte Saisonduell mit dem EC-KAC erwartet Salzburg die Rückkehr von Verteidiger Matt Generous in den Kader, auch der ehemalige Rotjacken-Stürmer Raphael Herburger, der in der ersten Saisonbegegnung auf Klagenfurter Eis mit seinem bislang einzigen Treffer in diesem Spieljahr für das Game Winning Goal verantwortlich zeichnete, dürfte wieder mit an Bord sein.

 

Die Zahlen zum Spiel:

1,54 – Der EC-KAC ist das defensivstärkste Team der EBEL in Heimspielen: 20 kassierte Tore in bislang 13 Partien in der Stadthalle ergeben einen herausragenden Schnitt von 1,54 Gegentreffern. Ligaweit kommt nur der überlegene Leader Wien (1,79) auf einen Wert unter 2,35.

8:27 – Mit Jamie Lundmark kehrt ein sehr wichtiger Baustein des Powerplays der Rotjacken zurück ins Team. Der letztjährige Topscorer gibt bei numerischer Überlegenheit die meisten Torschüsse aller KAC-Spieler ab (0,67 pro Powerplayminute), mit ihm am Eis mündet eine Überzahl nach durchschnittlich 8:27 Minuten in einem Torerfolg (Bestwert im Kader, Anm.)

10 – Mit zehn Punkten (fünf Tore, fünf Assists) ist Manuel Ganahl der aktuell beste Scorer der Klagenfurter in Heimspielen. Ihm folgen Johannes Bischofberger (ein Treffer, neun Vorlagen) und Thomas Koch, der mit sechs Treffern bester KAC-Torschütze vor eigenem Publikum ist. 

11:54 – In Situationen gleicher Spieleranzahl am Eis ist Johannes Bischofberger der gefährlichste Akteur des EC-KAC: Durchschnittlich erzielen die Rotjacken pro 11:54 Even Strength-Minuten, in denen der flinke Flügelspieler am Eis steht, einen Treffer.

17,6 – Obwohl die Klagenfurter ihr letztes Heim- und ihr jüngstes Auswärtsspiel gegen Salzburg verloren haben, gelang es, die so spielstarken Bullen in Situationen gleicher Spieleranzahl am Eis in ihren Handlungsspielräumen sehr gut einzuschränken. Die Quote von zugelassenen Even Strength-Torschüssen pro 60 Minuten lag in diesen beiden Partien bei nur 17,6 (Saisondurchschnitt: 24,1). 

75,4 – Julian Talbot ist der treffsicherste Spieler im Kader der Rotjacken: Von seinen 57 Torschussversuchen in der EBEL-Saison 2017/18 gingen 43 auch tatsächlich auf das Tor, was einer Quote von 75,4 Prozent entspricht. Der Durchschnittswert aller anderen bislang eingesetzten Cracks des EC-KAC liegt bei 57,6 Prozent.

160 – Das jüngste Auswärtsspiel in Salzburg am vergangenen Sonntag war das erste seit dem Kärntner Derby am 28. Dezember 2013, das Martin Schumnig aus gesundheitlichen Gründen verpasst hat. Er stand davor in 160 Partien hintereinander zur Verfügung, fehlte lediglich während der 14 Begegnungen im Januar/Februar 2015, als er vorübergehend aus dem Kader genommen wurde.

 

Der Gegner:

Der EC Salzburg startete eher durchwachsen in die EBEL-Spielzeit 2017/18, im Verlauf der ersten zwölf Runden gelangen nur vier Siege. Nachjustierungen im Kader waren die mittelbare Folge davon, in jedem Monat der bisherigen Saison nahm man einen neuen Importspieler unter Vertrag: Im September Stürmer Peter Mueller, im Oktober Rückkehrer Rob Schremp und im November Verteidiger Martin Štajnoch. Dem Aufgebot der Bullen nicht mehr angehören der abgegebene Alex Aleardi, der im ersten Saisonduell mit dem EC-KAC noch drei Scorerpunkte gesammelt hatte, sowie der gebürtige Klagenfurter Daniel Welser, der seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden musste. Aktuell im Rahmen der Punkte- und Kaderregel ebenfalls nicht im aktiven Roster steht Klublegende Manuel Latusa, der verletzt ist.

Als besonders effektiv erwies sich Salzburg in den vergangenen Wochen im Spiel bei numerischer Überlegenheit: In sieben der acht jüngsten Partien konnte man im Powerplay anschreiben, die Erfolgsquote lag in diesem Zeitraum bei starken 32,3 Prozent (zehn Treffer aus 31 Überzahlsituationen). Wie überhaupt die Vorzüge der Bullen eher im offensiven Bereich liegen: In nur vier der letzten 20 Begegnungen gab der jeweilige Gegner mehr Torschüsse ab als die Mozartstädter selbst. Zudem hat heuer bislang nur der EHC Linz (94) mehr Treffer erzielt als der EC Salzburg (90).

Aus Auswärtsspielen in Klagenfurt hat der sechsfache EBEL-Champion in der jüngeren Vergangenheit eine sehr positive Bilanz vorzuweisen: Die beiden Niederlagen in den Spielen vier und sechs der letztjährigen Halbfinalserie waren für Salzburg die ersten „Back-to-Back“-Verluste in der Stadthalle seit dem Jahr 2012. Seit dem letzten KAC-Meistertitel (2013) gingen für die Rotjacken 13 von 18 Heimspielen gegen die Bullen verloren.

 

Die Personalien:

Bei den Rotjacken hat sich die Personalsituation im Verlauf der Woche deutlich entspannt, die zuletzt erkrankten Martin Schumnig und Thomas Koch, die beide kurzfristig das Auswärtsspiel in Salzburg am vergangenen Sonntag verpasst hatten, kehrten wieder gesundet ins Mannschaftstraining zurück, auch Jamie Lundmark, der aufgrund einer Unterkörperverletzung vier Spiele zusehen musste, steht wieder zur Verfügung. Somit fehlen den Rotjacken in diesem Heimspiel nur noch Richie Regehr in der Abwehr und Matthew Neal im Angriff.

 

Der Kommentar:

„Jetzt startet die intensivste Phase der bisherigen Saison, in den kommenden drei Wochen wird sich in Anbetracht der vielen Spiele schon eine Vorentscheidung darüber ergeben, wer sich vorzeitig für die Platzierungsrunde und damit die Play-Offs qualifiziert. Ich denke, dass wir uns eine sehr gute Ausgangsposition geschaffen haben, jetzt, nach einem Wochenende, an dem wenig für uns gelaufen ist, möchten wir wieder durchstarten. Spiele gegen Salzburg sind in den letzten zehn Jahren immer sehr spezielle gewesen, für uns ist es an der Zeit, dass wir die Bullen wieder einmal schlagen. Dazu hoffen wir auf die Unterstützung einer vollen Halle, denn was die bewirken kann, haben wir letztes Jahr im Halbfinale gesehen.“ (Thomas Hundertpfund, Stürmer EC-KAC)