KAC will Trendumkehr gegen Südtirol

Nach sechs Niederlagen in Serie wartet auf den EC-KAC am Mittwoch das Schlüsselspiel gegen den HCB Südtirol, in dem den Rotjacken die Trendumkehr gelingen soll.

KAC will Trendumkehr gegen Südtirol

 

Die Eckdaten:

In der 37. Runde der Erste Bank Eishockey Liga empfängt der derzeit achtplatzierte EC-KAC am Mittwochabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) den auf Rang fünf liegenden HCB Südtirol in der Stadthalle Klagenfurt. Live-Einstiege von dieser Begegnung liefert das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten ab 20.03 Uhr.

 

Die Ausgangssituation:

Nach sechs Niederlagen in Folge sieht sich der EC-KAC mit der längsten Serie ohne Sieg seit November/Dezember 2011 konfrontiert. Den achtplatzierten Rotjacken fehlen derzeit vier Zähler auf den "Strich", ihnen bleiben noch acht Spiele in der ersten Phase des Grunddurchgangs, um den Sprung in die Platzierungsrunde zu schaffen. Fünf dieser acht Partien wird der Rekordmeister zu Hause bestreiten, insgesamt tritt Rot-Weiß noch gegen jedes der drei unmittelbar vor ihnen platzierten Teams jeweils ein Mal an.
Anders als der EC-KAC hat der HCB Südtirol in den letzten Wochen im Ranking einigen Boden gut gemacht: Das Team von Tom Pokel punktete in sieben der letzten acht Spiele, zuletzt feierte man am Montag einen 6:4-Auswärtssieg bei Orli Znojmo. Der HCB gastiert in dieser Woche sowohl in Klagenfurt als auch in Villach und muss insgesamt fünf seiner acht verbleibenden Partien in der Fremde absolvieren.

 

Die Zahlen zum Spiel:

3 – Seit seinem EBEL-Einstieg (2013) gastierte der HCB Südtirol insgesamt sechs Mal in Klagenfurt, noch nie gelangen den Rotjacken dabei mehr als drei Treffer.

5 – Jamie Lundmark und Thomas Hundertpfund punkteten zuletzt trotz der rot-weißen Niederlagenserie eifrig, beide sammelten in jedem der letzten fünf Spiele mindestens einen Zähler. Der Kanadier (34 Punkte) schloss damit bereits fast zum teaminternen Topscorer Manuel Geier (35) auf.

64 – Äußerst erfolgreich agiert bei den Italienern heuer das Sturm-Tandem des ersten Blocks, Joel Broda und Taylor Vause. Die beiden kanadischen Neuzugänge des Sommers kommen gemeinsam schon auf 64 Scorerpunkte.

94,8 – Die Special Teams des HCB Südtirol konnten im bisherigen Saisonverlauf noch nicht überzeugen, die Erfolgsquoten im Powerplay und im Penalty Killing ergeben zusammengerechnet nur 94,8 Prozent, was dem zweitschwächsten Wert der EBEL hinter Olimpija Ljubljana entspricht.

 

Der Gegner:

Auch im dritten Jahr seiner EBEL-Zugehörigkeit stellte der HCB Südtirol erst sehr spät sein Team zusammen, dementsprechend eher durchwachsen fielen auch die Ergebnisse in den ersten Wochen der Saison aus. Im Oktober fing sich die Mannschaft von Tom Pokel dann, von einer kurzen Schwächephase Ende November abgesehen, zeigte die Formkurve seither stetig nach oben. So konstant wie die Spitzenteams waren die Italiener heuer allerdings nie, als einziger Klub in der Liga musste der HCB bereits zwei Saisonniederlagen gegen das abgeschlagene Schlusslicht Olimpija Ljubljana einstecken.
Unumstrittener Schlüsselspieler im Kader ist Torhüter Jaroslav Hübl, der heuer bereits auf 2188:58 Einsatzminuten kam, Backup Daniel Morandell stand noch keine einzige Sekunde lang am Eis. Dem Tschechen (20 Saisonsiege, Gegentorschnitt 2,30 und 91,48 Prozent gehaltene Schüsse) kommt allerdings auch Bolzanos defensive Spielanlage zu Gute. Im Angriff verfügen die Italiener mit ihren neun Legionären bzw. Doppelstaatsbürgern über jede Menge gefährlicher Akteure, zumal auch die einheimischen Stammkräfte wie Bernard, Insam oder Gander immer wieder starke Akzente setzen.
Im Rahmen der EBEL trafen der EC-KAC und der HCB Südtirol bisher insgesamt 13 Mal aufeinander, acht Duelle gingen an die Italiener, vier davon jedoch erst in der Verlängerung oder im Shootout.

 

Die Personalien:

Bei den Rotjacken fällt nach Pekka Tuokkola mit Bernd Brückler (Unterkörper) ein weiterer Torhüter verletzt aus. Gegen den HCB Südtirol wird daher René Swette im Tor stehen und U20-Nationalgoalie Thomas Stroj die Rolle als Backup einnehmen. Über den Einsatz von Verteidiger Mark Popovic, der an einer Oberkörperblessur leidet, wird am Spieltag entschieden, nach aktuellem Stand der Dinge wird er ausfallen. Mehrere Spieler im Kader sind erkrankt, zeigen jedoch den Willen, gegen den HCB aufzulaufen. Die Entscheidungen darüber fallen ebenso nach dem Vormittagstraining am Mittwoch wie jene, mit welchen nachrückenden Cracks aus dem EBYSL-Team die Ausfälle gegebenenfalls kompensiert werden.

 

Der Kommentar:

"Für uns geht es in dieser Partie gegen einen unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um einen Platz unter den ersten Sechs um sehr viel. Der HCB Südtirol wird wie üblich von Trainer Tom Pokel sehr gut eingestellt in unsere Halle kommen. Unsere Leistung im Spiel gegen Linz war erfreulich, daran müssen wir anknüpfen. Es fällt uns aktuell enorm schwer, Tore zu erzielen, wir verfügen aber über viele sehr erfahrene Spieler, die in ihren Laufbahnen bereits mit solchen Situationen konfrontiert wurden. Zu hoffen, dass sich das Blatt wendet, wird zu wenig sein, wir müssen noch mehr Energie investieren und noch mehr Torschüsse produzieren, dann werden wir auch erfolgreich sein. Auf uns warten nun sehr entscheidende Spiele, dessen sind wir uns alle sehr bewusst." (Alexander Mellitzer, Head Coach EC-KAC)