Kampf um Platz zwei gegen Graz

Im ersten Heimspiel des neuen Kalenderjahres empfangen die Rotjacken am Freitagabend die in der Tabelle unmittelbar vor ihnen platzierten Graz 99ers in Klagenfurt.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Der EC-KAC eröffnet sein letztes Viertel der ersten Grunddurchgangsphase am Freitagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) mit dem Heimspiel gegen seinen Tabellennachbarn, die Graz 99ers. Sämtliche Sitzplätze für dieses Spiel sind bereits vergriffen, an den Vorverkaufsstellen, im Online-Ticketshop des EC-KAC sowie am Spieltag ab 17.45 Uhr an der Abendkassa sind noch rund 850 Stehplätze erhältlich. Im Rahmen dieser Begegnung veranstaltet der Klub zudem wieder eine Student Night: Studierende erhalten an der Abendkassa eine Stehplatz-Karte plus einen Gutschein für ein großes Getränk in der Stadthalle um nur zwölf Euro. Das Spitzenspiel der 35. Runde in der Erste Bank Eishockey Liga wird nicht im TV übertragen, direkt von dieser Partie berichten Radio Kärnten sowie der Live-Ticker auf kac.at.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC feierte rund um den Jahreswechsel drei Siege am Stück und kassierte dabei nur einen Gegentreffer: Die Kärntner Derbys gegen den EC VSV wurden mit 1:0 und 2:1 gewonnen, bei Schlusslicht Medveščak Zagreb gelang ein 7:0-Erfolg. Damit halten die Rotjacken nun bereits bei 63 Zählern und sind weiterhin auf Kurs, die erste Phase des Grunddurchgangs mit der historisch besten Bilanz seit der Einführung der Zwischenrunde abzuschließen. Vor eigenem Publikum blieben die Klagenfurter im laufenden Spieljahr nur in zwei von 16 Partien ohne Punkte, auch kassierten sie ligaweit insgesamt (2,30) und in Heimspielen (1,94) die wenigsten Gegentreffer aller Teams.

Die Graz 99ers spielten bislang eine sehr erfolgreiche Saison und kommen auf Tabellenplatz zwei liegend nach Klagenfurt, aktuell weisen sie (bei einem Spiel mehr) zwei Zähler Vorsprung auf den EC-KAC auf. Die 65 eingefahrenen Punkte bedeuten bereits jetzt das zweitbeste Abschneiden der Steirer nach der ersten Grunddurchgangsphase seit Inkrafttreten des derzeitigen Ligamodus, zwölf weitere Punkte aus den verbleibenden zehn Partien würden einen neuen Vereinsrekord bedeuten. Graz gewann jedes seiner letzten fünf Spiele und siegte auch in allen drei bisherigen Saisonbegegnungen mit dem EC-KAC, jüngst am Stefanitag auf eigenem Eis nach 0:2-Rückstand mit 5:2.

 

Die Zahlen zum Spiel:

4 – Im ersten KAC-Heimspiel eines Kalenderjahres gab es zuletzt nur selten Grund zur Freude: In vier der vergangenen fünf Spielzeiten verloren die Rotjacken bei ihrem ersten Stadthallen-Auftritt nach dem Jahreswechsel, lediglich 2016 gelang ein knapper 4:3-Erfolg gegen den HC Innsbruck. 

11,7 – In jeder der drei bisherigen Saisonbegegnungen brachten die Graz 99ers jeweils mehr Schüsse auf das Tor (insgesamt 111) als der EC-KAC (93). Auch hinsichtlich der Effizienz überflügelten die Steirer die Rotjacken: Während die Grazer 11,7 Prozent ihrer Abschlüsse verwerten konnten, kamen die Klagenfurter auf lediglich 7,5 Prozent.   

14 – In seinen neun Spielen im Monat Dezember erzielte der EC-KAC gleich 14 Powerplay-Treffer, die Rotjacken konvertierten 31,1 Prozent ihrer Überzahlmöglichkeiten in ein Tor. Dieser Trend setzte sich auch im neuen Jahr fort: Beim 2:1-Sieg in Villach am Dienstag sorgte Stefan Geier bei numerischer Überlegenheit für de Führungstreffer zum 1:0.    

41 – Mit seinem Assist und seinem Game Winning Goal im Neujahrsderby in Villach schraubte Nick Petersen sein Konto auf bereits 41 Scorerpunkte nach oben. Nach 33 Ligaspielen hält der Kanadier damit bei exakt gleich vielen Zählern wie der letztjährige Topscorer des EC-KAC, Manuel Ganahl, der dafür allerdings fast doppelt so viele Partien, nämlich 60, benötigte.

50 – Völlig ausgeglichen präsentierte sich in den drei Saisonbegegnungen zwischen Klagenfurt und Graz die Faceoff-Bilanz, beide Teams konnten jeweils 88 der 176 Scheibenaufwürfe für sich entscheiden. Die erfolgreichsten Akteure am Bullypunkt aus rot-weißer Sicht waren dabei Mitch Wahl (73,3 Prozent) und Thomas Koch (58,0).

88,6 – Interimskapitän David Fischer ist unverändert der präziseste Passgeber im Kader der Rotjacken: Im bisherigen Saisonverlauf kamen 88,6 Prozent seiner Zuspiele bei einem Mitspieler an. Unter den Stürmern weist mit 84,4 Prozent Thomas Koch die beste Passquote auf.

 

Der Gegner:

Zwischenzeitlich führten die Graz 99ers heuer bereits die Tabelle der Erste Bank Eishocky Liga an, rund um den Jahreswechsel haben sich die Steirer als solide Nummer zwei im Ranking etabliert. Mit 3,85 erzielten Treffern pro Partie ist das Team von Head Coach Doug Mason die hinter dem EC Salzburg die offensivstärkte Mannschaft der Liga, im Powerplay (27,5 Prozent Erfolgsquote) sind die 99ers sogar die Nummer eins im Bewerb. Auch auf individueller Ebene nehmen die Grazer Spitzenpositionen ein: Colton Yellow Horn (18 Tore, 21 Assists) liegt auf Rang sechs der EBEL-Scorerwertung, die 31 Zähler des zum Verteidiger umfunktionierten Oliver Setzinger werden in der Liga von keinem anderen Abwehrspieler überboten.

Personell haben sich bei den Murstädtern in der laufenden Saison trotz des sportlichen Erfolgs bereits einige Änderungen ergeben: Der zur Überbrückung geholte Torhüter Linus Lundin hat den Verein ebenso verlassen wie Routinier André Lakos, auch der kurzfristig geliehene Antons Sundin, der am Stefanitag gegen die Rotjacken seinen ersten EBEL-Treffer erzielen konnte, wurde von seinem Stammverein Frölunda zurückbeordert. Mit Verteidiger Erik Kirchschläger, der sich im jüngsten Duell mit dem EC-KAC verletzt hat, und Ken Ograjenšek fehlen den Steirern am Freitag in Klagenfurt zwei weitere Stammkräfte aus gesundheitlichen Gründen, dafür könnte der kürzlich verpflichtete Karl Johansson sein Debüt geben.

Historisch betrachtet sind die 99ers einer der Lieblingsgegner der Rotjacken, seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 gelangen Rot-Weiß gegen keinen anderen Klub mehr Siege als gegen Graz (79). Dieser Trend kehrte sich in der jüngeren Vergangenheit allerdings um: In der Stadthalle siegten die Steirer zuletzt saisonübergreifend fünf Mal hintereinander. Sämtliche drei Saisonduelle zwischen den beiden Klubs gingen ebenfalls an die 99ers (1:8 Punkte und 7:14 Tore aus KAC-Sicht), gleich 15 verschiedene Cracks der Murstädter konnten dabei Scorerpunkte verbuchen. Die meisten Zähler, nämlich fünf, gingen auf das Konto des ehemaligen Rotjacken-Spielers Oliver Setzinger.

 

Die Personalien:

Die zuletzt erkrankten Patrick Harand und Johannes Bischofberger kehrten am Donnerstag ins Mannschaftstraining zurück und dürften damit im Heimspiel gegen Graz am Freitag wieder im Lineup der Rotjacken stehen. Somit fehlt den Klagenfurtern aller Voraussicht nach nur der langzeitverletzte Manuel Geier. Zwischen den Pfosten kommt Lars Haugen zu seinem zweiten Saisoneinsatz gegen die 99ers.

 

Der Kommentar:

„Die aktuelle Tabellensituation und die bisherige Saisonbilanz gegen Graz sorgen dafür, dass wir dieses Heimspiel gegen die 99ers unbedingt gewinnen wollen. In den drei bisherigen Begegnungen heuer haben wir jeweils Vorsprünge von zwei oder drei Toren aus der Hand gegeben, das darf uns am Freitag keinesfalls passieren. Wie wir wissen, wird es dazu nötig sein, dass wir eine über 60 oder mehr Minuten hinweg kompakte Leistung aufs Eis bringen, uns also keine Schwächephasen erlauben. Als Team freuen wir uns auf die drei bevorstehenden Heimspiele innerhalb von fünf Tagen.“ (Mitch Wahl, Stürmer EC-KAC)