Letztes Heimspiel vor der Zwischenrunde

Der im Fernduell mit dem HC Innsbruck um einen Bonuspunkt für die Platzierungsrunde stehende EC-KAC empfängt am Freitagabend den Dornbirner EC in der Stadthalle.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Im Rahmen der 43. und vorletzten Runde der ersten Phase des Grunddurchgangs in der Erste Bank Eishockey Liga trifft der EC-KAC (Saisonbilanz: 23 Siege, 19 Niederlagen) am Freitagabend in der Stadthalle Klagenfurt auf den Dornbirner EC. Für diese um 19.15 Uhr beginnende Begegnung sind Tickets noch in sämtlichen Kategorien erhältlich, diese können durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC, über die bekannten Vorverkaufsstellen oder am Spieltag ab 17.45 Uhr an der Abendkassa erworben werden. Über den Verlauf des letzten Heimspiels der Rotjacken vor dem Beginn der Platzierungsrunde informieren der Live-Ticker auf kac.at sowie (ab 20.03 Uhr) Radio Kärnten im Rahmen des Kärntner Eishockeymagazins.

 

Die Ausgangssituation:

Die Rotjacken kamen in den vergangenen Wochen etwas ins Straucheln, so mussten sie sich in fünf der letzten sechs Spiele geschlagen geben. Zuletzt am Sonntag im Heimspiel gegen den EHC Linz, als späte Gegentore zu einer 3:6-Niederlage führten, die dem EC-KAC die Möglichkeit nahm, bis zum Ende der ersten Grunddurchgangsphase noch auf Tabellenplatz zwei oder drei nach vor zu stoßen. Nun wartet das „Back-to-Back“-Duell mit Dornbirn auf die Klagenfurter, die in diesen beiden Begegnungen ihren Vorsprung von einem Zähler auf den HC Innsbruck verteidigen und sich somit Rang vier und einen Bonuspunkt für die Platzierungsrunde sichern möchten.

Der Dornbirner EC ist Teil der „Vierergruppe“ an Teams auf den Rängen sechs bis neun, die - jeweils durch einen Zähler getrennt - noch rechnerische Chancen haben, sich nach 44 Runden in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen und damit in die Platzierungsrunde und vorzeitig auch in die Play-Offs 2018 einzuziehen. Aktuell trennen die Bulldogs zwei Zähler vom Sechsten aus Zagreb. Die Ausgangsposition der Vorarlberger könnte bedeutend besser sein, doch mussten sie in den vergangenen neun Begegnungen gleich sieben Niederlagen einstecken. In der Fremde schlug sich das Team von Head Coach Dave MacQueen heuer bislang recht gut, acht Auswärtssiege in 21 Partien ergeben aktuell die zweithöchste Erfolgsquote in der sich über sechs Spielzeiten erstreckenden EBEL-Historie Dornbirns. Die Saisonbilanz in Duellen mit dem EC-KAC ist ausgeglichen, beide bisherigen Konfrontationen entschied die jeweils gastgebende Mannschaft für sich.

 

Die Zahlen zum Spiel:

3 – Alle (drei) Siege in regulärer Spielzeit, die der Dornbirner EC seit 3. Dezember 2017 (oder 17 Begegnungen) in der EBEL eingefahren hat, konnten die Vorarlberger auswärts feiern. In diesem Zeitraum gewannen sie in Zagreb, Innsbruck und Znojmo, dazu gab es zwei Overtime-Erfolge gegen Wien sowie einen gegen Székesfehérvár.

4 – KAC-Topscorer Johannes Bischofberger punktete in beiden Saisonduellen mit seinem Stammverein Dornbirn. Der Flügelstürmer erzielte einen der sechs rot-weißen Treffer gegen den DEC selbst und bereitete drei weitere vor.

4 – Holt der EC-KAC an den beiden verbleibenden Spieltagen zumindest gleich viele Punkte wie der HC Innsbruck, beenden die Rotjacken die erste Phase des Grunddurchgangs auf Tabellenplatz vier. In bisher sieben Jahren des EBEL-Modus mit Zwischenrunde rangierte Rot-Weiß nach dem ersten Saisonabschnitt noch nie besser.

34 – In den beiden bisherigen Saisonduellen mit dem Dornbirner EC gab der EC-KAC mit insgesamt 84 Torschüssen gleich um 34 mehr ab als der Gegner. Dennoch spricht die Bilanz mit 3:3 Punkten und 6:5 Punkten nur knapp für die Klagenfurter: Sie unterlagen Mitte Oktober in Vorarlberg mit 3:4 und revanchierten sich eine Woche später auf eigenem Eis mit einem 3:1-Erfolg.  

55,7 – Die Rotjacken holten 39 ihrer aktuell 70 Punkte, also 55,7 Prozent aller Zähler, in Heimspielen. Dieser Anteil ist nur bei Tabellenführer Wien noch kleiner, die Vienna Capitals sammelten 52,2 Prozent ihrer Punkte vor eigenem Publikum.

60,0 – Von allen regelmäßig eingesetzten Kaderspielern des EC-KAC weist Thomas Koch mit 60,0 Prozent den besten Corsi-Wert auf: Während der Mittelstürmer bei Even Strength am Eis stand, gaben die Rotjacken durchschnittlich 68,4 Torschussversuche pro 60 Minuten ab, während sie nur 45,5 zuließen.

 

Der Gegner:

Die Bulldogs starteten mit einem überraschenden 4:3-Erfolg ins Salzburg in die Saison, kamen in den folgenden Wochen jedoch kaum zu Punkten. Erst ein weiterer 4:3-Sieg, jener gegen den EC-KAC am 13. Oktober, läutete die Dornbirner Aufholjagd ein, bis Anfang Dezember gewann man zehn von 15 aufeinanderfolgenden Partien. Der damit verbundene Vorstoß in die obere Tabellenhälfte sollte für das Team von Dave MacQueen und Rick Nasheim jedoch kein dauerhafter bleiben, so konnten seit dem Jahreswechsel nur zwei von acht Begegnungen erfolgreich gestaltet werden. Dennoch hat der DEC noch alle Möglichkeiten, die Qualifikation für die Platzierungsrunde und damit auch die Play-Offs zu schaffen, aktuell fehlen bei noch zwei ausständigen Partien zwei Punkte auf Medveščak Zagreb.

Dass die Vorarlberger noch im Rennen um einen Platz in der oberen Gruppe der Zwischenrunde sind, haben sie vornehmlich ihren guten Special Teams zu verdanken: Das DEC-Powerplay ist das statistisch fünftbeste der Liga, in Unterzahl agieren mit Bolzano und Wien überhaupt nur zwei Mannschaften effizienter. Bei Even Strength weist Dornbirn hingegen mit -14 die gleiche Tordifferenz auf wie Tabellenschlusslicht Villach.
Mit Matt Fraser steht der aktuell zweitbeste Torjäger der Liga im Kader der Bulldogs, der NHL-erfahrene Kanadier kann auf bereits 24 Saisontreffer verweisen, lediglich der Linzer Brian Lebler sendete häufiger ein. Topscoer des DEC ist mit Brodie Reid ein weiterer Neuzugang des vergangenen Sommers, der im Vorjahr punktebeste Spieler im Team des HCB Südtirol scheint auch heuer in Dornbirn zum erfolgreichsten Scorer zu avancieren. 
Auf der Torhüterposition des DEC sehen sich die Rotjacken gegenüber den ersten beiden Saisonduellen mit einem neuen Mann konfrontiert: Ende November wurde der Franzose Ronan Quemener durch Rasmus Rinne ersetzt, bei den bisher 23 Starts des Finnen blieben die Vorarlberger nur neun Mal ohne Punktgewinn.

In der Erste Bank Eishockey Liga standen sich der Dornbirner EC und der EC-KAC bislang 26 Mal gegenüber, mit 15 ging die Mehrzahl dieser Duelle an die Klagenfurter. Auf eigenem Eis haben die Rotjacken die Bulldogs jüngst saisonübergreifend drei Mal hintereinander geschlagen, die letzte Heimniederlage datiert vom 18. Dezember 2015, liegt also bereits mehr als zwei Jahre zurück.

 

Die Personalien:

Unverändert muss der EC-KAC auf die beiden verletzten Mittelstürmer Thomas Hundertpfund und Matthew Neal verzichten. Zudem ist für das Spiel gegen Dornbirn auch Patrick Harand fraglich, der die Partie gegen Linz am Sonntag aufgrund einer Unterkörperverletzung vorzeitig abbrechen musste. 

 

Der Kommentar:

„Die Ergebnisse der letzten Wochen waren nicht gut, von den Leistungen her hatten wir uns aber nicht sehr viel vorzuwerfen. Auch wenn man sich dagegen sträubt, so ist es zumindest unterbewusst so, dass nach dem Erreichen eines ersten Ziels die Spannung ein wenig nachlässt. Dies müssen wir an diesem Wochenende wieder abstellen, es geht darum, die hundertprozentige Konsequenz in der Exekution unseres Spielsystems aufs Eis zu bringen. Dornbirn fightet noch um Rang sechs und kommt sicher hoch motiviert nach Klagenfurt, insofern erhoffen wir uns einen aktiven Gegner, mit dem sich ein gutes Eishockeyspiel für das Publikum entwickeln kann.“ (Johannes Bischofberger, Stürmer EC-KAC)