Ligastart für den Titelverteidiger

Als amtierender Champion der Erste Bank Eishockey Liga eröffnet der EC-KAC am Freitag die neue Saison 2019/20 mit dem Heimspiel gegen Fehérvár AV19.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Am 1. Spieltag der neuen Saison in der Erste Bank Eishockey Liga empfängt der EC-KAC am Freitagabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) Fehérvár AV19 aus Ungarn in der Stadthalle Klagenfurt. Für diese Begegnung sind aktuell noch rund 150 Sitz- und 1.300 Stehplätze verfügbar, die an den bekannten Vorverkaufsstellen, durchgehend im Online-Ticketshop auf tickets.kac.at sowie am Spieltag ab 17.45 Uhr an der Abendkassa bezogen werden können. Diese Begegnung wird nicht im TV übertragen, direkt vom Spiel berichten das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten (ab 20.03 Uhr) sowie der Live-Ticker auf kac.at.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC geht als Titelverteidiger in die neue Saison der Erste Bank Eishockey Liga. Die Rotjacken gewannen in der vergangenen Spielzeit exakt zwei Drittel ihrer 69 Partien (46 Siege, 23 Niederlagen) und holten damit den 31. österreichischen Meistertitel ihrer Historie. In Ligaauftaktspielen lieferten die Klagenfurter zuletzt ambivalente Ergebnisse ab, in den vergangenen sieben Jahren wechselten sich Siege und Niederlagen jeweils ab. Mit Fehérvár AV19 hat Rot-Weiß nach den sechs direkten Begegnungen 2018/19 durchaus noch die eine oder andere Rechnung offen, holte man in der Regular Season doch nur gegen Graz noch weniger Punkte als gegen die Ungarn.

Fehérvár AV19 blickt auf eine sehr erfolgreiche vergangene Saison zurück: Im zwölften Jahr in der Liga konnten zum erst dritten Mal mehr Spiele gewonnen werden als Partien verloren gingen. Mit einem Auswärtssieg in Klagenfurt am letzten Pick Round-Spieltag schoben sich die Roten Teufel sogar auf den vierten Abschlussrang der Grunddurchgangstabelle und genossen im Viertelfinale gegen den EC Salzburg Heimrecht. In der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit bewiesen die Ungarn eine deutlich ansteigende Form: Gingen von den ersten vier Testspielen noch drei (gegen Cardiff, Villach und Grenoble) verloren, so siegte Székesfehérvár in jeder seiner jüngsten vier Partien.

 

Die Zahlen zum Spiel:

4 – Bereits zum vierten Mal (nach 2008, 2015 und 2016) steht dem EC-KAC bei seinem Home Opener dem Team von Fehérvár AV19 gegenüber. Seit der Bundesliga-Gründung im Jahr 1965 war nur der EC VSV (sechs Mal, zuletzt 2013) häufiger der Auftaktgegner der Rotjacken.

11 – Saison- und bewerbsübergreifend haben die Rotjacken jedes ihrer letzten elf Heimspiele in der Stadthalle gewonnen: Acht in den Play-Offs 2019, eines in der Pre-Season 2019 und zwei in der Champions Hockey League 2019/20. Die letzte Gastmannschaft, die Klagenfurt siegreich verließ, war am letzten Zwischenrundenspieltag der vergangenen Saison, dem 10. März, ausgerechnet Fehérvár AV19 (2:3).

12 – Sieht man vom beschränkt konkurrenzfähigen späteren Ligaaussteiger Medveščak Zagreb ab, wies der EC-KAC in der vergangenen Saison 2018/19 gegen keine andere EBEL-Mannschaft ein besseres Saldo an Torschüssen auf als gegen Fehérvár AV19: 32,7 Shots der Rotjacken standen (in den sechs direkten Begegnungen im Schnitt) 20,7 der Ungarn gegenüber, was einem Plus von 12,0 entspricht.

80 – Die Rotjacken starten am Freitag in ihre insgesamt 80. Saison in der höchsten Spielklasse Österreichs. Erstmals war der damalige KAC im Spieljahr 1932/33 in dieser vertreten, mit Ausnahme der sieben Jahre nach dem sogenannten Anschluss an Deutschland bzw. während des Zweiten Weltkriegs sowie der ersten Nachkriegssaison 1945/46, als lediglich eine auf Wien beschränkte Meisterschaft ausgespielt wurde, waren die Klagenfurter durchgehend Teil der ersten Liga.

93,2 – Der EC-KAC verteidigt in dieser Begegnung einen starken Wert im Spiel bei numerischer Unterlegenheit: Im Verlauf der letzten zehn Ligaspiele, also allen Halbfinal- und Finalpartien 2019, erzielten die Gegner der Rotjacken in 44 Powerplays nur drei Treffer. Das Penalty Killing der Klagenfurter weist demnach für diesen Zeitraum eine beeindruckende Erfolgsquote von 93,2 Prozent auf.

 

Der Gegner:

Fehérvár AV19 geht in seine 13. Saison in der Erste Bank Eishockey Liga, längst sind die Ungarn stabiler und zuverlässiger Partner im grenzübergreifenden Bewerb. Der Klub blickt auf seine seiner erfolgreichsten EBEL-Saisonen zurück, kam man doch auf eine Siegesquote von über 50 Prozent, die im Schnitt 3,43 pro Partie erzielten Treffer entsprachen dem zweithöchsten Wert seit dem Ligaeinstieg 2007.

An diese positive Spielzeit anschließen möchten die Roten Teufel mit einer gegenüber dem Vorjahr stark veränderten Mannschaft: Nicht weniger als neun der 2018/19 eingesetzten Legionäre sind nicht mehr beim Klub, von den zehn heuer im Kader stehenden Imports sind sieben neu, lediglich die Verteidiger Harty und Tikkanen sowie Stürmer Kuralt standen schon im letzten Jahr unter Vertrag.
Von den zahlreichen Neuzugängen können viele eine EBEL-Vergangenheit aufweisen: Goalie Mike Ouzas spielte zuletzt acht Jahre lang für Zagreb und Linz, Stürmer Andrew Yogan agierte mit 69 Treffern in 135 Ligaspielen für Bolzano und Innsbruck als personifizierter Goalgetter. Auch Tim Campbell (Bolzano), Mikko Lehtonen (Zagreb) und Scott Timmins (Dornbirn) wechselten ligaintern und schlossen sich Székesfehérvár an.

Zu ersetzen gilt es für die Ungarn Nationalspieler und Topscorer János Hári, der sich nach einem Jahr bei HIFK (2013/14) in Lahti ein weiteres Mal einer finnischen Herausforderung stellt. Doch auch ohne ihn ist von Fehérvár AV19 ähnliches Eishockey wie in der vergangenen Saison zu erwarten: Speziell auswärts ein defensiv orientiertes, auf Konterspiel ausgelegtes System.

 

Die Personalien:

Die zuletzt leicht erkrankten Spieler David Fischer, Johannes Bischofberger und Thomas Hundertpfund sind wieder einsatzfähig, der EC-KAC muss im Auftaktspiel der neuen EBEL-Saison daher nur auf Niki Kraus (verletzt) und Lukas Haudum (angeschlagen) verzichten. Bei beiden gestaltet sich der Heilungsverlauf ihrer Oberkörperverletzungen recht wechselhaft. Zum Zug kommen gegen Fehérvár AV19 sieben Verteidiger und 13 Stürmer. Im Tor wird - wie in jedem der letzten 14 Ligaspiele der Rotjacken - Lars Haugen stehen.

 

Der Kommentar:

„Wir hatten ein gutes Sommertraining, ein gutes Trainingscamp und haben in den Testspielen sowie den ersten vier CHL-Partien schon gezeigt, dass unsere Form stimmt und wir bereit sind. Fehérvár AV19 ist eine ungut zu bespielende Mannschaft, sehr konterstark und vor dem Tor auch effizient. Wir gehen aber mit einem sehr positiven Gefühl in diese Begegnung, sind in einem guten Rhythmus.“ (Thomas Koch, Stürmer EC-KAC)