Linz als finaler Gegner vor der Pick Round

Zum Kehraus der ersten Grunddurchgangsphase treten die Rotjacken am Sonntagabend beim EHC Linz an, der noch um die vorzeitige Play-Off-Qualifikation kämpft.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Der 44. und letzte Spieltag in der ersten Phase des Grunddurchgangs in der Erste Bank Eishockey Liga bringt für den EC-KAC am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) das Auswärtsspiel beim EHC Linz. Diese Begegnung wird von ServusTV übertragen, der kostenlose Online-Videostream ist auf servushockeynight.com zu empfangen. Außerdem berichtet wie üblich Radio Kärnten im Rahmen des Kärntner Eishockeymagazins direkt aus der Halle, der Live-Ticker auf kac.at entfällt.

 

Die Ausgangssituation:

Nach dem 3:2-Erfolg des EC-KAC nach Penaltyschießen beim HC Innsbruck am Freitagabend und den gleichzeitigen Niederlagen des EC Salzburg (in Znojmo) und des HCB Südtirol (in Székesfehérvár) ist der dritte Tabellenrang der Rotjacken nach der ersten Grunddurchgangsphase bereits einzementiert. Die Klagenfurter werden unabhängig vom Ergebnis des finalen Spiels dieses Meisterschaftsabschnitts in Linz mit zwei Bonuspunkten und einem Heimspiel (am 12. Februar) in die Pick Round starten. Das Team von Petri Matikainen und Jarno Mensonen reist freilich hoch motiviert nach Oberösterreich, besteht doch die Chance, die Black Wings zum bereits fünften Team (nach Zagreb, Bolzano, Innsbruck und Dornbirn) zu machen, dem in den ersten 44 Runden kein Sieg gegen Rot-Weiß gelang.

Für den EHC Linz geht es in diesem letzten Spiel vor dem Abschluss der Grunddurchgangsphase eins noch um sehr viel: Die Stahlstädter empfangen den EC-KAC auf Tabellenrang sieben liegend, nur ein Sieg über die Klagenfurter und eine gleichzeitige Heimniederlage von Fehérvár AV19 gegen den EC Salzburg lässt die Black Wings noch in die obere Tabellenhälfte und damit vorzeitig auch ins Viertelfinale springen. Die Oberösterreicher haben vier ihrer bislang fünf Partien unter dem Kommando von Neo-Trainer Tom Rowe gewonnen, am Freitag fertigten sie vor eigenem Publikum Nachzügler Medveščak Zagreb mit 9:2 ab.

 

Die Zahlen zum Spiel:

2,24 – Seit seinem Wechsel zum EC-KAC im Jahr 2016 bestritt David Madlener sechs EBEL-Partien gegen den EHC Linz. Dabei kassierte er im Schnitt (GAA) 2,24 Gegentreffer und parierte 93,55 Prozent der auf ihn abgegebenen Schüsse.

8 – Linz war in der jüngeren Vergangenheit (entgegen dem historischen Trend) ein recht guter Boden für die Klagenfurter: Bei acht ihrer jüngsten elf Auftritte verließen sie die Landeshauptstadt Oberösterreichs mit zumindest einem Zähler im Gepäck.

11 – In den vergangenen elf Ligaspielen, also allen Partien im Kalenderjahr 2019, konnte sich mit Ausnahme von Adam Comrie (vier Treffer) kein einziger KAC-Verteidiger als Torschütze feiern lassen. 

15 – Nach Philipp Kreuzers Torerfolg in Innsbruck am Freitag haben nun 15 der heuer 17 vom EC-KAC eingesetzten Stürmer zumindest einen Saisontreffer auf ihrem Konto. Lediglich Daniel Obersteiner (bisher 71:38 Minuten am Eis) und Dennis Sticha (5:36) gingen bislang leer aus.   

65,1 – In den vergangenen sieben Jahren, in denen die EBEL im aktuellen Modus ausgetragen wird, konnten die Rotjacken 154 (oder 50,7 Prozent) ihrer (304) ausgetragenen Partien in der ersten Grunddurchgangsphase für sich entscheiden. In der laufenden Saison liegt ihre Winning Percentage hingegen bei starken 65,1 Prozent.

95,0 – Robin Gartner ist mittlerweile jener Kaderspieler der Rotjacken, der über den höchsten Prozentsatz an am Bestimmungsort angelangten Pässen verfügt: Alleine in den jüngsten drei Partien erreichten 133 seiner 140 versuchten Zuspiele ihr Ziel, was einer Erfolgsquote von famosen 95,0 Prozent entspricht.

 

Der Gegner:

Der EHC Linz durchlebte bislang eine recht wechselhafte Spielzeit: An den ersten zwölf Spieltagen fuhren die Oberösterreicher nur drei „Dreier“ ein, danach gewannen sie elf von 14 Partien, um ab Anfang Dezember wieder in ein sprichwörtliches Loch zu fallen. Die nur zehn geholten von 36 möglichen Punkten zwischen den beiden klaren Niederlagen gegen Salzburg (3:7 am 9. Dezember und 1:6 am 13. Januar) kosteten Head Coach Troy Ward den Job, seither steht bei den Black Wings Tom Rowe an der Bande. Er und seine Mannschaft hoffen nun auf einen Sieg gegen den EC-KAC und eine gleichzeitige Niederlage Székesfehérvárs, um eine eindrucksvolle Serie zu verlängern: Denn als einziger Klub in der Erste Bank Eishockey Liga verpasste Linz seit der Einführung der Zwischenrunde noch nie deren obere Gruppe.

Im Scoring werden die Stahlstädter von Dan DaSilva (40 Punkte) angeführt, jeweils zwei Zähler dahinter positionieren sich mit Brian Lebler (23 Treffer) der teamintern beste Torjäger sowie mit Corey Locke (27 Assists) der erfolgreichste Vorlagengeber. Insgesamt liegt die offensive Produktivität bei Linz vornehmlich in den Händen der Importspieler, neben Lebler kommen nur Andreas Kristler (24) und Stefan Gaffal (10) auf eine zweistellige Anzahl an Scorerpunkten. Traditionell viel Gefahr geht beim EHC auch von der blauen Linie aus, wo etablierte Kräfte wie Aaron Brocklehurst und Jonathan D’Aversa oder auch der ehemalige KAC-Crack Kevin Kapstad zur Verfügung stehen.

Den Rotjacken standen die Oberösterreicher seit ihrem Einstieg in Österreichs höchste Spielklasse im Jahr 2000 bislang insgesamt 127 Mal gegenüber. Mit 69 zu 58 Siegen sowie 379 zu 339 Toren spricht die historische Bilanz für den EHC Linz, der allerdings in den bisherigen drei Saisonduellen einen schweren Stand hatte, was 0:9 Punkte und 5:10 Tore dokumentieren.

 

Die Personalien:

Am Lineup der Rotjacken dürfte es gegenüber dem Auswärtssieg in Innsbruck am Freitagabend keine Veränderungen geben: Manuel Geier und Matthew Neal sind verletzt, Adam Comrie ist angeschlagen und Johannes Bischofberger krank. Der EC-KAC geht also ohne diese vier Stammkräfte in sein letztes Spiel vor dem bereits dritten (und letzten) International Break in dieser Saison. Gewechselt wird allerdings auf der Torhüterposition, wie vorgesehen startet in Linz David Madlener.

 

Der Kommentar:

„Wir müssen uns gegenüber dem Freitagsspiel in Innsbruck zweifellos steigern, denn die Vorstellung in der zweiten Hälfte der Partie war nicht gut. Für Linz geht es am Sonntag um sehr viel, entsprechend erwarten wir, dass der Gegner mit vollem Karacho loslegt. Wir wollen uns im Forecheck steigern, in der neutralen Zone besser stehen und die sicher druckvolle Startphase der Black Wings mit klugem Spiel dämpfen, dann haben wir die Möglichkeit, auch diese Begegnung zu gewinnen.“ (David Madlener, Torhüter EC-KAC)