Rot-Weiß will gegen Asker nachlegen

Nach dem Auftakterfolg gegen Tappara hofft der EC-KAC am Samstagabend, wenn Norwegens Meister Asker zu Gast ist, auf eine weitere prickelnde „Europacup“-Nacht in der Stadthalle.

Foto: CHL/Jannach

 

Die Eckdaten:

Im zweiten Gruppenspiel der Champions Hockey League genießt der EC-KAC erneut Heimrecht: Am Samstagabend (Spielbeginn: 19.30 Uhr) empfangen die Rotjacken den norwegischen Titelträger Frisk Asker in der Stadthalle Klagenfurt. Eintrittskarten für dieses Spiel (Stehplätze: 15 Euro, Sitzplätze: 25 Euro) sind im Online-Ticketshop des EC-KAC erhältlich, die Abendkassa öffnet am Spieltag um 18.00 Uhr. Diese Begegnung wird nicht im österreichischen TV übertragen, EC-KAC gegen Frisk Asker kann daher im kostenlosen Video-Livestream auf championshockeyleague.com verfolgt werden.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC legte am Donnerstagabend einen idealen Start in seine dritte Saison in der Champions Hockey League (nach 2015/16 und 2017/18) hin: Die Rotjacken besiegten in einer spannungsgeladenen und stimmungsvollen Partie den finnischen Spitzenklub Tappara Tampere, der zuvor in nur vier seiner 26 CHL-Gruppenphasenpartien in regulärer Spielzeit bezwungen worden war, mit 3:2. Damit gehen die Klagenfurter als Tabellenführer der Gruppe A in ihre zweite Heimpartie der noch jungen Spielzeit. Auf eigenem Eis hat der EC-KAC saison- und bewerbsübergreifend jede seiner letzten zehn Begegnungen gewonnen.

Auch Frisk Asker lieferte bei seiner Premiere in der Königsklasse eine gute Leistung ab, blieb am ende jedoch ohne Punkt: Norwegens Meister unterlag am Donnerstagabend beim EHC Biel-Bienne, der ebenfalls die erste CHL-Begegnung seiner Historie bestritt, knapp mit 1:2. In der Vorbereitung sah Askers Bilanz ähnlich jener von Tappara Tampere, dem donnerstägigen Gegner der Rotjacken, aus: Von drei Testspielen gegen Kontrahenten aus der heimischen Liga gingen zwei (0:1 und 2:3 gegen Vålerenga Oslo) verloren, eines wurde gewonnen (5:1 gegen Sparta Sarpsborg).

 

Die Zahlen zum Spiel:

1 – Bei der 1:2-Niederlage Askers in Biel-Bienne erzielte Verteidiger Nicolay Andresen nach 30:25 gespielten Minuten den einzigen Treffer der Norweger. Der Eigenbauspieler zeichnete damit für das erste Champions Hockey League-Tor der Klubgeschichte verantwortlich.

3 – Der EC-KAC hat jedes seiner jüngsten drei CHL-Heimspiele (gegen Gap, Zürich und Tampere) gewonnen. Drei Heimerfolge am Stück gab es für die Rotjacken auf europäischer Ebene zuletzt in der Saison 1970/71, als in der Stadthalle Chamonix, La Chaux-de-Fonds und Cortina geschlagen wurden.

6 – Matthew Neal, der Topscorer der Rotjacken bei ihrer letzten CHL-Teilnahme 2017/18 (sechs Punkte), fühlt sich auf internationaler Ebene unverändert wohl: Im Eröffnungsspiel der neuen Kampagne am Donnerstag gegen Tappara Tampere zeichnete er für das Game Winning Goal zum 3:2 verantwortlich. Auch kam er unter allen zwölf eingesetzten Stürmern auf die höchste Time-on-Ice (17:40 Minuten). 

43 – Goalie Nicklas Dahlberg, im Vorjahr Play-Off-MVP der norwegischen Liga, stellte am Donnerstag seinen großen Wert für Frisk Askers Team einmal mehr unter Beweis: Der Schwede parierte bei der 1:2-Niederlage in Biel-Bienne nicht weniger als 43 Torschüsse.

108,6 – Der EC-KAC führt aktuell das CHL-Ranking der Spielstätten mit dem höchsten Lautstärkepegel an: Bei sämtlichen Gruppenspielen in der Champions Hockey League wird im ersten Powerbreak der Partie auf Eislevel die Lautstärke gemessen, für die Noise Level Challenge (im Rahmen der CHL Fan Challenge) wird dann der Durchschnittswert aller drei Heimspiele herangezogen. Gegen Tappara Tampere am Donnerstag lag dieser Pegel bei 108,6 Dezibel, was dem Höchstwert aller an diesem Tag ausgetragenen Begegnungen entsprach.

 

Der Gegner:

Frisk Asker beschließt seinen CHL-Roadtrip durch Zentraleuropa am Samstag in Klagenfurt, in ihrem ersten Spiel der Klubgeschichte in der Königsklasse mussten sich die Norweger am Donnerstagabend beim EHC Biel-Bienne nach einem späten Gegentor durch Weltmeister Toni Rajala (52.) knapp mit 1:2 geschlagen geben. Der amtierende Champion der GET-ligaen reist bereits am Freitag an und absolviert am Spieltag auch seinen Morning Skate in der Stadthalle.

Die Tigers kommen mit einer gegenüber dem meisterlichen Vorjahr nur punktuell veränderten Mannschaft nach Klagenfurt, in ihrem Kader finden sich mit den beiden kanadischen Stürmern Alex Lavoie (im Vorjahr EBEL-Torschütze für Innsbruck gegen den EC-KAC) und Reid Petryk sowie den drei Schweden Nicklas Dahlberg (Torhüter), Victor Björkung (Abwehr) und Hampus Gustafsson (Angriff) nur fünf Legionäre. Angeführt wird das Team von Kapitän Anders Bastiansen, der einst für die Graz 99ers auflief. Der 38-jährige Routinier ist sprichwörtlich mit allen Wassern gewaschen, drei Olympia- und nicht weniger als 14 WM-Turniere zieren seinen Lebenslauf. Ebenfalls mit dabei ist Klub-Ikone Petter Kristiansen, der bereits seine 17. Saison in Askers Kampfmannschaft absolviert und mit bislang 758 Ligaspielen auf die meisten Einsätze aller Spieler in der gesamten Vereinsgeschichte verweisen kann.

In ihrem CHL-Auftaktspiel in der Schweiz überzeugten die Norweger vor allem in der Defensive: Trotz der niederschmetternden Bilanz an Torschussversuchen von 28 zu 75 unterlag Frisk in Biel nur mit 1:2. Stark agierten dabei auch Askers Mittelstürmer, die gegen den NLA-Semifinalisten mehr als 54 Prozent der Scheibenaufwürfe für sich entscheiden konnten.

 

Die Personalien:

Der EC-KAC wird das zweite Gruppenspiel in der Champions Hockey League mit dem gleichen Aufgebot in Angriff nehmen, mit dem er das erste für sich entscheiden hatte können. Innerhalb des Lineups wird wie gewohnt rotiert, Stefan Geier rückt in den Block mit Center Thomas Hundertpfund auf. Unverändert fehlen werden der leicht verletzte Niki Kraus sowie der angeschlagene Lukas Haudum. Im Tor steht gegen seine Landsmänner erneut Lars Haugen.

 

Der Kommentar:

„Wir sind gegen Tappara gut in die Champions Hockey League gestartet und haben im August auch insgesamt recht stark performt. Man merkt, dass wir als Mannschaft schon viel weiter sind als zum gleichen Zeitpunkt in der vergangenen Saison. Darauf wollen wir aufbauen, um weiter zu wachsen. Nun stehen wir dem Meister aus der mancherorts unterschätzten norwegischen Liga gegenüber, einem gut organisierten und kompakten Team. Grundsätzlich geht es in erster Linie darum, an das am Donnerstag Gezeigte anzuknüpfen, dann haben wir sicherlich die Möglichkeit, unseren erfreulichen CHL-Start zu prolongieren.“ (Matthew Neal, Stürmer EC-KAC)