Rotjacken gastieren zum CHL-Abschied in München

In seinem vierten und für diese Saison letzten Spiel im Rahmen der Champions Hockey League tritt der EC-KAC am Sonntag beim DEL-Klub EHC München an.

Rotjacken gastieren zum CHL-Abschied in München

 

Die Eckdaten:

Der EC-KAC beschließt seine erste Teilnahme an der Champions Hockey League mit dem Auswärtsspiel beim EHC München. Die Begegnung im Olympia-Eissportzentrum beginnt am Sonntagnachmittag um 16.30 Uhr (live bei laola1.tv).

 

Die Ausgangssituation:

Nach der Niederlage beim HC Košice am Donnerstag (1:2 nach Penaltyschießen) haben die Rotjacken rechnerisch keine Chance mehr auf den Aufstieg in die KO-Phase der CHL. Der EHC München hingegen steht bereits vorzeitig als Sieger der Vorrundengruppe H fest. Der Ausgang des Duells hat also keinen Einfluss mehr auf das Endklassement. Die Bayern werden bei der Auslosung der ersten Play-Off-Runde am kommenden Dienstag aus Topf eins gezogen, während der EC-KAC am Sonntag seinen letzten Auftritt auf europäischer Ebene in dieser Saison bestreiten wird.

 

Die Zahlen zum Spiel:

4 – Bestens in Klagenfurt eingelebt hat sich Neuzugang Kevin Kapstad. Der US-Verteidiger stellte bereits mehrfach sein Offensivtalent unter Beweis, in den fünf Spielen der Pre-Season und der Champions Hockey League verbuchte er vier Scorerpunkte. Zwei der bisher vier KAC-Treffer in der CHL gehen auf Kapstads Konto.

5 – Fünf Spiele bestritt der EHC München in der bisherigen Saison, rechnet man Vorbereitung und Champions Hockey League zusammen. Alle diese Begegnungen konnten die Bullen in regulärer Spielzeit für sich entscheiden und dabei ein Torverhältnis von 18:6 für sich verbuchen.

38 – Ganze 38 Torschüsse konnte Pekka Tuokkola im Auswärtsspiel am Donnerstag beim HC Košice abwehren, lange war es er, der die Rotjacken im Spiel hielt. Überhaupt erbrachte der finnische Goalie in der Champions Hockey League bisher durchwegs starke Leistungen: Nach drei Auftritten hält er bei einem Gegentorschnitt (GAA) von 1,96, seine Save-Percentage beträgt 93,89 Prozent.

5.432 – Fast 15 Jahre, exakt 5.432 Tage, ist es her, dass der EC-KAC zuletzt ein Spiel in einem europäischen Klubbewerb gewinnen konnte. Am 22. Oktober 2000 siegten die Rotjacken im IIHF Continental Cup bei Olimpija Ljubljana mit 3:0 (Tore: Emanuel Viveiros 2, Daniel Welser). Seither stehen auf internationaler Ebene sechs sieglose Spiele in Serie (ein Unentschieden, fünf Niederlagen) zu Buche.

 

Der Gegner:

EHC 70 (Konkurs 1982), EC Hedos bzw. Maddogs (Konkurs 1995), Barons (Lizenzverkauf 2002) - die Geschichte Münchner Eishockeyklubs in der höchsten deutschen Liga war lange Zeit keine sonderlich nachhaltige. Auch der EHC München, 1998 in der sechstklassigen Bezirksliga gegründet, stand bereits am Abgrund, als ihm 2010 erstinstanzlich die DEL-Lizenz verweigert wurde. Stabilität brachte erst das Engagement von Red Bull, das Unternehmen stieg 2012 als Sponsor ein und wurde ein Jahr später Eigentümer. Unter dem in der EBEL bestens bekannten Pierre Pagé scheiterte der EHC in der Saison 2013/14 in der Qualifikationsrunde für die Play-Offs. Don Jackson übernahm das Team, führte es 2014/15 zum zweiten Rang nach dem DEL-Grunddurchgang, der das Ticket für die Champions Hockey League bedeutete. Gleich im Viertelfinale verlor München jedoch mit 0:4 deutlich gegen Wolfsburg.
Im Sommer wurde der Kader des EHC München an mehreren Positionen verändert. Sowohl in der Abwehr (Richie Regehr, Frédéric St-Denis) als auch im Angriff (Keith Aucoin, Jason Jaffray) ist das Team mit hochklassigen Imports bestückt. Aus dem Kreis der deutschen Akteure ragt Kapitän Michael Wolf heraus, den einst der heutige KAC-Trainer Doug Mason in die DEL geholt hatte.

 

Die Personalien:

Der EC-KAC wird in München mit dem identen Lineup wie zuletzt in Košice antreten. Stefan Geier und René Swette fehlen aus gesundheitlichen Gründen. Im Tor erhält Pekka Tuokkola nach seiner herausragenden Leistung beim jüngsten 1:2 gegen den slowakischen Meister erneut das Vertrauen, sein Backup ist Thomas Stroj. Die Rotjacken bieten acht Verteidiger und zwölf Stürmer auf, wobei die Zusammenstellung der vier Angriffslinien unverändert bleibt: Thomas Koch als Center zwischen Jamie Lundmark und Manuel Ganahl, Oliver Setzinger und Manuel Geier als Flügelstürmer bei Jonas Nordqvist.

 

Der Kommentar:

"Es ist natürlich traurig, dass wir keine Chance mehr auf den Aufstieg in die nächste Runde der Champions Hockey League haben. Dieses Gefühl der Enttäuschung wollen wir in positive Energie umwandeln, um uns im abschließenden Gruppenspiel gegen München mit einer guten Leistung und hoffentlich drei Punkten aus dem Bewerb zu verabschieden. Das erste Duell in Klagenfurt war eines, in dem wir dem Gegner mindestens ebenbürtig waren. Dieser Umstand stimmt uns zuversichtlich, auch auswärts eine Siegeschance zu haben." (Thomas Hundertpfund, Stürmer EC-KAC)