Rotjacken starten in die Play-Offs

Mit Spannung und Vorfreude erwartet der EC-KAC den Viertelfinalauftakt am Mittwochabend, wenn vor eigenem Publikum Spiel eins gegen Titelverteidiger HCB Südtirol am Programm steht.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Der EC-KAC eröffnet das Play-Off-Viertelfinale in der Erste Bank Eishockey Liga gegen den amtierenden Champion HCB Südtirol am Mittwochabend (Spielbeginn: 19.15 Uhr) vor heimischer Kulisse. Für diese Begegnung sind im Online-Ticketshop des EC-KAC, an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie am Spieltag ab 17.45 Uhr an der Abendkassa aktuell noch 540 Sitz- und 1.120 Stehplätze verfügbar. Die Hallenöffnung erfolgt nach behördlicher Freigabe des Veranstaltungsorts, Richtzeit dafür sind 60 Minuten vor Spielbeginn. Sky Sport Austria überträgt diese Begegnung live, zudem berichten der Ticker auf kac.at und das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten direkt aus der Stadthalle.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC beendete die Pick Round am Sonntag mit einer für seine Abschlussplatzierung in der Regular Season bereits unbedeutenden Heimniederlage gegen Fehérvár AV19 (2:3). Damit halten die Rotjacken nach dem Grunddurchgang bei 30 Siegen (aus 54 Partien), mehr rot-weiße Erfolge gab es vor Play-Off-Beginn in nur drei der vergangenen 14 Saisonen. Nach den vor ihnen gereihten Vienna Capitals (gegen Znojmo) und Graz 99ers (gegen Linz) entschieden sich die Rotjacken im Viertelfinal-Pick unter den beiden noch verbliebenden Teams, den letztjährigen EBEL-Finalisten, für den HCB Südtirol als Gegner. Dadurch kommt es zur Neuauflage des Erstrunden-Duells aus dem Vorjahr, das der spätere Meister mit 4:2 für sich entscheiden konnte. In vier der damals sechs Konfrontationen entschied nur ein Treffer Differenz über Sieg und Niederlage, in zwei Begegnungen waren es zwei Tore.

Der HCB Südtirol musste sich in acht seiner zehn Partien in der Zwischenrunde, darunter jeder der jüngsten fünf, geschlagen geben. Dieses Fazit war mit dafür verantwortlich, dass sich die Füchse am Montag von Head Coach Kai Suikkanen trennten. Im Auswärtsspiel in Klagenfurt wird der neu verpflichtete Kanadier Clayton Beddoes an der Bande stehen, ihn unterstützt die am Dienstag als zusätzlicher Assistant Coach vorgestellte Klublegende Alexander Egger. Der Titelverteidiger tat sich in der jüngeren Vergangenheit speziell in der Fremde recht schwer, seit einem 2:1-Sieg in Graz Mitte Januar setzte es sieben Auswärtsniederlagen am Stück. Bei ihrem letzten Auftritt in der Stadthalle unterlagen die Italiener Anfang März mit 2:5.

 

Die Zahlen zum Spiel:

1 – In sieben der letzten acht Play-Off-Serien, an denen der EC-KAC beteiligt war, setzte sich jenes Team durch, das die erste Begegnung für sich entscheiden konnte. Einzige Ausnahme in diesem Zeitraum war das Halbfinale 2017 gegen den EC Salzburg (4:2-Sieg nach 0:2-Rückstand).

2 – Der EC-KAC verfügte seit der Etablierung des aktuellen Formats für das Viertelfinale bislang zwei Mal über das Pick Right, also die Möglichkeit, sich seinen Gegner in der ersten Play-Off-Runde auszusuchen. In beiden Fällen setzten sich die Rotjacken gegen den gewählten Kontrahenten recht souverän durch: 2013 mit 4:1 gegen Graz und 2017 mit 4:0 gegen Znojmo. 

3 – Seit der erstmaligen Einführung von Play-Offs in der Spielzeit 1973/74 starteten die Rotjacken nur drei Mal vom dritten Tabellenplatz nach dem Grunddurchgang aus in die KO-Phase der Meisterschaft. Immer überstanden die Klagenfurter dabei die erste Runde: 2002 war im Halbfinale Schluss, 2017 scheiterte man im Finale, 2013 krönte man sich zum Meister.

10 – Seit seinem Einstieg in die Erste Bank Eishockey Liga im Jahr 2013 hat der HCB Südtirol zehn Play-Off-Serien bestritten. Obwohl aus den insgesamt 53 Partien in der Post Season nur ein Torverhältnis von +7 zu Buche steht, konnten die Füchse sieben dieser zehn Serien für sich entscheiden.

14 – In den bislang sechs Saisonbegegnungen mit dem HCB Südtirol, von denen der EC-KAC fünf gewinnen konnte, dominierten die Rotjacken insbesondere bei Even Strength: In 288:01 absolvierten Minuten bei gleicher Spieleranzahl am Eis kassierten die Klagenfurter nur zwei Gegentreffer, erzielten selbst aber ganze 14 Tore. 

24:08 – Naturgemäß war es ein Verteidiger, der im Verlauf des Grunddurchgangs auf die höchste durchschnittliche Time-on-Ice aller Feldspieler des EC-KAC kam: Interimskapitän David Fischer stand pro Partie 24:08 Minuten lang am Eis. Unter den Stürmern hatte Nick Petersen mit 18:44 Minuten die höchste Einsatzzeit.

 

Der Gegner:

Mit Clayton Beddoes bestellte der HCB Südtirol zwei Tage vor dem Start der Viertelfinalserie einen neuen Head Coach, der Kanadier ist im sechsten EBEL-Jahr der Füchse der bereits sechste Trainer (nach Tom Pokel/190 Spiele, Mario Simioni/44, Don MacAdam/17, Pat Curcio/23 und Kai Suikkanen/103), der diese Position übernimmt. Die Vereinsführung reagierte damit auf die aus ihrer Sicht nicht zufriedenstellenden Ergebnisse der vergangenen Wochen: Seit in der zweiten Januar-Hälfte fünf Siege am Stück den Weg in die Pick Round geebnet hatten, gewann der Titelverteidiger nur zwei seiner zwölf ausgetragenen Partien.

Die Füchse verfügen über einen ausgeglichen und tief besetzten Kader, gleich elf Akteure beendeten den Grunddurchgang mit 20 oder mehr Scorerpunkten. Der emsigste Punktesammeler im Team ist aktuell Brett Findlay (49 Zähler in 50 Partien), der seit der 2:5-Niederlage in Klagenfurt am 1. März jedoch verletzungsbedingt nicht mehr zum Einsatz kam. Top-Torjäger des HCB ist der aus der letztjährigen Meistermannschaft bestens bekannte Alex Petan mit 17 Treffern, gefolgt von Mike Blunden mit 16. Letztgenannter sendete im Verlauf seiner letzten zwölf Partien allerdings nur ein Mal ein. Zwischen den Pfosten steht bei Bolzano einer der stärksten Torhüter der EBEL, Marathon-Mann Leland Irving, mit 2.606 Einsatzminuten Nummer drei unter allen Goalies, kam im Grunddurchgang auf die zweitbeste Save Percentage aller regelmäßigen Starter hinter Klagenfurts Lars Haugen.

In der Erste Bank Eishockey Liga traf der HCB Südtirol bislang 36 Mal auf die Rotjacken, dabei standen 20 Siegen des EC-KAC 16 der Italiener gegenüber. In der Stadthalle konnten sich die Füchse nur bei zwei ihrer jüngsten zehn Auftritte durchsetzen.

 

Die Personalien:

Bei den Rotjacken kehren gegenüber dem letzten Grunddurchgangsspiel Matthew Neal (krank) und Siim Liivik (angeschlagen) ins Lineup zurück. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Lars Haugen, Robin Gartner und Marco Richter, die finale Entscheidung über das Aufgebot in diesem ersten Viertelfinalspiel fällt - wie in den Play-Offs üblich - erst nach dem Morning Skate am Spieltag.

 

Der Kommentar:

„Play-Off-Auftakt - gegen den Titelverteidiger und vor eigenem Publikum, das ist großartig. Wir wollen vom ersten Scheibenaufwurf an Energie auf das Eis bringen, schnell in unseren Rhythmus kommen. Beim HCB Südtirol gab es in den letzten Tagen personelle Veränderungen, diese tangieren uns aber in keiner Weise: Unser Fokus ist gänzlich auf unser eigenes Spiel gerichtet. Ab morgen um 19.15 Uhr zählt es, wir können den Start kaum erwarten.“ (David Fischer, Stv. Kapitän EC-KAC)