Salzburg als nächster harter Brocken

Die Rotjacken bespielen in der ersten Heimpartie der Pick Round am Sonntag den formstarken EC Salzburg, der aktuell auf Tabellenplatz zwei liegt.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Am zweiten Spieltag der Pick Round tritt der EC-KAC erstmals vor eigenem Publikum an: Die Rotjacken empfangen am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) den EC Salzburg in der Stadthalle Klagenfurt. Karten für diese Begegnung sind noch in sämtlichen Kategorien erhältlich, sie können durchgehend im Online-Ticketshop des EC-KAC oder am Spieltag ab 16.00 Uhr an der Abendkassa bezogen werden. Die Partie gegen Salzburg wird nicht im TV übertragen, über ihren Verlauf informieren der Live-Ticker auf kac.at sowie das Kärntner Eishockeymagazin von Radio Kärnten.

 

Die Ausgangssituation:

Die Rotjacken erwischten nicht den erhofft guten Start in die Pick Round, sie unterlagen am Freitagabend beim EHC Linz mit 0:3 und kassierten damit ihre fünfte Niederlage in Folge bzw. den zehnten Verlust aus den jüngsten zwölf Spielen. Zwar behielten die Klagenfurter ihren vierten Tabellenplatz, der im Viertelfinale Heimrecht garantieren würde, der Abstand zu den Teams auf den Rängen eins bis drei, die sich in der ersten Play-Off-Runde ihren Gegner aussuchen dürfen, vergrößerte sich jedoch deutlich und liegt nun bei sieben bis vier Punkten. Nun kommt mit dem EC Salzburg ein hochklassiger, sehr spielstarker Kontrahent in die Stadthalle, in der der EC-KAC zuletzt nicht gerade vom Erfolg verwöhnt war: Für die Rotjacken stehen fünf Heimniederlagen am Stück zu Buche, was vor eigenem Publikum der längsten Verlustserie seit elf Jahren entspricht.

Programmgemäß mit einem Sieg eröffnete hingegen der EC Salzburg die Zwischenrunde: Die Bullen gewannen gegen den HC Innsbruck mit 4:1 und sind damit weiterhin der erste Verfolger von Tabellenführer Wien. Aus den jüngsten sieben Partien fuhren die Mozartstädter das Maximum von 21 Punkten ein, ihre letzte Niederlage datiert vom 7. Januar, als sie in Zagreb mit 4:5 den Kürzeren zogen. Mit 162 erzielten Treffern ist Salzburg die offensivstärkste Mannschaft der Erste Bank Eishockey Liga, ihr Schnitt an erzielten Toren pro Partie liegt um gleich 35 Prozent über jenem des EC-KAC.

 

Die Zahlen zum Spiel:

0 – Am Freitag fand eine etwas außergewöhnliche Serie ihre Fortsetzung: Im vierten Jahr in Folge blieb in der Auftaktpartie zur Zwischenrunde mit Beteiligung des EC-KAC eine der beiden Mannschaften ohne Treffer. Rot-Weiß siegte 2015 (8:0 gegen Innsbruck) und 2017 (5:0 in Wien), verlor aber 2016 (0:4 gegen Innsbruck) und 2018 (0:3 in Linz).

4 – In Linz blieben die Klagenfurter in ihrem 45. Saisonspiel zum bereits vierten Mal ohne Torerfolg. Die vier vorangegangenen „Zu Null“-Niederlagen für den EC-KAC erstreckten sich über eine doppelt so lange Zeitspanne, nämlich 90 Partien.

4 – Der EC Salzburg ist die einzige Mannschaft in der EBEL, gegen die den Rotjacken in der laufenden Spielzeit noch kein Sieg gelang. Allerdings wurden die Niederlagen im Saisonverlauf immer knapper: Nach zwei Drei-Tore-Verlusten im September und November unterlag man in den beiden Begegnungen im Dezember jeweils nur mit einem Treffer Differenz, bei der jüngsten Konfrontation eroberte der EC-KAC zumindest einen Punkt (3:4 nach Verlängerung).

6 – Salzburgs punktebester Spieler in Saisonduellen mit den Klagenfurtern ist Verteidiger Bobby Raymond mit sechs Zählern (zwei Tore, vier Assists), auf fünf Punkte kam Stürmer Brant Harris (drei Tore, zwei Assists).  

91 – Mit insgesamt 91 Punkten führen Johannes Bischofberger (32), Thomas Koch (31) und Manuel Ganahl (28) die teaminterne Scorerwertung des EC-KAC an. Allerdings verbuchte das Trio in den letzten fünf Partien gemeinsam nur einen einzigen Zähler.

100 – Die beiden Verteidiger Christoph Duller und Mitja Robar feiern im Heimspiel gegen den EC Salzburg ein kleines Jubiläum: Sie bestreiten jeweils ihr 100. EBEL-Spiel im Trikot des EC-KAC.

 

Der Gegner:

Der Saisonverlauf des EC Salzburg ist von einem steten Aufwärtstrend gekennzeichnet: Beschränkten sich die Erfolge der Bullen in der Anfangsphase des Spieljahres noch vornehmlich auf die Champions Hockey League (in der man als einziger EBEL-Klub die Vorrunde überstand und in der Folge nur knapp mit 5:6 Toren am nunmehrigen Finalisten Växjö scheiterte), so kam die Truppe von Head Coach Greg Poss ab Mitte Oktober auch in der Liga immer besser in Schwung. Sinnbildlich dafür steht die Verteilung der Niederlagen auf der Zeitachse des Spieljahres: In den ersten zwölf EBEL-Runden verlor Salzburg gleich oft - nämlich acht Mal - wie in den 33 Partien seither.

Maßgeblich am Aufschwung des Teams beteiligt sind die drei Nachverpflichtungen, die Salzburg im September, Oktober und November getätigt hat: Die Stürmer Rob Schremp und Peter Mueller gehören zum Besten, das die EBEL offensiv zu bieten hat, Verteidiger Martin Štajnoch agiert im Schatten dieses Duos eher unauffällig, aber höchst effizient: Obwohl er erst bei 22 Einsätzen hält, wird seine starke Plus/Minus-Bilanz von +16 in der gesamten Liga nur von einem einzigen Verteidiger überboten: Seinem Klubkollegen Bobby Raymond.

Überragend agiert der EC Salzburg aktuell im Powerplay, in elf der letzten zwölf Partien konnte zumindest ein Treffer bei numerischer Überlegenheit erzielt werden. Mit einer Erfolgsquote von 27,3 Prozent ist das Überzahlspiel der Bullen das statistisch beste der Liga, in den vier Saisonbegegnungen mit dem EC-KAC lag dieser Wert mit 31,8 Prozent sogar noch höher. Die Bullen benötigten gegen die Rotjacken heuer bislang nur 4:14 Minuten an Powerplay, um einen Überzahltreffer zu erzielen, auf Seiten der Klagenfurter lag dieser Wert hingegen bei 15:53 Minuten.

Mit den vier Erfolgen über den EC-KAC in der bisherigen Spielzeit baute der EC Salzburg seine Führung in der historischen Bilanz aus direkten Duellen aus: Seit dem EBEL-Einstieg der Mozartstädter im Jahr 2004 gingen 68 der 124 Begegnungen an die Roten Bullen, Klagenfurt siegte 56 Mal. Während die Rotjacken im letztjährigen Play-Off-Halbfinale einen 0:2-Serienrückstand noch in einen 4:2-Sieg verwandeln konnten, hatten sie in der jüngeren und mittleren Vergangenheit im Grunddurchgang meist einen schweren Stand gegen Salzburg: Von den letzten elf Regular Season-Heimspielen gegen den ECS gingen nur zwei an Rot-Weiß, der letzte Heimsieg im Grunddurchgang in regulärer Spielzeit liegt schon mehr als fünf Jahre zurück (4:3 am 26. Dezember 2012).

 

Die Personalien:

Die finalen Personalentscheidungen hinsichtlich des Spiels gegen Salzburg werden erst nach dem Training am Samstagnachmittag getroffen, es ist jedoch davon auszugehen, dass der EC-KAC mit dem gleichen Aufgebot antreten wird wie am Freitagabend in Linz. Definitiv nicht im Lineup zu finden sein werden die verletzten Stürmer Thomas Hundertpfund und Andrew Kozek, beide stehen den Rotjacken-Fans in der ersten Drittelpause der Partie im Foyer der Stadthalle für Autogramm- und Fotowünsche zur Verfügung.

 

Der Kommentar:

„Es war schön, nach meiner langen Verletzungspause gleich im ersten Spiel wieder zu treffen, aber mir ist es wesentlich wichtiger, dass wir als Mannschaft zurück in die Erfolgsspur finden. Wir hatten in elf der letzten zwölf Partien mehr Torschüsse als der jeweilige Gegner und mussten dennoch zehn Niederlagen hinnehmen, es liegt also auf der Hand, wo wir uns schleunigst verbessern müssen: Wir müssen den einen oder anderen Treffer erzwingen, egal, wie schön oder glücklich ein Tor sein mag, der Puck muss in die Maschen, damit sich dieser Knoten endlich löst.“ (Matthew Neal, Stürmer EC-KAC)