Spitzenspiel gegen Salzburg

In der letzten EBEL-Runde vor der Länderspielpause empfängt der EC-KAC am Sonntagabend den EC Salzburg zur „Neuauflage“ der letztjährigen Halbfinal-Konfrontation.

Spitzenspiel gegen Salzburg

 

Die Eckdaten:

Am 18. Spieltag der Erste Bank Eishockey Liga, der letzten vor dem International Break, gastiert am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.45 Uhr) der EC Salzburg in der Stadthalle Klagenfurt. Tickets für dieses erste von nur drei Heimspielen der Rotjacken im Monat November sind noch in allen Kategorien erhältlich, sie können im Online-Ticketshop des EC-KAC sowie am Spieltag ab 16.15 Uhr an den Abendkassen bezogen werden. ServusTV überträgt das Duell zwischen Klagenfurt und Salzburg ab 17.30 Uhr über seinen Streamingdienst auf servushockeynight.com live, auch Radio Kärnten berichtet wie üblich direkt aus der Arena. Über den Spielverlauf informiert zudem der Live-Ticker auf kac.at.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC (18 Zähler) war im Monat Oktober die nach Punkten zweitbeste Mannschaft der EBEL hinter den Vienna Capitals (19) und startete am Donnerstagabend auch in den November mit einem Sieg (3:2 in Znojmo). Aktuell halten die Rotjacken bei fünf Erfolgen am Stück, sie liegen am dritten Tabellenplatz, den sie mit größter Wahrscheinlichkeit auch über die Länderspielpause hinweg behalten werden. Dem EC Salzburg mussten sich die Klagenfurter im ersten Saisonduell Mitte September auswärts mit 3:6 geschlagen geben.

Die Bullen kommen am Sonntagabend erstmals seit dem entscheidenden sechsten Spiel der letztjährigen Halbfinalserie nach Klagenfurt, damals feierte der EC-KAC einen 4:0-Heimerfolg, der den Einzug ins Finale sicherstellte. Der eher durchwachsen in die neue Saison gestartete EC Salzburg fuhr in der zweiten Oktoberhälfte vier Siege am Stück ein, dank derer er sich in die obere Tabellenhälfte schob. In der aktuellen Woche zeigte das Team zwei Gesichter: Am Dienstag bezwang man im Achtelfinal-Hinspiel der Champions Hockey League den Sieger des letztjährigen SHL-Grunddurchgangs, die Växjö Lakers, mit 2:1, am Freitag unterlag man dem EC VSV vor eigenem Publikum mit 3:5.

 

Die Zahlen zum Spiel:

2 – Im Zuge der letztjährigen Halbfinalserie konnte der EC-KAC den EC Salzburg in der Stadthalle zwei Mal hintereinander besiegen (4:1 und 4:0 in Spiel vier und sechs). Es waren dies die ersten rot-weißen „Back-to-Back“-Heimsiege gegen die Bullen seit dem Jahr 2012.

7 – Im Vorjahr bestritten die Rotjacken sechs Heimspiele gegen den EC Salzburg, dabei avancierte Thomas Koch mit sieben Zählern zum besten Scorer des EC-KAC. Auf fünf Punkte kamen Jamie Lundmark, Manuel Ganahl und David Fischer.

16 – Während Klagenfurt in jedem der letzten drei Auswärtsspiele im Powerplay anschreiben konnte, wurden Situationen numerischen Vorteils am Eis in Heimspielen zuletzt schlecht ausgenutzt. Jedes der jüngsten 16 Powerplays vor heimischer Kulisse (Gesamtlaufzeit: 29:55 Minuten) endete ohne einen rot-weißen Treffer.

61,6 – Im Verlauf der jüngsten Siegesserie war die Stärke des EC-KAC am Bullypunkt ein wesentlicher Faktor, zusammengerechnet gewannen die vier etatmäßigen Mittelstürmer in diesem Zeitraum 61,6 Prozent der Scheibenaufwürfe (Matthew Neal 67,6 Prozent, Julian Talbot 65,9, Thomas Koch 58,1 und Kevin Schettina 46,4).

138 – Steven Strong kehrt gegen den EC Salzburg wieder in das Lineup der Rotjacken zurück. Von den 146 EBEL-Partien, die der EC-KAC seit dem Wechsel des Verteidigers nach Klagenfurt im Jahr 2015 bestritt, absolvierte Strong 138, in den übrigen acht war er gesperrt. Der Nationalspieler verpasste noch nie eine Liga-Begegnung aus anderen Gründen. 

164 – Die herausragende Serie von Marco Brucker hielt auch im jüngsten Auswärtsspiel in Znojmo: In mittlerweile mehr als 164 Even Strength-Minuten, in denen der KAC-Stürmer am Eis stand, haben die Rotjacken noch keinen einzigen Gegentreffer kassiert. Im Angriff klingelt es bei „Fünf-gegen-Fünf“ (bzw. „Vier-gegen-Vier“) mit Brucker am Eis hingegen alle 23:29 Minuten (Durchschnitt aller Rotjacken-Angreifer: 27:26 Minuten, Anm.).

 

Der Gegner:

Der EC Salzburg musste in der vergangenen Saison 2016/17 erstmals seit 2013 wieder vor dem Play-Off-Finale die Segel streichen, die Bullen unterlagen im Halbfinale dem EC-KAC trotz zwischenzeitlicher 2:0-Serienführung mit 2:4. Im Sommer führte dies zu einem nicht unwesentlichen, aber bedacht vollzogenen Umbau im Kader. In der Abwehr sparte man einen Legionärsplatz ein, Julien Brouillette und Matt Generous ersetzten Mark Flood, Zdeněk Kutlák und Daniel Sondell. Im Angriff verpflichtete der finanzielle EBEL-Krösus hingegen einen zusätzlichen Import: Brett Olson und Bill Thomas verließen den Klub im Sommer, Brant Harris und Alex Aleardi wechselten an die Salzach. Letzterer wurde mittlerweile durch den herausragenden Rob Schremp ersetzt, außerdem kam kurz nach Saisonbeginn auch Peter Mueller neu zu den Bullen.

In die Spielzeit 2017/18 startete der sechsfache EBEL-Meister etwas holprig, die beiden Siege in der Champions Hockey League gegen DEL-Klub Wolfsburg sicherten den Bullen aber (als einzigem Klub aus der heimischen Meisterschaft) den Einzug in die KO-Phase des Bewerbs. An den internationalen Erfolgen konnte sich Salzburg auch im Ligaalltag aufrichten: Nach acht Niederlagen in den ersten zwölf Runden punktete man seit Mitte Oktober konstant, vier der jüngsten fünf Partien wurden gewonnen. Punktebester Spieler im Kader ist einmal mehr John Hughes, der kanadische Stürmer konnte heuer bereits 19 EBEL-Scorerpunkte verbuchen. Seine starke letzte Spielzeit bestätigt auch Alexander Rauchenwald, der am Freitag mit zwei Toren gegen seinen Stammklub Villach zwar die überraschende Heimniederlage seines Teams nicht verhindern, sein persönliches Punktekonto aber auf schon 15 Zähler hochschrauben konnte. Zwischen den Pfosten setzt Salzburg auch heuer auf das sehr ausgeglichene Duo Bernhard Starkbaum und Luka Gračnar, wobei in der Partie in Klagenfurt wohl der Österreicher den Vorzug erhalten dürfte. Der Stammgoalie des Team Austria verlor in der Liga heuer bei acht Starts nur zwei Mal.

Dem EC-KAC steht der EC Salzburg am Sonntagabend zum bereits 122. Mal gegenüber. Die bisherigen Konfrontationen endeten in 65 Fällen mit einem Sieg der Bullen, die Rotjacken setzten sich 56 Mal durch. Anders gestaltet sich die historische Bilanz in auf Klagenfurter Eis ausgetragenen Duellen: Hier hatte in 60 Prozent der Begegnungen der EC-KAC das bessere Ende für sich. Allerdings gewannen die Mozartstädter neun ihrer jüngsten 13 Partien in Kärntens Landeshauptstadt.

 

Die Personalien:

Beim EC-KAC konnten alle nach dem Auswärtssieg in Znojmo angeschlagenen Cracks beschwerdefrei am Samstagstraining teilnehmen, es kommt also zu keinen weiteren Ausfällen. Im Gegenteil: Steven Strong hat seine sich über fünf Runden erstreckende Sperre abgesessen und kehrt gegen Salzburg wieder ins Lineup der Klagenfurter zurück. Weiterhin nicht dabei sind Richie Regehr, Mitja Robar, Johannes Bischofberger, Manuel Geier und Patrick Harand, mit Ausnahme des Kapitäns dürften jedoch alle Verletzten nach dem International Break wieder ins Aufgebot rücken.

 

Der Kommentar:

„Die Siege in den letzten Wochen haben uns Selbstvertrauen gegeben, das wirkt sich auch auf unser Spiel aus: In Znojmo waren wir vielleicht nicht die bessere Mannschaft, dennoch haben wir einen Weg gefunden, die Partie zu unseren Gunsten zu entscheiden. Das war heuer auch schon anders. Insofern heißt es für uns, im Flow zu bleiben und auch gegen Salzburg unser Ding durchzuziehen. Die Bullen sind eine der stärksten Mannschaften in der Erste Bank Eishockey Liga, wir streben aber vor heimsicher Kulisse einen positiven Abschluss dieser ersten Saisonphase vor dem International Break an.“ (Marco Brucker, Stürmer EC-KAC)