Spitzenspiel in Salzburg am Sonntag

Im zweiten Auswärtsspiel dieses Wochenendes tritt der EC-KAC am Sonntagabend beim EC Salzburg an, dabei kommt es einmal mehr zur Neuauflage des letztjährigen Halbfinalduells.

Foto: GEPA/RedBull/Roittner

 

Die Eckdaten:

Spieltag 27 in der laufenden Saison der Erste Bank Eishockey Liga bringt für den EC-KAC am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.45 Uhr) das Auswärtsspiel beim EC Salzburg, dem man in jeder der vergangenen drei Spielzeiten auch in den Play-Offs gegenüberstand. ServusTV bietet zu dieser Begegnung einen Live-Stream auf servushockeynight.com an, auch Radio Kärnten berichtet im Rahmen des Kärntner Eishockeymagazins live aus dem Volksgarten. Aufgrund der Live-Übertragung von ServusTV entfällt der Live-Ticker auf kac.at zu diesem Spiel.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC musste am Freitagabend beim EHC Linz (2:4) seine erste Niederlage seit dem 5. November einstecken. Nach sieben Erfolgen am Stück war es insbesondere die schlechte Anfangsphase mit drei Gegentreffern innerhalb der ersten 199 Sekunden, die als Hauptgrund für diesen Verlust gewertet werden kann. Damit schmolz der Punktevorsprung der unverändert zweitplatzierten Rotjacken auf die Black Wings auf drei Zähler zusammen. In der Fremde gaben die Klagenfurter zuletzt meist eine sehr gute Figur ab, in der laufenden Saison stehen acht Auswärtssiegen nur fünf Niederlagen gegenüber, nur Tabellenführer Wien ist „on the road“ erfolgreicher als Rot-Weiß.

Über einen Sieg, der die Mannschaft von Greg Poss wieder auf Rang vier klettern ließ, konnte sich am Freitag der EC Salzburg freuen: Die Bullen glichen in Znojmo gleich drei Mal einen Rückstand aus und gewannen schließlich in der Verlängerung mit 4:3. Damit konnten die Salzburger ihre gute Form der letzten Wochen einmal mehr unter Beweis stellen, im Verlauf der jüngsten 14 Runden holte man gleich zehn Siege. Darunter auch einen 3:0-Erfolg in Klagenfurt Anfang November, der nach dem 6:3 vor eigenem Publikum Mitte September dem bereits zweiten Bullensieg im zweiten Saisonduell mit dem EC-KAC entsprach.

 

Die Zahlen zum Spiel:

3 – Von den letzten 35 Auswärtsspielen im Volksgarten konnten die Rotjacken nur drei in regulärer Spielzeit gewinnen, fünf weitere Erfolge waren innerhalb dieses Zeitraums in der Overtime zu verbuchen. 

5 – Seit seiner vorzeitigen Auswechslung im Auswärtsspiel in Bolzano Ende Oktober bestritt David Madlener fünf EBEL-Partien für die Rotjacken, dabei kassierte er lediglich drei Gegentreffer. Für diesen Zeitraum steht eine herausragende GAA von 0,61 und eine Quote von 97,11 Prozent abgewehrter Schüsse am Papier.

13 – Die Heimbilanz des EC Salzburg in der laufenden Spielzeit präsentiert sich noch als durchaus ausbaufähig, in 13 Partien vor eigenem Publikum gelangen den Bullen nur acht Siege. Diese Erfolgsquote von derzeit 61,5 Prozent ist der niedrigste Wert für Salzburg seit der Saison 2007/08 (61,3 Prozent). Nur in einem der letzten zwölf Jahre kassierte man zu Hause mehr Gegentore pro Spiel als heuer (2,85). 

16 – Für Mitja Robar, Thomas Koch, Stefan Geier und Julian Talbot endete am Freitag eine eindrucksvolle Serie: Seit der Auswärtsniederlage am 6. Oktober in Zagreb hatte keiner von ihnen eines der seither 16 Spiele mit einer negativen Plus/Minus-Bilanz beendet. Der ebenfalls abgebrochene Streak von Jon Rheault hatte sogar 17 Runden lang gehalten. 

93,1 – Der EC-KAC ist seit der Länderspielpause das beste Team der EBEL in Situationen numerischer Unterlegenheit. In diesem Zeitraum kassierten die Rotjacken in 29 Unterzahlsituationen nur zwei Gegentreffer, was einer Erfolgsquote von 93,1 Prozent entspricht. In keinem der jüngsten 21 Powerplays gelang dem jeweiligen Gegner der Klagenfurter ein Tor.

204 – Nach der Drei-Punkte-Regel berechnet, hat der EC-KAC seit der Neugründung der höchsten Spielklasse im Jahr 2000 gegen kein Team mehr Punkte abgegeben als gegen den EC Salzburg. In bislang 122 direkten Duellen holte Rot-Weiß 162 Zähler, die Bullen verbuchten 204 Punkte.

 

Der Gegner:

Ligakrösus Salzburg erwischte keinen sonderlich guten Start in die EBEL-Saison 2017/18, erst am vierten Spieltag gelang beim 6:3 gegen den EC-KAC der erste Punktgewinn und Sieg des neuen Spieljahres. Eine kurze Schwächeperiode durchlebten die Bullen zudem Anfang Oktober, als es vier Niederlagen in Serie setzte. Seitdem zeigt die Formkurve jedoch kontinuierlich nach oben, mit den jüngsten „Back-to-Back“-Siegen gegen Znojmo schob sich der EC Salzburg wieder auf den vierten Tabellenplatz nach vor.

Dass man an der Salzach mit dem bisherigen Saisonverlauf insgesamt jedoch noch nicht ganz zufrieden ist, dokumentiert die Transferaktivität der vergangenen Wochen: Bereits drei Tauschvorgänge wurden verbraucht, die US-Stürmer Peter Mueller und Rob Schremp sowie der slowakische Verteidiger Martin Štajnoch stießen neu zum Team. Die aktuellen Topscorer des sechsfachen EBEL-Champions sind allerdings altbewährte Kräfte: John Hughes und Thomas Raffl verbuchten auch heuer mehr als einen Punkt pro Partie. Als neben dem gebürtigen Villacher bester Torschütze der Bullen trat bisher Brant Harris in Erscheinung, der im Sommer verpflichtete Kanadier erzielte mit dem Overtime-Gamewinner am Freitag in Znojmo seinen bereits zehnten Saisontreffer. Auf der Torhüterposition vertraut der EC Salzburg wie auch der EC-KAC auf ein ausgeglichenes Duo von gehobener Klasse: Sowohl Luka Gračnar als auch Bernhard Starkbaum erhielten heuer bislang 13 Starts, wobei der Österreicher bei sieben seiner letzten acht Einsätze siegreich blieb.

Den Rotjacken standen die Mozartstädter Zeit ihrer Ligazugehörigkeit bislang 122 Mal gegenüber, mit 66 zu 56 Siegen und 411 zu 353 Toren hat Salzburg in der ewigen Bilanz die Nase recht deutlich vorne. Im Volksgarten, wo es für die Klagenfurter über viele Jahre nur wenig zu holen gab (nur zehn Regulation-Siege bei 56 Auftritten von 2004 bis 2016, Anm.), lief es für den EC-KAC zuletzt jedoch recht gut: Von den fünf Gastspielen im Kalenderjahr 2017 konnten immerhin drei gewonnen werden, zwei davon im Rahmen der packenden Halbfinalserie der vergangenen Saison.

 

Die Personalien:

Bei den Rotjacken werden Richie Regehr, Jamie Lundmark und Matthew Neal weiterhin fehlen. Beim zuletzt erkrankten Johannes Bischofberger ist mittlerweile eine deutliche Besserung eingetreten, über seinen Einsatz im Auswärtsspiel in Salzburg wird nach dem Morgentraining am Spieltag in Klagenfurt entschieden. Alle übrigen Kaderspieler stehen dem Trainerteam für diese Partie nach aktuellem Stand zur Verfügung.

 

Der Kommentar:

„Ein solcher Start in die Partie wie am Freitag in Linz soll und darf nicht mehr vorkommen. Auch wenn wir danach gut zurückgekommen sind, war die Bürde aus der Anfangsphase einfach zu groß. Salzburg tritt vor eigenem Publikum ähnlich ambitioniert auf, kommt stets mit Karacho aus der Kabine. Es gilt also, besser auf der Hut zu sein, gut in das Spiel zu finden und sich dann der Umsetzung unseres eigenen Systems zu widmen. Schließlich wollen wir die Bullen nach den Drei-Tore-Niederlagen in den ersten beiden Saisonduellen diesmal in die Knie zwingen.“ (David Fischer, Verteidiger EC-KAC)