Wiedersehen mit dem Dornbirner EC

Im neunten Auswärtsspiel der laufenden Saison steht der EC-KAC am Sonntagabend erneut den Dornbirn Bulldogs gegenüber, die man im ersten Duell der Spielzeit mit 3:0 bezwingen konnte.

Foto: DEC/cdmediateam

 

Die Eckdaten:

In ihrem elften Saisonspiel in der Erste Bank Eishockey Liga treten die Rotjacken zum bereits zweiten Mal auswärts gegen den Dornbirner EC an. Über diese am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) ausgetragene Partie berichten der Ticker auf kac.at sowie das Eishockeymagazin von Radio Kärnten (ab 18.03 Uhr) live.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC gab im Heimspiel gegen die Graz 99ers am Freitagabend zwar einen 2:0-Vorsprung nach 40 Minuten aus der Hand und unterlag im Penaltyschießen, kletterte mit dem Punktgewinn aber wieder auf Rang vier und damit ins erste Drittel der EBEL-Tabelle. In der Fremde lief es für die Rotjacken zuletzt nicht nach Wunsch, seit dem 3:0-Shutout-Sieg in Dornbirn am 30. September unterlagen die Klagenfurter auswärts drei Mal hintereinander mit einem Treffer Differenz. Zum Spiel gegen die Bulldogs reiste das Team bereits am Samstagmorgen an, um sich in Vorarlberg in Ruhe auf die zweite und eventuell schon letzte Auswärtsbegegnung mit dem DEC in dieser Saison vorzubereiten.

Der Dornbirner EC startete hervorragend in die Spielzeit 2018/19, nach vier Runden und ebenso vielen Siegen führte man kurzzeitig sogar die Tabelle an. Anschließend gab es zu Hause gegen Fehérvár AV19 noch einen Punkt, mit der Heimniederlage gegen den EC-KAC setzte aber endgültig eine Trendumkehr ein, fünf weitere Verluste - allesamt nach 60 Minuten - folgten.  Dadurch rutschten die Vorarlberger auf Rang neun ab, noch vor dem Duell mit den Rotjacken am Sonntag haben sie jedoch die Möglichkeit zur Positionsverbesserung: Am Samstagabend tritt der DEC vor eigenem Publikum gegen Schlusslicht Orli Znojmo an.

 

Die Zahlen zum Spiel:

3 – Zwar stets nur marginal (zwischen 0,2 und 3,3 Prozent), doch in jedem seiner jüngsten drei EBEL-Spiele verfügte der EC-KAC über weniger Zeit im Puckbesitz als sein jeweiliger Gegner.

3,60 – In keiner aktuellen EBEL-Arena außer der eigenen (3,62) hat der EC-KAC seit der Liga-Neugründung im Jahr 2000 mehr Treffer erzielt als im Messestadion zu Dornbirn: 54 Tore in 15 Partien entsprechen einem Schnitt von 3,60 pro Spiel.

4 – Gegen das statistisch betrachtet effektivste Powerplay der Liga (Erfolgsquote vor dem Spiel: 32,4 Prozent) kassierten die Rotjacken am Freitagabend in vier Unterzahlsituationen keinen Gegentreffer. Zudem kam Graz auch nur auf 0,98 Torschüsse pro 120 Überzahlsekunden, noch nie in der laufenden Saison ließ der EC-KAC weniger Powerplay-Abschlüsse des jeweiligen Gegners zu. 

16 – Nach zehn absolvierten Begegnungen, acht davon auswärts, hält der EC-KAC bei 16 Punkten, pro Partie holt Rot-Weiß also durchschnittlich 1,60 Zähler. Dieser Wert entspricht dem zweithöchsten der letzten fünf Spielzeiten nach der Vizemeister-Saison 206/17 (1,63).

265 – Im bisherigen Saisonverlauf wurden 265 Schüsse auf die KAC-Goalies Lars Haugen und David Madlener abgegeben. 248 davon, also 93,58 Prozent, konnten die rot-weißen Schlussmänner parieren, ihr gemeinsamer Gegentorschnitt pro 60:00 Minuten (GAA) liegt bei 1,68.

 

Der Gegner:

Die siebte Spielzeit des Dornbirner EC in der Erste Bank Eishockey Liga war bislang eine abwechslungsreiche: Auf das Hoch im September, als man nach vier Siegen zum Auftakt gar die Tabelle anführte, folgten sechs Niederlagen am Stück, nach denen die Bulldogs aktuell außerhalb der Play-Off-Ränge auf Platz neun liegen. Im Oktober blieb der DEC in seinen bisher vier Partien bei 9:16 Toren noch gänzlich ohne Punktgewinn, in jeder dieser vier Begegnungen verzeichnete der jeweilige Gegner mehr Torschüsse als die Vorarlberger.

Die schon traditionell stark auf importierte Qualität setzenden Bulldogs nahmen seit dem letzten Duell mit dem EC-KAC Ende September einen weiteren Legionär unter Vertrag: Brock Trotter ersetzte den langfristig verletzten Rob Bordson. Der kanadische Stürmer kam seit seinem 2014 gegebenen Comeback nach zweijähriger Verletzungspause in den vergangenen vier Spielzeiten auf durchschnittlich lediglich 29 Saisoneinsätze, repräsentierte dabei jedoch gleich sechs verschiedene Klubs. Sein Debüt beim DEC, der unter der Woche mit NHL-Jungstar William Nylander einen prominenten Trainingsgast begrüßen konnte, gibt Trotter im Heimspiel Dornbirns gegen Znojmo am Samstagabend.

Auf den EC-KAC treffen die Bulldogs am Sonntag zum 30. Mal seit ihrem EBEL-Einstieg im Jahr 2012, von den bislang 29 Begegnungen konnten die Klagenfurter eine knappe Mehrheit von 16 für sich entscheiden. Bemerkenswert: Sowohl das letzte in Kärnten als auch das jüngste in Vorarlberg ausgetragene Duell endete mit einem Shutout-Erfolg für die jeweilige Gastmannschaft. Damit bestätigte sich auch ein Trend, der sich über die letzten Jahre zog: Seit dem Ligacrash im Jahr 2000 waren nur KAC-Spiele gegen den HCB Südtirol, in denen es durchschnittlich lediglich 5,26 Treffer pro Partie zu sehen gab, torärmer als jene gegen Dornbirn (5,55).

 

Die Personalien:

Im Lineup der Rotjacken sind gegenüber dem Freitagsspiel gegen Graz keine Änderungen vorgesehen, die Mannschaft reiste am Samstag in unveränderter Zusammensetzung nach Vorarlberg. Weiterhin out sind demnach Christoph Duller, Andrew Kozek und der angeschlagene Marco Richter. Über die Besetzung des Starting Goalies entscheidet der Trainerstab erst vor Ort in Dornbirn.

 

Der Kommentar:

„Dass wir am Freitagabend nach Zwei-Tore-Führung letztlich nur mit einem Zähler dastanden, ist ärgerlich, aber unser Blick muss sich nach vorne richten und tut das auch. Wir agieren defensiv unverändert kompakt, genau das braucht es bei einem Auswärtsspiel wie dem bevorstehenden in Dornbirn auch. Die Bulldogs verfügen über eine ausgebuffte Mannschaft, die Fehler meist umgehend bestraft und nicht viele Chancen für ihre Tore benötigt. Stabilität hinten und eine bessere Trefferquote vorne, das sind die beiden wichtigsten Aspekte, an denen wir arbeiten.“ (Niki Kraus, Stürmer EC-KAC)