Znojmo in Klagenfurt zu Gast

Nur 44 Stunden nach der knappen Overtime-Niederlage gegen Salzburg tritt der EC-KAC am Sonntagabend erneut zu Hause an, Gegner ist diesmal Orli Znojmo.

Foto: QSpictures

 

Die Eckdaten:

Im ersten von zwei aufeinanderfolgenden Spielen gegen den gleichen Gegner tritt der EC-KAC (Saisonbilanz: 17 Siege, 11 Niederlagen) am Sonntagabend (Spielbeginn: 17.30 Uhr) zu Hause gegen Orli Znojmo an. Diese Begegnung der 29. Runde in der Erste Bank Eishockey Liga wird nicht im TV übertragen, Radio Kärnten und der Ticker auf kac.at berichten aber live aus der Stadthalle. Eintrittskarten sind noch in sämtlichen Kategorien im Online-Ticketshop des EC-KAC sowie am Spieltag ab 16.00 Uhr an der Abendkassa erhältlich.

 

Die Ausgangssituation:

Der EC-KAC unterlag am Freitagabend vor eigenem Publikum dem EC Salzburg auch im vierten Saisonduell, diesmal konnten sich die Rotjacken aufgrund des Verlusts in der Verlängerung aber zumindest einen Zähler gutschreiben lassen. In der Tabelle ergaben sich dadurch nur marginale Veränderungen: Nach wie vor liegen die Klagenfurter auf dem dritten Rang, der Abstand zum Zweiten aus Linz beträgt einen, jener zum Vierten aus Salzburg sechs Punkte. In Heimspielen hat das Team von Steve Walker und Christoph Brandner bislang exakt zwei Drittel (28) aller möglichen Zähler (42) geholt, gegen Znojmo konnte man sich in beiden bisherigen Saisonduellen in regulärer Spielzeit durchsetzen (3:1 zu Hause, 3:2 auswärts).

Orli Znojmo liegt aktuell auf Tabellenposition neun der Erste Bank Eishockey Liga und ist Teil des ausgedehnten Mittelfelds des Rankings, in dem nur sieben Zähler zwischen dem Fünften Dornbirn und dem Elften Székesfehérvár liegen. Ab Mitte Oktober schlitterten die Tschechen in eine Formkrise, in 15 aufeinander folgenden Partien glückten nur drei Siege, zuletzt rehabilitierten sich die Adler aber mit knappen Siegen in Villach (3:2) und gegen Graz (5:4 nach Verlängerung). Auswärts gewannen die Südmähren in der bisherigen Saison ausschließlich gegen die drei in der Tabelle hinter ihnen platzierten Teams. Zudem zählt der EC-KAC ganz und gar nicht zu den Lieblingsgegnern der Tschechen: Jedes der letzten sieben direkten Duelle - inklusive der vier im letztjährigen Viertelfinale - ging an die Rotjacken.

 

Die Zahlen zum Spiel:

3 – In jedem der letzten fünf Spiele gegen Znojmo erzielte der EC-KAC exakt drei Treffer. 

6 – Bislang trat der EC-KAC in der Ligageschichte 17 Mal vor eigenem Publikum gegen Znojmo an (12 Siege, 5 Niederlagen). Gleich sechs dieser Begegnungen gingen in eine Verlängerung, wobei die Klagenfurter dabei fünf Mal das bessere Ende für sich hatten.

10,3 – Die Rotjacken sind das dominanteste Team der EBEL in Situationen bei gleicher Spieleranzahl am Eis: Pro Partie gibt der EC-KAC im Schnitt 10,3 Even Strength-Torschüsse mehr ab als sein jeweiliger Gegner. Weniger Abschlüsse bei personellem Gleichstand als die andere Mannschaft hatte Rot-Weiß zuletzt im Auswärtsspiel in Znojmo am 2. November.

12 – Verteidiger Mitja Robar erzielte im Heimspiel gegen Salzburg am Freitag seinen zweiten Saisontreffer und schraubte seine Plus/Minus-Bilanz auf +12, den Höchstwert aller Abwehrspieler des EC-KAC, nach oben. Pro 60:00 Minuten EV-Eiszeit Robars kommen die Gegner nur auf 43,3 Torschussversuche, auch dies entsprich dem besten Rating aller Defensivkräfte der Rotjacken. 

14 – Klagenfurts bester Torschütze in Spielen gegen Znojmo ist Jamie Lundmark, der den Tschechen seit deren EBEL-Beitritt bereits 14 Mal den Puck ins Tor setzte. John Lammers traf neun, Oliver Setzinger und Stefan Geier jeweils acht Mal.

74,3 – Gegen keine andere aktuelle EBEL-Mannschaft gewann der EC-KAC bisher häufiger als gegen Orli Znojmo: Seit dem Einstieg der Tschechen in die Liga gingen 26 der 35 direkten Begegnungen - fast unglaubliche 74,3 Prozent aller Spiele - an die Klagenfurter.

80 – Kein Kaderspieler der Rotjacken gab heuer mehr Torschüsse ab als Verteidiger David Fischer: Der US-Amerikaner feuerte bislang 80 Mal auf des Gegners Gehäuse, in der teaminternen Wertung folgen mit Jon Rheault (78) und Kevin Kapstad (77) zwei seiner Landsleute.

 

Der Gegner:

Orli Znojmo spielt aktuell seine siebte Saison in der Erste Bank Eishockey Liga, diese ist von der Erfolgsquote her (42,9 Prozent gewonnene Spiele, Anm.) die schwächste seit dem Premierenjahr 2011/12 (36,5 Prozent). Sowohl im Vorjahr, als die Tschechen eine für ihre Verhältnisse mit zahlreichen Imports gespickte Truppe stellten, als auch heuer, wo man wieder verstärkt auf einheimische Crack setzt, hat die Mannschaft an Tempo und offensivem Esprit verloren, die Zeiten, als die Adler förmlich durch die Liga wirbelten, scheinen vorerst vorbei zu sein. Nach dem guten Start in die Saison mit sieben Erfolgen an den ersten elf Spieltagen verlor Znojmo in der Tabelle Platz um Platz, in Südmähren hofft man, dass die jüngsten Erfolge in Villach und gegen Graz die Trendwende eingeleitet haben.

Im Aufgebot der Tschechen stehen mit Colton Yellow Horn, der mit 27 Zählern einmal mehr die teaminterne Scorerwertung anführt, und Adam Miller nur noch zwei Nordamerikaner. Der Letztgenannte stieß erst im November zur Mannschaft und hatte keinen leichten Start, blühte jüngst aber mit sieben Scorerpunkten aus den letzten drei Partien, darunter einem Hattrick im Heimspiel gegen Graz am Freitag, förmlich auf. Von den Neuzugängen des Sommers überzeugte vor allem Stürmer Erik Němec, der mit zehn Treffern aktuell der beste Torschütze der Adler ist. Im bisherigen Saisonverlauf ein wenig abgebaut hat der starke Goalie Marek Schwarz, der jedoch häufig von seiner Vordermannschaft im Stich gelassen wird. Die 3,29 Gegentore, die Znojmo pro Partie kassiert, sind ligaweit der zweithöchste Wert hinter Graz (3,39).

Der EC-KAC war in der Vergangenheit der sprichwörtliche „Angstgegner“ der Südmähren: Von den letzten 17 direkten Begegnungen konnten die Rotjacken gleich 15 für sich entscheiden, die beiden einzigen Siege in diesem Zeitraum gelangen Znojmo aber auf Klagenfurter Eis (im November 2015 und Dezember 2016).

 

Die Personalien:

Beim EC-KAC hat sich am Personalstand gegenüber dem Spiel gegen Salzburg am Freitagabend nichts verändert: Weiterhin fehlen Richie Regehr und Matthew Neal. Es ist davon auszugehen, dass die Rotjacken mit einem unveränderten Aufgebot in die Heimpartie gegen Znojmo gehen.

 

Der Kommentar:

„Wir hatten gegen Salzburg alle Möglichkeiten, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden, haben das aber nicht geschafft. Umso mehr wollen wir nun mit durchaus auch etwas Wut im Bauch gegen Znojmo zu drei Punkten kommen. Die Tschechen liegen uns als Gegner, sie sind aber keinesfalls zu unterschätzen. Unser 3:2-Erfolg beim letzten Aufeinandertreffen war hart erarbeitet, auch diesmal wird uns Znojmo sicher eine gute Partie liefern.“ (Marco Richter, Stürmer EC-KAC)