Rekordmeister EC-KAC
 

KAC Nachwuchsarbeit

Eine der größten Stärken des EC-KAC sind die starken Eigenbauspieler, die einen breiten und tiefen Kader bereits seit Jahrzehnten ermöglichen.

Bereits in den Kinderschuhen des Vereins – in den 1930er Jahren – erkannte man die Vorteile und Möglichkeiten einer nachhaltigen Nachwuchspflege: 1928 wurde eine nicht überdachte Eisarena in der Glangasse mit hölzernen Tribünen für die sich langsam mehrenden Zuschauer errichtet. Auch eine beheizte Hütte für die Spieler, die sich bisher immer im Wald neben dem Teich umgezogen und ihre Kleider an den Ästen aufgehängt hatten, stand nun zur Verfügung. Zur selben Zeit wurde auch erstmals die Nachwuchsarbeit forciert; mit „Geco“ Gehbauer gab es einen ersten Scout, der sich unter den vielen Kindern, die sich am Lendkanal und am Wörthersee für den immer noch recht neuen Sport zu interessieren begannen, nach geeigneten Kandidaten für die zukünftigen Mannschaften umsah. Das Jahr 1929 brachte dem KAC auch eine Flutlichtanlage für die Arena in der Glangasse, und erstmals kamen industriell gefertigte Hockeyhandschuhe und anderes Zubehör auf den Markt.

Neue Wege in der Jugendausbildung

Für die Saison 2010/11 wurden einige Neuerungen eingeführt, die eine qualitativ bessere Ausbildung der Nachwuchsspieler ermöglichen sollten. Der Verein installierte ein Farmteam, das in der Oberliga, österreichs dritthöchster Spielklasse, spielt und gab eine Kooperation mit dem Nationalligisten EC Dornbirn bekannt.

EC-KAC – Farm Team

Saison 2011/12: EC-KAC stellt ein Farm Team für die Nationalliga

Seit vier Jahren plante man ein Farm Team beim EC-KAC, immer wieder scheiterte es an Kleinigkeiten. Zunächst waren es finanzielle Gründe, dann fehlte die Tiefe im Nachwuchskader. Nun wurde es geschafft, ein Jahr früher als erwartet.

Es ist einer der wichtigsten Errungenschaften in der Nachwuchsarbeit des EC-KAC. Endlich kann eine nicht unbedeutende Lücke zwischen der U20-Nachwuchsmannschaft des EC-KAC und der Kampfmannschaft geschlossen werden.
Aber wieso gibt es da eine „Lücke“? Es gibt nicht viele Ausnahmetalente wie es zB. ein Thomas Koch war, der bereits viel früher als mit 20 Jahren den Sprung in die Bundesliga schaffte. Oft fehlt den Nachwuchscracks nur mehr wenig um den finalen Sprung zu schaffen. Doch die Altersbegrenzung durch die U20 Meisterschaft als höchste Klasse im Nachwuchsbereich stellt eine gnadenlose Grenze dar. Wer es bis dahin schafft, in der Kampfmannschaft Fuß zu fassen, hat eine Chance. Der Rest, immerhin 90% der Jahrgänge bisher, muss den Weg in untere Klassen suchen oder das Eishockey an den Nagel hängen.
Das Farm Team des EC-KAC schließt nun diese Lücke, und gibt den Spielern die Möglichkeit auch noch im Alter über 20 Jahren den letzten Schliff zu bekommen, und Erfahrungen gegen „echte Männer“, sprich Erwachsene zu sammeln. Auch werden jüngere, bis hin zur U17 des EC-KAC für das Farm Team in Betracht gezogen. Natürlich nur wenn sie die körperlichen und mentalen Voraussetzungen erfüllen, welche vom Trainerteam genauestens geprüft werden.
Dadurch erhalten die Youngsters auch mehr Eiszeit, und sie lernen es ein Zweiwegspieler zu werden. Meist dominieren sie in ihrer Altersklasse so sehr dass sie vor allem offensiv spielen. In der Nationalliga werden sie gezwungen sein ebenso defensive Aufgaben zu übernehmen, und so viel Erfahrung in beiden Dritteln des Spielfelds sammeln.
Das Spiel im Farm Team und in der Nationalliga ist härter und schneller als es die U20 Meisterschaft ist, die Spieler sind gezwungen schneller auf das Geschehen am Eis zu reagieren und schneller Entscheidungen zu treffen. Ein Lernprozess der zwingend notwendig ist um den Sprung in die Kampfmannschaft zu schaffen, und um in der Bundesliga zu bestehen.

Interview mit Gerald Ressmann zum Thema Farm Team

Gerald Ressmann ist nun am Beginn der 5. Saison als Nachwuchsleiter und Co-Trainer der Kampfmannschaft des EC-KAC tätig, viele kennen ihn aus seiner aktiven Zeit als den Bullen von der Drau.

Was sind die Ziele des EC-KAC-Farmteams in der Nationalliga?
Das Hauptziel ist die Entwicklung. Die Idee die wir hatten ist, die U20- und U17-Spieler, die körperlich 100% fit und bereit für die Nationalliga sind, diesen Schritt vorzeitig machen zu lassen um sie rascher näher an die Kampfmannschaft heranzuführen. Denn oft waren es nur Kleinigkeiten die es ausmachten ob ein Spieler direkt aus der U20 den Sprung in die Kampfmannschaft schaffte oder nicht.

Ist es nicht mitunter gefährlich für so junge Spieler gegen Erwachsene anzutreten?
Nein, absolut nicht, darauf werden sie ja hintrainiert. Eishockey ist ein körperbetonter Mannschaftssport, und die Jungs lernen es schon sehr früh damit umzugehen. Umso mehr ist es wichtig dass sie ihre ersten Erfahrungen nicht in der Bundesliga machen, sondern davor noch mit dem Farmteam in der Nationalliga Erfahrungen sammeln. Das Spiel ist schneller als in der U20, sie müssen schneller denken und schneller Entscheidungen treffen lernen. Wir sorgen dafür dass sie zu 100% körperlich und mental diesen Anforderungen gewachsen sind.

Das Farmteam ist heuer neu in der Nationalliga. Was möchtest du den KAC-Fans dahingehend mitteilen?
Eines muss jedem klar sein, die Kampfmannschaft ist auch die erste Mannschaft. Mit dem Nationalligateam muss man Geduld haben. Sie brauchen aber vor allem positive Energie auch von aussen, sie sind in Ausbildung, Motivation und Kampfgeist hat jeder von ihnen, und jeder will und wird 100% gegen jeden Gegner geben. Sie sind auch die Zukunft des EC-KAC, und ich verspreche sie werden so manchen großen Gegner ärgern. Geschenkte Punkte wird es nie geben.