Gute Resultate für U16 bei Top-Turnier in Berlin

Bei der hochkarätig besetzten „Hockey is Diversity“-Trophy 2018 in Berlin besiegten die U16-Rotjacken am Wochenende Sparta Praha und die Eisbären Berlin.

Gute Resultate für U16 bei Top-Turnier in Berlin

Im dritten Jahr in Folge nahm die U16-Mannschaft des EC-KAC an der „Hockey is Diversity“-Trophy im traditionsreichen SportForum Hohenschönhausen in Berlin - besser bekannt als der „Wellblechpalast“, die ehemalige Heimstätte der Eisbären - teil. Sie vervollständigte dort das hochkarätige Starterfeld, dem außer den jungen Rotjacken auch das U16-Team des amtierenden Schwedischen Meisters, den Växjö Lakers, der tschechische Großklub HC Sparta Praha und die Gastgeber der Eisbären Berlin angehörten.

 

Växjö Lakers – EC-KAC 4:0 (0:0,3:0,1:0)
Die Klagenfurter gingen mit etwas zu viel Respekt in die Begegnung, waren beim Stande von 0:1 mit zwei Stangenschüssen im Powerplay aber mehrfach nahe am zwischenzeitlichen Ausgleich dran. Die Schweden erwiesen sich unterdessen als eiskalt und schlugen aus einem KAC-Eigenfehler und einem Turnover jeweils Kapital. Die jungen Rotjacken steigerten sich im Verlauf der Partie zunehmend, waren im dritten Abschnitt auch das tonangebende Team, ein Treffer wollte ihnen jedoch trotz zweier weiterer Pfostentreffer nicht gelingen.

HC Sparta Praha – EC-KAC 2:4 (0:0,0:2,2:2)
Die Tschechen, die sich später auch den Turniersieg holen sollten, dominierten das Spielgeschehen von Beginn an, der EC-KAC verstand es aber vorzüglich, sich zu verteidigen und lange ohne Gegentor zu bleiben. Während Sparta im zweiten Abschnitt immer ungeduldiger agierte, kamen die jungen Rotjacken im Konter zum Erfolg: Luka Gomboc schloss einen Konter schön unter die Querlatte ab und Nicholas Schintler setzte einen Rebound in die Maschen. Trotz drückender Überlegenheit der Tschechen (36:7 Torschüsse nach zwei Dritteln, Anm.) führte der EC-KAC, gestützt auf einen herausragenden Michael Sicher im Tor, mit 2:0. Im Schlussabschnitt kam Sparta bei numerischer Überlegenheit zum Anschlusstreffer, die Klagenfurter antworteten aber umgehend: Zwei Tore von Leo Kahlhammer (zunächst im Powerplay nach feiner Rotation über Jonas Dobnig und Luka Gomboc, dann nach einem schönen Zuspiel von Christoph Tialler) ließen den Vorsprung auf 4:1 anwachsen. Den Tschechen gelang nur noch Ergebniskosmetik, sie mussten gegen den EC-KAC ihre einzige Niederlage im Turnierverlauf hinnehmen.

Eisbären Berlin – EC-KAC 3:4 (1:1,1:3,1:0)
Das große Selbstvertrauen nach dem Sieg über Sparta münzten die jungen Rotjacken gleich in der ersten Minute ihrer Partie gegen die Eisbären Berlin in einen Treffer um, Martin Tomaschitz traf im Powerplay. In einem ausgeglichenen ersten Drittel kamen die Gastgeber zum 1:1, der zweite Abschnitt stand dann jedoch im Zeichen der durch guten Forecheck den Spielaufbau des Gegners erfolgreich störenden Klagenfurter: Die Linie mit Jonas Dobnig, Leo Kahlhammer und Luka Gomboc kam offensiv toll zur Entfaltung und zeichnete in Person des letztgenannten Slowenen für gleich drei weitere KAC-Treffer verantwortlich. Im dritten Durchgang warfen die Eisbären noch einmal alles in die Waagschale, mehr als das Anschlusstor zum Endstand von 3:4 war für sie gegen eine gut strukturierte rot-weiße Abwehr und einen stark aufspielenden Goalie Ralf Kropiunig jedoch nicht mehr drin. Der EC-KAC beendete die Vorrunde der „Hockey is Diversity“-Trophy somit auf dem ersten Tabellenplatz!

Växjö Lakers – EC-KAC 5:1 (2:0,0:0,3:1)
Im Halbfinale trafen die jungen Rotjacken wiederum auf die Växjö Lakers, wie schon in der Gruppenphase hatten die Schweden erneut das bessere Ende für sich. Der EC-KAC brachte, wohl auch aufgrund langsam eintretender Müdigkeit, nicht mehr jene Intensität und Widerstandskraft aufs Eis wie zuvor, die Mannschaft fand gegen den körperlich starken Gegner kein probates Mittel. Weil die rot-weiße Abwehr jedoch recht erfolgreich agierte und der aufgerückte Verteidiger Tobias Sablattnig kurz nach der zweiten Pause verkürzen konnte, blieben die Klagenfurter bis ins dritte Drittel hinein in Schlagdistanz. Nach einem KAC-Fehlpass in der neutralen Zone schaltete Växjö schnell um und stellte auf 3:1, als die Klagenfurter in der Schlussphase volles Risiko gingen und alles nach vorne warfen, fixierten die Schweden mit zwei weiteren Toren den 5:1-Endstand.

Eisbären Berlin – EC-KAC 3:2 (0:1,3:0,0:1)
Im Spiel um Platz drei war die rot-weiße U16 anfangs das spielstärkere Team, gute Arbeit in der Mittelzone eröffnete Nicholas Schintler die Möglichkeit eines Sololaufs über halbrechts, mit einem platzierten Abschluss in die lange Ecke sorgte er für die KAC-Führung zur ersten Sirene. In einer kurzen Schwächephase der Klagenfurter schlugen die Deutschen dann allerdings eiskalt zu, innerhalb von sechs Minuten gelangen ihnen drei Treffer. Die jungen Rotjacken fingen sich wieder, kamen im dritten Drittel auf 2:3 heran (Direktabnahme Tobias Sablattnig nach Zuspiel von Michael Malle) und fanden auch mehrere Möglichkeiten auf den Ausgleich vor, der ihnen jedoch nicht mehr gelingen sollte. Für den EC-KAC endete das hochkarätig besetzte Turnier somit auf dem vierten Rang.

 

Die Trainer Lucas Herrnegger und Hans Sulzer zogen ein positives Fazit zu den Leistungen ihrer Mannschaft: „Dass wir uns bei diesem renommierten Turnier mit europäischen Spitzenklubs messen und spielerisch auch so gut mithalten konnten, gibt uns viel Selbstvertrauen für die in drei Wochen startenden Meisterschaften. Unsere Mannschaft hat in Berlin mehrfach erlebt, wie sehr sich konsequente Arbeit auszahlt, gerade die Partie gegen Sparta Praha hat den Jungs gezeigt, was möglich ist, wenn sie an sich glauben. Wir haben in jedem Spiel versucht, das aktivere Team zu sein, spielerisch zum Erfolg zu kommen, das ist über weite Strecken auch gut gelungen und insofern sind wir mit dem Auftritt bei diesem Turnier, auch wenn wir es letzten Endes nur am vierten Platz beendeten, sehr zufrieden.“

 

EC-KAC U16 bei der „Hockey is Diversity“-Trophy 2018:

Torhüter: Ralf Kropiunig, Michael Sicher
Abwehr: Jakob Lippitsch, Lin Livrin, Michael Malle, Tobias Sablattnig, Christoph Tialler, Martin Tomaschitz, Patrik Walder
Angriff: Lucas Casati, Jonas Dobnig, Luka Gomboc, Niklas Juritsch, Leonardo Kahlhammer, Arno Kropiunig, Joshua Ogertschnig, Leo Raab, Nicholas Schintler, Paul Slamanig, Marco Steiner, Lukas Waschnig

Gute Resultate für U16 bei Top-Turnier in Berlin

Gute Resultate für U16 bei Top-Turnier in Berlin

 

Günther Ropatsch verstärkt das Trainerteam

In knapp drei Wochen starten die U16-Rotjacken wie angekündigt mit zwei Mannschaften in die Meisterschaften, das tendenziell ältere Team dieser Altersgruppe wird in der slowenischen, das eher jüngere in der österreichischen Liga spielen. Ab sofort verstärkt zudem der langjährige Nachwuchstrainer des EC VSV, Günther Ropatsch, der auch bereits dem Coaching Staff verschiedener Junioren- und des Frauennationalteams angehörte, den Trainerstab des EC-KAC in der U16.