Abwehrschlacht bringt keinen Punkt

Das ersatzgeschwächte Farmteam des EC-KAC verteidigte sich am Samstagabend im Auswärtsspiel beim EHC Lustenau stark, unterlag jedoch mit 0:2.

Foto: KAC/Handler

 

Die Personalien:

Das Aufgebot der jungen Rotjacken in diesem Auswärtsspiel umfasste lediglich 15 Feldspieler. Zu den zahlreichen Ausfällen der vergangenen Wochen gesellte sich nach dem Spiel in Salzburg auch der erkrankte Mittelstürmer Simon Hammerle. Im Lineup des EC-KAC II standen am Samstagabend demnach nur fünf Seniorenspieler (geboren vor dem Jahr 2001), das Durchschnittsalter lag bei 19,2 Jahren.

 

Der Spielverlauf:

Der EHC Lustenau diktierte im ersten Abschnitt wie erwartet das Geschehen und kam bereits nach 24 gespielten Sekunden zur ersten großen Möglichkeit: Chris D’Alvise zog vom linken Faceoff-Punkt aus, traf jedoch nur die Querlatte. Als Zintis Zuševics von der rechten Seite aus schoss, flog der Puck an der langen Ecke vorbei, keiner seiner Mitspieler im Zentrum kam zur Deflection (5.). Die erste Gelegenheit der Gäste leitete Valentin Ploner ein, der nach dem Eintritt in die Offensivzone nach links ablegte, Markus Pirmanns Schuss aus dem Handgelenk wurde jedoch zur Beute von EHC-Schlussmann Lukas Reihs (5.). Ein erstes Unterzahlspiel überstanden die Klagenfurter gut, danach waren sie im Glück, als Martin Grabher-Meier von rechts vor den Kasten zog, den Puck am Torraum dann aber nicht richtig traf (9.). Der mit einem Diagonalpass schön in Szene gesetzte Chris D’Alvise verfehlte bei seiner Direktabnahme aus kurzer Distanz die Scheibe (12.), als der Kanadier aus der Drehung abzog und Goalie Florian Vorauer prallen lassen musste, kamen weder Bejmo noch Zuševics an den Rebound (17.). Die größte Chance der Vorarlberger im Startdrittel hatte dann Grabher-Meier, der von hinter dem Kasten aus angespielt völlig frei am Crease stand, das Spielgerät aber in zwei Versuchen nicht über die Pads des KAC-Torhüters lupfen konnte (17.). Als Dominic Haberl über rechts vor das Gehäuse schnitt, machte Vorauer die kurze Ecke zu (19.), insgesamt parierte der Schlussmann im ersten Durchgang alle 13 Abschlüsse Lustenaus.

Auch im zweiten Drittel hatten die Hausherren mehr vom Spiel, der EC-KAC verstand es aber unverändert gut, speziell die Zone unmittelbar vor dem eigenen Kasten abzuschirmen. Bei einem König-Schlenzer aus der Halbdistanz war Vorauer mit der Schulter zur Stelle (23.), dann kamen die jungen Rotjacken zu einer guten Einschussgelegenheit: Ploner ließ im hohen Slot für Gomboc liegen, der den Gegenspieler als Screen nutzte, seinen Schuss jedoch knapp an der rechten Stange vorbei setzte (24.). Als ein verdeckter Hrdina-Schlenzer unter dem KAC-Goalie hindurchrutschte, verabsäumten es gleich zwei EHC-Angreifer, die Scheibe über die Linie zu drücken (26.). Im ersten rot-weißen Überzahlspiel des Abends kam Lustenau zur besten Chance: Maximilan Wilfan ließ im Konter den letzten Verteidiger aussteigen, lupfte den Puck dann aber aus kurzer Distanz und mit der Rückhand über den Kasten (26.). Auch im nächsten Powerplay für die jungen Rotjacken setzten die Gastgeber einen Konter, der finale Querpass von Krammer beim „Zwei-gegen-Eins“-Angriff war jedoch zu ungenau (32.). Mit ihrer nächsten Chance gingen die Löwen in Führung: Wilfan verzögerte nach dem Zoneneintritt auf der linken Seite geschickt und spielte dann den nachrückenden Philipp Winzig an, der im Slot noch einige Meter machte und schließlich aus dem Handgelenk zum 1:0 einsendete (34.). In den folgenden Minuten scheiterten die Hausherren daran, ihren Vorsprung auszubauen, als sich Zuševics aus der Rundung bis an den Torraum durchtankte, machte sich Florian Vorauer breit und parierte (40.).

Abschnitt Nummer drei brachte gleich eine gute Möglichkeit für Rot-Weiß: Luka Gomboc erkämpfte sich hinter dem gegnerischen Tor den Puck und legte auf Markus Pirmann zurück, der aber von den linken Hashmarks aus an Reihs scheiterte (41.). Einen vertikalen Aufbaupass der Klagenfurter fing Oberscheider bereits an der blauen Linie ab, er spielte sofort zum gänzlich alleine am Torraum stehenden Wilfan, der aus kurzer Distanz Vorauer nicht überwinden konnte (42.). Lustenau drückte weiter: Von D’Alvise schön eingesetzt, traf Zuševics in bester Position das Spielgerät nicht richtig (45.), Dominic Haberl, der sich von hinter dem Tor aus in den Slot geschoben hatte, verfehlte das Gehäuse knapp (46.) und eine Direktabnahme von Chris D’Alvise aus dem hohen Slot hielt Florian Vorauer mit den Pads (49.). Als ein Fehlpass der Vorarlberger direkt im Zentrum bei Valentin Ploner landete, zog dieser sofort ab, sein Schuss flog aber deutlich über den Kasten (52.). In seinem zweiten Überzahlspiel sorgte der EHC dann für die Entscheidung: Wieder war es Maximilian Wilfan, der, nun in der Ecke am rechten Flügel, gut verzögerte, sein Diagonalzuspiel durch die Box verwertete Martin Grabher-Meier (55.). Die Gastgeber trafen noch einmal die Querlatte, Florian Vorauer stoppten den frei vor ihm aufgetauchten Frederik Rasmussen (jeweils 58.), offensiv kamen die jungen Rotjacken in der Schlussphase hingegen nicht mehr in aussichtsreiche Positionen, sodass es letztlich beim 2:0 für den EHC Lustenau blieb. (HB)

 

Der Kommentar:

„Wir haben jetzt in zwölf Tagen sieben Partien bestritten und nicht mehr viel im Tank, umso stolzer bin ich auf unsere Mannschaft. Ein kurzes und sehr, sehr junges Lineup, das sehr viel Charakter bewiesen hat, das gehört zur Entwicklung im Eishockey ebenso dazu wie Siege und Niederlagen. In unserem Team vertraut ein Spieler dem anderen, wir kämpfen für einander, darum gelingt es uns auch, Teams mit Imports und vielen ehemaligen Erstligaprofis wie Lustenau zu fordern. Florian Vorauer war wiederum sehr stark zwischen den Pfosten. All das stimmt für die kommenden Wochen sehr optimistisch. Nach dieser Serie an Spielen werden wir in den kommenden Tagen unsere Akkus wieder aufladen, parallel drücken wir jenen Mitspielern, die in das Camp für die World Juniors einrücken, die Daumen, dass sie den Cut schaffen und dann in Kanada dabei sind.“ (Kirk Furey, Head Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League
EHC Lustenau – EC-KAC II 2:0 (0:0,1:0,1:0)
Tore EC-KAC II: Keine

Aufstellung EC-KAC II: Vorauer (Sicher) / Lindner-Würschl, Kompain-Tialler, Preiml / Pirmann-Ploner-Gomboc, Theirich-van Ee-Hochegger, Sunitsch-Kramer-Unterluggauer, Ofner

 

Das nächste AHL-Spiel:

EC-KAC II – Steel Wings Linz (Donnerstag, 10. Dezember, 19.00 Uhr)