AHL: Gegen den Tabellenführer chancenlos

Eine deutliche Heimniederlage musste das Farmteam des EC-KAC am Dienstag hinnehmen: Die jungen Rotjacken unterlagen dem AHL-Leader aus Ljubljana mit 1:7.

Foto: KAC/Handler

 

Die Personalien:

Der EC-KAC II trat gegen Ljubljana mit nahezu dem identen Lineup an, das am Samstag bei der Shootout-Auswärtsniederlage beim HC Gherdëina zum Einsatz gekommen war. Die einzige Veränderung betraf den Angriff, wo Josef Schönett zusätzlich ins Aufgebot rückte. Unverändert fehlte das Sturmtrio Markus Pirmann (Saisonende), Rok Kapel (längerfristig verletzt) und Samuel Witting (Kampfmannschaft), die im bisherigen Saisonverlauf gemeinsam 85 Scorerpunkte gesammelt hatten. Ebenfalls verletzt out: Luka Gomboc, Neal Unterluggauer, Niki Kraus.

 

Der Spielverlauf:

Eine erste Halbchance hatte das KAC-Farmteam in Spielminute drei, als Finn van Ee über links tief ging und den Puck zur Mitte brachte, Maximilian Theirichs Schuss wurde aber noch weit über den Kasten hinweg abgefälscht. Auf der Gegenseite schob sich Anej Kujavec nach gewonnenem Offensivzonen-Faceoff in den Slot, sein scharfer Schlenzer flog knapp am Pfosten vorbei. Mit einem Doppelschlag binnen 21 Sekunden stellte der überlegene Tabellenführer dann rasch die Machtverhältnisse klar: Zunächst wurde mit zwei langen Steilpässen Ex-Rotjacken-Stürmer Žiga Pance auf die Reise geschickt, der von halblinks aus dem Handgelenk in die kurze Kreuzecke einsendete (5.), dann reagierte Žiga Pešut bei einer durch das Zentrum hoppelnden Scheibe am schnellsten und setzte den Puck von den rechten Hashmarks aus in die Maschen (6.). Als Anže Ropret unbedrängt das Gehäuse umkurvte und von links zum Abschluss kam, parierte Goalie Florian Vorauer mit den Pads (7.). Richtig zwingende Torchancen blieben in den folgenden Minuten Mangelware, auch zwei überlappende Powerplays für die Klagenfurter brachten kaum Gefährliches. Eine der wenigen Gelegenheiten für die jungen Rotjacken ergab sich, als Simon Hammerle von der linkten Halfwall aus im Slot Niklas Ofner fand, der bei seiner Direktabnahme den Puck jedoch nicht richtig traf (16.).

Nach nur 79 Sekunden im zweiten Durchgang kamen die Slowenen erneut auf die Anzeigetafel: In Folge eines gewonnenen Faceoffs in der Angriffszone stand Nejc Brus völlig alleine am Torraum und verwertete im zweiten Versuch. Danach vergab Ljubljana zwei sprichwörtliche Sitzer aus ähnlicher Position, jeweils von hinter dem Tor aus bedient vergaben vom Crease aus Nik Simšič (22.) und Žiga Pance (26.). Simšič sendete dann jedoch bei angezeigter Strafe vom rechten Circle aus flach in die lange Ecke ein und beendete damit den Arbeitstag von Florian Vorauer (27.). Sein Stellvertreter Jakob Holzer musste den Puck nach nur zwölf Sekunden aus den Maschen holen: Nachdem der Goalie hinter dem Kasten den Puck verloren hatte, konnte Anej Kujavec ins leere Tor einschieben - das 0:5 (27.). Holzer parierte dann einen Ropret-Wrap-Around auf die Rückhand stark (28.), war wenig später aber erneut geschlagen: Pešut kam von der rechten Halfwall unbedrängt ins Zentrum und lupfte die Scheibe in die kurze Kreuzecke (29.). Ein erstes Unterzahlspiel überstanden die jungen Rotjacken unbeschadet, Jakob Holzer rettete gegen den vor ihm freigespielten Žiga Pešut (31.). Als der Tabellenführer dann jedoch bei „Fünf-gegen-Drei“ agieren durfte, schrieb er zum siebten Mal an: Miha Logar spielte aus bester Position noch einmal zum neben dem Pfosten stehenden Anže Ropret, der den Puck problemlos im Kasten unterbrachte (34.). Direkt zum Ende der zweiten Strafe landete ein Schlenzer von Juuso Pulli abgefälscht am Pfosten (36.). Klagenfurts einzig nennenswerte Gelegenheit im zweiten Durchgang hatte Maximilian Theirich, der die Scheibe am linken Faceoff-Kreis eroberte, sie dann jedoch mit der Rückhand knapp an der kurzen Stange vorbei drückte (39.). 

Im dritten Abschnitt brachte Jakob Holzer seinen Beinschoner gekonnt in die Flugbahn eines Magovac-Onetimers vom linken Faceoff-Punkt aus (44.), ehe die jungen Rotjacken in Minute 48 eine Doppelchance ausließen: Alexander Cijan bediente auf rechts Maximilian Preiml, dessen Schuss aber über den Kasten flog, Fabian Hochegger scheiterte aus der Nahdistanz an Olimpija-Goalie Paavo Hölsä. Auf Seiten Ljubljanas brachte Tadej Čimžar einen scharfen Schuss aus spitzem Winkel an, der jedoch lediglich den Pfosten streifte (49.), Veteran Aleš Mušič stocherte ein Ropret-Zuspiel knapp am kurzen Pfosten vorbei. Die im dritten Durchgang deutlich verbesserten Klagenfurter belohnten sich in Minute 53 bei numerischem Vorteil mit dem Ehrentreffer: Alexander Cijan zog von halblinks ab, am Torraum wurde Marcel Witting durch einen Crosscheck zu Boden gebrachte, fälschte die Scheibe aber im Fallen noch flach über die Linie ab. Weil in der Endphase der Partie die Intensität nicht mehr ganz so hoch war, konnte sich das Farmteam über den Teilerfolg des gewonnenen Schlussabschnitts freuen, dies beschönigte die klare 1:7-Heimniederlage jedoch nur bedingt. (HB)

 

Der Kommentar:

„Vorbereitung spielt eine wesentliche Rolle für Spieler, die Eishockeyprofis sein möchten. Wir hatten heute aber einige Akteure im Aufgebot, die es mit dieser Vorbereitung und Fokussierung nicht genau genug genommen haben, die sich offenbar nach den letzten beiden Niederlagen ein wenig selbst bemitleiden. Das war für mich heute der ausschlaggebende Punkt. Jenen hingegen, die sich professionell auf das Spiel eingestellt hatten, konnte man dies auch ansehen, sie haben eine gute Leistung geboten.“ (Kirk Furey, Head Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League
EC-KAC II – HK Olimpija Ljubljana 1:7 (0:2,0:5,1:0)
Tor EC-KAC II: Marcel Witting (52:15/PP1)

Aufstellung EC-KAC II: Vorauer (Holzer) / Würschl-Tialler, Kernberger-Preiml, Lindner-Maier, Moser / V.Hammerle-S.Hammerle-M.Witting, Cijan-Ploner-Hochegger, Theirich-van Ee-Brodnik, Kompain-Ofner-Sunitsch, Schönett

 

Das nächste AHL-Spiel:

HK Olimpja Ljubljana – EC-KAC II (Donnerstag, 25. Februar 2021, 20.15 Uhr)