AHL: Kantersieg bei Rückkehr in den Spielbetrieb

In seinem ersten AHL-Spiel seit über drei Wochen kam der EC-KAC II am Montagabend zu einem deutlichen 10:1-Heimerfolg gegen die Steel Wings Linz.

Foto: KAC/Handler

 

Die Personalien:

Während der langen Spielpause änderte sich die personelle Zusammensetzung des Lineups maßgeblich. Gegen Linz standen die bei den World Juniors engagierten Stürmer Fabian Hochegger, Finn van Ee und Maximilian Theirich nicht zur Verfügung, Simon und Valentin Hammerle fehlten aus persönlichen Gründen, Tobias Sablattnig verletzungsbedingt. Nach langen Pausen aufgrund von Blessuren gaben Alexander Moser und Rok Kapel ihr Comeback, mit Jonas Dobnig und Stefan Klassek debütierten zwei weitere U18-Cracks im Erwachseneneishockey. Verstärkung aus dem ICE-Kader erhielt das Farmteam in dieser Partie in Person von David Maier, Niklas Würschl und Samuel Witting.

 

Der Spielverlauf:

Die erste gute Aktion der Partie ging auf das Konto der jungen Rotjacken, als Josef Schönett einem Linzer an dessen blauer Linie die Scheibe abnahm und dann aus dem Slot den Abschluss suchte, Goalie Paul Mocher war noch mit dem Blocker zur Stelle und fälschte an den Pfosten ab (2.). Mit einem Doppelschlag binnen 45 Sekunden zogen die Klagenfurter in der siebten Spielminute auf 2:0 davon: Zuerst steckte Markus Primann von rechts zur Mitte auf Rok Kapel durch, der einen präzisen Handgelenksschuss eiskalt in die Maschen setzte (7.). Dann bekamen die Gäste den Puck nicht aus der eigenen Zone, Samuel Witting spielte mit der Rückhand vors Tor auf Markus Pirmann, der mit seinem ersten Versuch am Schoner von Mocher hängenblieb, den Rebound dann aber über die Linie schieben konnte (7.). Linz kam gegen Drittelmitte auf einen Treffer heran: Marwin Liesch zog von der blauen Linie aus ab, die Scheibe wurde abgefälscht und landete bei Maximilian Kieweg, der das leere Tor vor sich hatte und problemlos verkürzte (10.). Nachdem die jungen Rotjacken die ersten zehn Minuten klar dominiert hatten, kamen die Oberösterreicher anschließend besser in die Partie und fanden auch die gefährlicheren Torchancen vor: Nach einem Battle an der Bande kam der Puck im Slot zum völlig frei stehenden Matthias Neubauer, der sich aber für den Pass zurück auf Krisztián Kónya entschied, der zwar am Abschluss gehindert wurde, in weiterer Folge aber vom rechten Flügel aus den Außenpfosten traf und dann aus kurzer Distanz am Schoner von Jakob Holzer scheiterte (15. bzw. 16.). In der nächsten Szene bot sich Christian Kovanecz ein Breakaway, doch auch er blieb an den Pads des Rotjacken-Keepers hängen, Lukas Holzinger konnte den Rebound nicht über die Linie drücken (17.) Nachdem Jakob Holzer auch eine Deflection von Maximilian Kieweg entschärft hatte, stellten die Klagenfurter den Zwei-Tore-Vorsprung 13 Sekunden vor Drittelende wieder her, als Markus Pirmann ein Witting-Zuspiel zum 3:1 verwertete (20.). 

Kurz nach Wiederbeginn setzte sich David Norris über den rechten Flügel kommend mit einem Haken zur Mitte durch und knallte den Puck an den Pfosten. Dann tauchte Matthias Neubauer plötzlich alleine vor Jakob Holzer auf, verzog aber knapp (jeweils 24.). Auf der Gegenseite machten es die Klagenfurter besser, als Rok Kapel über links den Weg zum Tor suchte, sich die Scheibe von der Rück- auf die Vorhand legte und Paul Mocher aus kürzester Distanz überwinden konnte (25.). Damit war der Arbeitstag des Linzer Schlussmannes dann auch beendet, er wurde von Luca Egger ersetzt. Diesem erging es aber nicht besser und so musste auch er in der 29. Minute erstmals hinter sich greifen: Bei einer angezeigten Strafe gegen die Steel Wings landete ein geblockter Schuss im Slot bei Rok Kapel, der seinen Hattrick komplettierte und auf 5:1 stellte. Nach einem Schönett-Zuspiel machte Niklas Ofner per Handgelenksschuss aus zentraler Position das halbe Dutzend voll (31.). Während einer 63-sekündigen „Fünf-gegen-Drei“-Überzahl kamen die Linzer zu zwei hochkarätigen Möglichkeiten: Zuerst parierte Jakob Holzer einen Schlagschuss von Jonas Kail aus der Halbdistanz, Marcel Mayrhofer scheiterte am Pfosten stehend gleich doppelt am Nachschuss. Dann spielte Mayrhofer die Scheibe direkt vor dem Kasten quer auf Patrick Böhm, doch der Klagenfurter Schlussmann reagierte schnell und glänzte mit einem starken Padsave (jeweils 36.). 

In der 42. Minute blockte Neal Unterluggauer einen Blueliner von Tobias Steibl und ermöglichte sich damit selbst ein Breakaway, Torhüter Egger war aber mit dem Schoner zur Stelle. Wenig später spielte Markus Pirmann den Puck von hinter dem Tor aus in den Slot auf Rok Kapel, der unbedrängt per Wristshot und über die Fanghand des Keepers hinweg auf 7:1 stellen konnte (45.). Im Powerplay revanchierte sich der Slowene und bediente Pirmann am langen Pfosten, dieser ließ ins Tor abtropfen und komplettierte damit ebenso seinen Hattrick (48.). Exakt eine Minute später verwertete Luka Gomboc ein Preiml-Zuspiel aus nahezu identer Position zum 9:1 (45.). Abermals bei numerischer Überlegenheit agierend trafen sowohl David Maier per Handgelenksschuss vom rechten Faceoff-Kreis aus als auch Rok Kapel aus der Halbdistanz nur Metall (51. bzw. 55.). Mit knapp drei Minuten auf der Uhr zog Markus Pirmann über links kommend zur Mitte und setzte einen Wristshot zum 10:1 Endstand in die Maschen - die erste Sturmformation des EC-KAC II beendete die Partie damit mit überragenden 22 Scorerpunkten. (NB)

 

Der Kommentar:

„Natürlich hatte die Linie mit Rok Kapel, Markus Pirmann und Samuel Witting eine überragende Nacht, ich denke aber, dass wir auch insgesamt als Gruppe nach dieser langen Spielpause eine gute Leistung abgeliefert haben. Besonders gefallen hat mir der dritte Abschnitt, in dem wir trotz deutlicher Führung unseren Spielplan sehr konsequent exekutiert und ein starkes Umschaltspiel aufs Eis gebracht haben. In Phasen defensiver Nachlässigkeit konnten wir uns auf Jakob Holzer verlassen, der toll gehalten hat. Insgesamt ein guter Auftritt, der aber gleichzeitig gezeigt hat, dass es noch viel Raum für Verbesserungen gibt.“ (Kirk Furey, Head Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League
EC-KAC II – Steel Wings Linz 10:1 (3:1,3:0,4:0)
Tore EC-KAC II: Markus Pirmann (06:51, 19:47, 47:31/PP1, 57:07), Rok Kapel (06:06, 24:15, 28:58, 44:57), Niklas Ofner (30:09), Luka Gomboc (48:31)

Aufstellung EC-KAC II: Holzer (Sicher) / Tialler-Würschl, Moser-Maier, Lindner-Kompain,  Preiml / Pirmann-Kapel-S.Witting, Sunitsch-Ploner-Unterluggauer, Schönett-Kramer-Ofner, Gomboc-J.Dobnig-S.Klassek

 

Das nächste AHL-Spiel:

EC-KAC II – EHC Lustenau (Samstag, 2. Januar, 18.00 Uhr)