AHL: Klarer Verlust nach Führung

Nach einem 2:0-Vorsprung kassierte der EC-KAC am Donnerstagabend im Heimspiel gegen den EK Zeller Eisbären sieben unbeantwortete Gegentreffer.

Foto: KAC/Handler

 

Die Personalien:

Das Rotjacken-Farmteam trat auch gegen Zell am See ohne Kapitän Markus Pirmann (verletzt), Petter Hansson und Daniel Obersteiner (beide Kampfmannschaft) an, mit Thomas Patterer, Jonathan Bergmann und Jakob Jagarinec standen drei weitere Kaderspieler nicht zur Verfügung. Gegenüber der Heimniederlage gegen Cortina in der vergangenen Woche kehrten mit Ramón Schnetzer und Michael Kernberger zwei in der Kampfmannschaft engagierte Cracks in das AHL-Lineup zurück. Das übliche Wechselspiel auf der Goalieposition blieb bestehen, gegen die Pinzgauer hütete wieder Florian Vorauer den Kasten.

 

Der Spielverlauf:

Ein in den Anfangsminuten zerfahrenes Spiel von eher mäßiger Qualität sah erst in Minute acht die erste gute Gelegenheit: Dennis Sticha setzte einen Schlenzer von den rechten Hashmarks aus an der langen Ecke vorbei. Mit dem nächsten Angriff gingen die jungen Rotjacken in Führung: Nach gewonnenem Sticha-Faceoff in der Angriffszone wartete Philipp Kreuzer in der Halbdistanz, bis sich die Schussbahn öffnete, dann setzte er den Puck aus dem Handgelenk in die kurze Kreuzecke (10.). Weil Simon Hammerle bei einem „Zwei-gegen-Eins“-Angriff noch gehalten wurde, kam der EC-KAC II zu einer numerischen Überlegenheit, die er auch sofort nutzen konnte: Nach einem flink vorgetragenen Angriff tunnelte Kevin Szabad von halblinks Zells Schlussmann Alexander Schmidt (11.). Im wenig später folgenden nächsten Powerplay streifte ein Wristshot aus der Distanz, abgegeben von Christoph Duller, den Außenpfosten (13.). Erst in den Schlussminuten des ersten Drittels wurden auch die Gäste aus dem Pinzgau offensiv gefährlich: Tomi Wilenius schloss einen „Zwei-gegen-Eins“-Konter selbst ab, traf dabei jedoch lediglich die Stange (18.). Nur Sekunden später kam Zell am See dann doch zum ersten Mal auf das Scoreboard: Jure Sotlar bewies im Slot Übersicht und legte noch einmal nach außen, aus spitzem Winkel brachte der der aufgerückte Maks Selan den Puck unter die Querlatte (19.). Und um ein Haar wäre den Eisbären auch noch vor der ersten Pause der Ausgleich geglückt: Bei Überzahl von Wilenius bedient, traf Philip Putnik die Scheibe nicht richtig, Goalie Florian Vorauer konnte mit einem Hechtsprung parieren (20.). 

Das sich im zweiten Abschnitt fortsetzende Powerplay vermochten die Gäste nicht in einen Torerfolg umzumünzen, Vorauer war bei einem Wilenius-Onetimer mit den Pads zur Stelle (21.). Als dann innerhalb von Sekunden Kompain, Casati und Schönett daran scheiterten, den Puck aus kurzer Distanz über die Linie zu bringen (23.), konterte Zell: Nach einem schnellen Antritt über links setzte Benedikt Wohlfahrt die Scheibe in die lange Ecke - 2:2 (23.). Zur Drittelmitte bauten die Eisbären wieder stärkeren Druck auf: Zunächst verhinderten bei zwei Odd Man Rushes Florian Vorauer (Brustabwehr) und Ramón Schnetzer (Interception) weitere KAC-Gegentore, in Minute 32 war die erstmalige Führung für die Pinzgauer jedoch ein Faktum: Nach Scheibengewinn hinter dem Kasten war es erneut Wohlfahrt, der am schnellsten schaltete und den Puck in die kurze Ecke stopfte. Im direkten Gegenzug traf Rok Kapel im Fallen nur Metall (32.), später setzte auch Simon Hammerle einen Schuss aus der Drehung an den Pfosten (37.). Gegen Valentin Hammerle aus dem Slot (37.) und Dennis Sticha vom linken Faceoff-Kreis aus (38.) war Schlussmann Alexander Schmidt zur Stelle.

Erster Aufreger im Schlussabschnitt war eine Vier-Minuten-Hinausstellung gegen Kevin Szabad: Florian Vorauer drehte einen Wristshot von Måns Hansson förmlich um den Pfosten und rettete gegen Benjamin Lanzinger im Sitzen (44. bzw. 45.), danach brachten die jungen Rotjacken für fast drei Minuten ein starkes Penalty Killing aufs Eis. Als wenig später auch Dennis Sticha für vier Minuten ausgeschlossen wurde, agierte Zell am See im Powerplay zielstrebiger: Johannes Schernthaner (im Rush aus dem Zentrum in die Kreuzecke/51.) und Tomi Wilenius (per Onetimer vom linken Faceoff-Kreis aus/52.) trafen bei einfacher bzw. doppelter numerischer Überlegenheit. Als die Klagenfurter endlich wieder zu fünft agieren konnten, drückten die Eisbären weiter, Tobias Dinhopel schaffte es, an seinen eigenen Rebound zu gelangen und den Puck über den KAC-Torhüter hinweg in die Maschen zu chippen (54.). Im Powerplay für Rot-Weiß vergaben Simon Hammerle (Abpraller), Dennis Sticha (Direktabnahme) und Kevin Szabad (Deflection) jeweils Halbchancen (55.) und als die Gäste ein letztes Mal an diesem Abend mit einem Mann mehr agieren durften, setzten sie mit ihrem siebten unbeantworteten Treffer den Schlusspunkt: Benjamin Lanzinger schob den Puck aus kurzer Distanz über die Linie (58.). (HB)

 

Der Kommentar:

„Wir starteten gut und haben in den ersten zwei Abschnitten viele Dinge richtig gemacht. Der Gegner erhielt den Großteil seiner Chancen aus Breakdowns in unserem System, Zell verfügt über einige kreative Spieler, die diese sich bietenden Räume nützen können. Im Schlussdrittel haben uns die vielen Strafen um ein besseres Resultat gebracht. Wir müssen als Mannschaft lernen, wie man Eishockeyspiele gewinnt, denn aktuell ist es eher so, dass wir immer wieder Wege finden, Partien zu verlieren. Doch wir sind eine Gruppe junger Individuen und das wird der nächste Schritt in unserem Lernprozess sein.“ (Kirk Furey, Head Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League, 7. Spieltag
EC-KAC II – EK Zeller Eisbären 2:7 (2:1,0:2,0:4)
Tore EC-KAC II: Philipp Kreuzer (09:06), Kevin Szabad (10:41/PP1)

Aufstellung EC-KAC II: Vorauer (Holzer) / Kernberger-Würschl, Schnetzer-Duller, Moser-Steffler / V.Hammerle-S.Hammerle-Szabad, Kapel-Sticha-Kreuzer, Sunitsch-Ploner-Ofner, Casati-Kompain-Schönett

 

Das nächste AHL-Spiel:

HC Pustertal – EC-KAC II (Samstag, 12. Oktober 2019, 20.00 Uhr)