AHL: Mit Auswärtsniederlage in die Pause

Ein defensiv fehleranfälliger EC-KAC II musste sich am Samstagabend im Alps Hockey League-Auswärtsspiel beim EC Bregenzerwald mit 4:5 geschlagen geben.

Foto: KAC/Buchwalder

 

Die Personalien:

Die Aufstellung des EC-KAC II veränderte sich gegenüber der 2:4-Auswärtsniederlage bei den Rittner Buam am Donnerstag an nur einer Stelle: Im vierten Angriffsblick wurde ein U18-Stürmer (Marco Sunitsch) von einem anderen (Christian Jonsson) ersetzt, der Schwede gab in dieser Begegnung sein Debüt im Erwachseneneishockey. Auf der Torhüterposition kam es zur üblichen Rotation, gegen den EC Bregenzerwald startete wieder Florian Vorauer. Vorgeben musste das Farmteam erneut acht Stammkräfte (Pirmann, Duller, Sticha, Jagarinec/alle verletzt bzw. Hansson, Kernberger, Kreuzer, Obersteiner/alle Kampfmannschaft).

 

Der Spielverlauf:

Gleich im ersten Shift der Begegnung hatten die jungen Rotjacken ihre erste Gelegenheit: Lukas Haudum legte zurück auf Niklas Würschl, der sofort abzog, Goalie Felix Beck ließ prallen, arretierte die Scheibe dann jedoch vor dem einschussbereiten Marco Richter (1.). Nach einem Vergehen mit dem hohen Stock von Felix Vonbun gegen Haudum kamen die Klagenfurter zu einem ersten Powerplay, das zunächst nur unzureichend gut funktionierte. Doch dann schickte Kele Steffler von der eigenen Zone aus Valentin Hammerl, der Fahrt aufnahm, zwei Gegenspieler außen überlief und letztlich aus halblinker Position zur rot-weißen Führung einschoss (8.). Die Gastgeber erspielten sich im Startdrittel nur wenige zwingende Torchancen, bei zwei tiefen „Zwei-gegen-Eins“-Situationen kamen sie zunächst nicht zum Abschluss (10.), dann parierte Torhüter Florian Vorauer (12.). Weil Steffler beim Zoneneintritt eines Vorarlbergers das Bein stehenließ, gelangte der EC Bregenzerwald zu seinem ersten Überzahlspiel (14.): Dort versuchten es die Hausherren primär mit Fernschüssen, die allesamt ihr Ziel verfehlten, gleich fünf Mal konnte sich der EC-KAC II in dieser Phase befreien. Am Ende einer schönen Kombination seiner gesamten Sturmformation im Angriffsdrittel kam Valentin Hammerle nur knapp nicht an den finalen Querpass (17.), ein zweites Powerplay der Klagenfurter verlief ungefährlich.

Auch früh im zweiten Durchgang kamen die jungen Rotjacken zu Chancen, bei einem Wristshot von Richter aus dem hohen Slot (Beinschoner) und einem Versuch Würschls aus der Distanz (Fanghand) war Torhüter Beck aber zur Stelle (21.). In ihrem zweiten Überzahlspiel der Partie gelang den Gastgebern dann allerdings der Ausgleich: Nachdem die KAC-Abwehr den am Torraum freiliegenden Puck Sekunden zuvor noch im letzten Moment aus der Gefahrenzone bringen konnte, sendete der niederländische Nationalspieler Giovanni Vogelaar von der blauen Linie aus einen satten Schlagschuss in die Maschen (25.). Ein sehr druckvoller, powerplayartiger Wechsel der Haudum-Linie mündete in einem tatsächlichen Überzahlspiel für Rot-Weiß, in dem Simon Hammerle die beste Gelegenheit vorfand, doch sein Schlenzer aus dem Zentrum wurde noch über den Kasten abgefälscht (29.). Nach einem unkoordinierten Dump-In der Klagenfurter nahm Vogelaar die Scheibe in der eigenen Zone auf, setzte zum „Coast-to-Coast“-Antritt an, den er letztlich auch erfolgreich abschließen und seine Mannschaft damit erstmals in Führung bringen konnte (37.). Doch nur 31 Sekunden später hatten die jungen Rotjacken bereits wieder ausgeglichen: Von Elias Dobnig angespielt verzögerte Niklas Würschl halbrechts so lange, bis sich die Lücke öffnete, dann setzte er den Puck mit einem wuchtigen Wristshot aus der Halbdistanz zum 2:2 ins Tor (38.).

Nach nur 40 Sekunden im Schlussabschnitt ging Bregenzerwald erneut in Führung: Einen „Zwei-gegen-Eins“-Konter schloss der über rechts kommende Schwede Stefan Söder mit einem Schlenzer selbst ab (41.). Erneut hatten die Klagenfurter eine Antwort parat: Nachdem er Sekunden zuvor noch an einem Rebound-Versuch gescheitert war, machte es Kevin Szabad im zweiten Versuch besser und stellte auf 3:3 (42.). Weil Florian Vorauer einen weiteren Odd Man Rush vereiteln konnte (45.), ging Rot-Weiß wenig später wieder in Führung: Rok Kapel ging von der neutralen Zone aus steil, ließ zwei Gegenspieler aussteigen und vollendete aus dem Handgelenk (47.). Der KAC-Stürmer hätte nahezu ein weiteres Mal angeschrieben, als ihn ein scharfer Diagonalpass durch das Offensivdrittel von Niklas Würschl erreichte, doch ECB-Goalie Beck parierte mit einer guten Seitwärtsbewegung (51.). In der Schlussphase gaben die jungen Rotjacken ihren Vorsprung dann entgegen dem Spielverlauf noch aus der Hand: Zunächst glich der gebürtige Klagenfurter Daniel Ban mit einer Einzelaktion aus (53.), dann pfefferte Kapitän Jürgen Fussenegger den Puck mit einem scharfen Schlagschuss von der blauen Linie aus in die Maschen (57.) und sicherte seinem Team somit den vierten Saisonsieg. (HB)

 

Der Kommentar:

„Wir hatten das Spiel über weite Strecken unter Kontrolle, scheiterten aber an unserer Chancenverwertung, wobei man sagen muss, dass ECB-Goalie Beck eine starke Partie spielte. Es gibt aus dieser Partie zwar viel Positives mitzunehmen, aber letztlich fahren wir mit leeren Händen nach Hause und das ist nicht das, was wir uns erwartet und worauf wir hingearbeitet hatten. Jetzt kommen drei Tage Pause, dann starten wir wieder neu durch.“ (Kirk Furey, Head Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League, 14. Spieltag
EC Bregenzerwald – EC-KAC II 5:4 (0:1,2:1,3:2)
Tore EC-KAC II: Valentin Hammerle (07:52/PP1), Niklas Würschl (37:28), Kevin Szabad (41:28), Rok Kapel (46:09)

Aufstellung EC-KAC II: Vorauer (Holzer) / Patterer-Würschl, Steffler-Bergmann, Moser-Dobnig / Richter-Haudum-Kapel, V.Hammerle-S.Hammerle-Szabad, Casati-Kompain-Schönett, Jonsson-Ploner-Ofner

 

Das nächste AHL-Spiel:

EC-KAC II – EC Kitzbühel (Dienstag, 12. November 2019, 19.30 Uhr)