AHL-Team geht in Ljubljana unter

Nach einem ansprechenden Startdrittel lief der EC-KAC II im Auswärtsspiel beim HK Olimpija Ljubljana in ein 3:12-Debakel.

Foto: KAC/Handler

 

Die Personalien:

Gegenüber der 1:4-Niederlage gegen Ljubljana im „Hinspiel“ am vergangenen Samstag kam es im Aufgebot des Farmteams zu fünf Veränderungen: Verteidiger Johannes Patterer sowie die Stürmer Nico Kramer und Niklas Ofner standen aufgrund kleinerer Blessuren bzw. Erkrankungen nicht zur Verfügung. Dafür kehrten in der Abwehr Lorenz Lindner und im Angriff Josef Schönett zurück in das Lineup, das damit ein Durchschnittsalter von 20,38 Jahren aufwies. Gewechselt wurde planmäßig auf der Torhüterposition, wo Florian Vorauer seinen zweiten Saisonstart erhielt. Unverändert nicht dabei war der verletzte Stürmer Rok Kapel, bei dem auf eine Rückkehr in die Aufstellung vor der World Juniors-Pause im Dezember gehofft wird.

 

Der Spielverlauf:

Die erste Gelegenheit der Partie fanden die Gastgeber vor, der von hinter dem Tor aus bediente Nik Simšič scheiterte jedoch an Goalie Florian Vorauer (2.). Eine gute Minute später ging Olimpija in Führung: Žiga Pance fing in der neutralen Zone einen Flip-Pass mit der Hand ab, lief ein Solo und schoss halbhoch über der Stockhand ein (3.). Nachdem Thomas Vallant nach schönem Vorstoß mit der Rückhand (6.) und Daylon Groulx per Snapshot vom linken Flügel (8.) jeweils am langen Pfosten vorbeigezielt hatten, verdoppelte Ljubljana seinen Vorsprung: Einen Schlenzer von Miha Štebih ins Getümmel musste Vorauer prallen lassen, Anže Ropret kehrte den Rebound ein (9.). Der von Simon Hammerle fein freigespielte Christoph Tialler scheiterte von halbrechts an Torhüter Tilen Spreitzer (10.), dann kamen auch die jungen Rotjacken auf die Anzeigetafel: Ein weiter Pass über die Bande ermöglichte ein tiefes „Zwei-gegen-Eins“, Markus Pirmann verzögerte rechts und legte dann quer, Daylon Groulx brachte den Puck unter die Querlatte und traf damit auch in seinem dritten Spiel für den EC-KAC II (15.). In ihrem ersten Überzahlspiel kamen die Slowenen zu vielen guten Einschussgelegenheiten, jedoch zu keinem weiteren Treffer. Die beste Gelegenheit in dieser Phase vereitelte Florian Vorauer, der einen Mušič-Querpass am Crease noch vor dem einschussbereiten Ropret wegkickte (17.). Als in der Schlussphase des ersten Durchgangs auch die Klagenfurter zu ihrem ersten Powerplay kamen, gelang ihnen fast der Ausgleich: Samuel Witting spielte von der linken Halfwall aus an den Torraum zum ungedeckten Groulx, der jedoch am Versuch scheiterte, Spreitzer zu tunneln. (19.)

Früh im zweiten Abschnitt sorgten die Hausherren für eine Vorentscheidung: Zunächst ging Verteidiger Štebih am rechten Flügel tief und bediente Zajc am Torraum so, dass dieser keine Probleme hatte, einzuschießen (22.), dann schlenzte Logar im Powerplay von der blauen Linie aus in die von ihm aus gesehen rechte Kreuzecke und erhöhte somit auf 4:1 (24.). Auf der Gegenseite gelangte Markus Pirmann an seinen eigenen Rebound, Tilen Spreitzer rettete aber im Spagat (25.). In zwei knapp hintereinander folgenden Powerplays für die Slowenen zeichnete sich Florian Vorauer gegen Magovac (28.), Simšič (29.) und Štebih (32.) aus, dann traf Olimpija zum fünften Mal: Einen schön zu Ende gespielten „Zwei-gegen-Eins“-Angriff vollendete Janez Orehek nach Zuspiel von Martin Bohinc (33.). Nach einem Block am Ende des fünften Penalty Killings des Abends setzte Marco Sunitsch zum Sololauf an, wurde dabei aber noch von Mušič eingeholt (36.), ehe der amtierende AHL-Champion das halbe Dutzend voll machte: Gegen Ropret aus dem Zentrum und Čimžar von links rettete Vorauer, beim zweiten Nachschuss des Letztgenannten aus kurzer Distanz war er aber geschlagen (39.). Nur 18 Sekunden später schrieb auch der EC-KAC II erneut an: Im Getümmel vor dem Kasten hatte Josef Schönett die Übersicht und stocherte den Puck unter Spreitzer hindurch über die Linie (39.). 

Auch in Durchgang Nummer drei kassierten die jungen Rotjacken zwei frühe Gegentreffer: Einen scharfen Logar-Pass von links fälschte im Zentrum Anže Ropret sehenswert in die Kreuzecke ab (41.) und auch die Ulamec-Deflection eines Schlenzers aus der Distanz landete in den Maschen (43.). Nach einem Steilpass auf Simon Hammerle scheiterte dieser von halblinks an Spreitzer (50.), dann traf Ljubljana erneut: Nachdem Čimžar auf der linken Seite gut verzögert hatte, fand Miha Logar zwischen blauer Linie und Faceoff-Kreis jede Menge Raum und Zeit vor, um aus dem Handgelenk auf 9:2 zu stellen (50.). Zweistellig wurde es dann, als Pance am rechten Flügel rotierte, auf Mušič querlegte und dieser für den heranstürmenden Luka Zorko liegenließ, der wuchtig einschoss (53.). Auch im dritten Drittel gelang den Klagenfurtern ein Treffer: Samuel Witting und Mark Kompain überbrückten mit einem Doppelpass die neutrale Zone, der aufgerückte Verteidiger schlenzte den Puck anschließend aus der Halbdistanz trocken in die rechte Kreuzecke (56.). Die beiden letzten Tore des Spiels erzielten aber wieder die Gastgeber, die in der Schlussphase noch zwei Mal im Powerplay anschreiben konnten. Ropret fälschte einen Logar-Wristshot so ab, dass die Scheibe über Vorauer in die Maschen sprang (58.), und Zajc setzte mit einem Handgelenksschuss vom rechten Faceoff-Kreis aus halbhoch in die lange Ecke den Schlusspunkt (60.). (HB)  

 

Der Kommentar:

„Wir standen einem Team gegenüber, das seinen Kader mit Ambitionen für die höchste Liga gebaut hat und dies heute auch unter Beweis gestellt hat. Wir waren von Beginn an einen Schritt zu langsam, im Spielverlauf wurden daraus zwei oder drei Schritte. Wir haben viele junge Spieler im Team, die heute viel Lehrreiches erlebt haben, wir haben einige Spieler im Team, die Profiambitionen hegen und heute gesehen haben, dass der Weg dorthin kein einfacher ist.“ (Kirk Furey, Head Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League, Return2Play-Games, 4. Spieltag
HK Olimpija Ljubljana – EC-KAC 12:3 (2:1,4:1,6:1)
Tore EC-KAC II: Daylon Groulx (14:41), Josef Schönett (38:36), Mark Kompain (55:16)

Aufstellung EC-KAC II: Vorauer (Holzer) // Tialler-Vallant, Sablattnig-Würschl, Kompain-Moser, Lindner // Pirmann-Ploner-Groulx, Kraus-S.Witting-V.Hammerle, Sunitsch-S.Hammerle-Unterluggauer, Theirich-van Ee-Schönett

 

Das nächste AHL-Spiel:

EC-KAC II – HDD Jesenice (Samstag, 17. Oktober, 19.00 Uhr)