AHL-Verlust in Zell am See

Nach zwei Siegen am Stück musste der EC-KAC II wieder eine Niederlage hinnehmen: Am Donnerstagabend unterlag das Farmteam auswärts in Zell am See vor über 1.800 Zusehern mit 2:4.

Foto: EK Zeller Eisbären/Radlwimmer

 

Die Personalien:

Die jungen Rotjacken mussten unverändert auf Jonathan Bergmann verzichten, zu ihm auf die Verletztenliste gesellte sich auch U20-Nationalspieler Valentin Ploner. Wieder fit war für das Spiel in Zell am See hingegen Niklas Ofner, außerdem erhielt der EC-KAC II in dieser Begegnung Unterstützung aus der Kampfmannschaft in Person von Niki Kraus, der zum Zwecke des Conditionings im Farmteam auflief. Weiterhin nicht zur Verfügung standen die Cracks aus dem U18-Team, das nach wie vor auf Schweden-Tournee ist. Im Tor stand der zuletzt herausragende Florian Vorauer (Gegentorschnitt bei seinen jüngsten fünf Einsätzen: 1,49).

 

Der Spielverlauf:

Dem leichten spielerischen Übergewicht für die Hausherren zum Trotz gehörten die effektiveren Torchancen in der Anfangsphase den Klagenfurtern: Rok Kapels Schuss von halbrechts streifte den Außenpfosten (3.), Dennis Sticha klopfte seinen eigenen Rebound aus kurzer Distanz über die Querlatte (4.). Nachdem Markus Pirmann ein vertikales Kreuzer-Zuspiel nicht unter Kontrolle bringen konnte (9.), schrieben quasi im Gegenzug die Eisbären an: Bei einem „Zwei-gegen-Eins“-Angriff über rechts zögerte Tomi Wilenius lange mit dem Querpass, als er ihn anbrachte, stand Philip Putnik am langen Pfosten richtig und fälschte den Puck flach ins Tor ab (10.). Ein erstes Powerplay für Zell verteidigten die jungen Rotjacken gut, wenig später verhinderte Torhüter Lukas Schluderbacher mit einer Seitwärtsbewegung den Ausgleich, Pirmann hatte vom rechten Faceoff-Punkt aus per Onetimer abgezogen (15.). Als dann innerhalb von gut einer Minute zwei Spieler der Gastgeber auf die Strafbank mussten, schlug das KAC-Farmteam aus dem doppelten numerischen Vorteil Kapital: Eine Direktabnahme von Kreuzer sprang von der Bande so zurück, dass Pirmann die Scheibe aus spitzem Winkel in den Kasten lupfen konnte (18.). Im einfachen Überzahlspiel wäre den Gästen dann um ein Haar Treffer Nummer zwei geglückt, Philipp Kreuzer hatte einen Querpass an den Crease allerdings so mit dem Schlittschuh über die Linie abgefälscht, dass die Referees dem Tor korrekterweise die Anerkennung versagten (19.). 

Hellwach präsentierte sich früh im zweiten Durchgang Zell-Torhüter Schluderbacher: Als sein Mitspieler Johannes Schernthaner einen scharfen Querpass von Kreuzer aufs eigene Tor abfälschte, war er mit der Fanghand zur Stelle (24.). Auf der Gegenseite fuhr Florian Vorauer bei einem um den Defender herum gezogenen Schlenzer von Jure Sotlar die rechte Schiene aus (26.). Knapp vor Drittelmitte zogen die Pinzgauer mit einem Doppelschlag auf 3:1 davon: Zunächst fand ein verdeckter Wristshot, den Jürgen Tschernutter von der blauen Linie aus abgegeben hatte, den Weg hoch in die Maschen (28.), 46 Sekunden später gab knapp vor dem Kasten Philip Putnik einem Sotlar-Schuss die entscheidende Richtungsänderung mit (29.). Die beiden raschen Gegentore brachten die jungen Rotjacken in der Folge etwas aus dem Konzept, klare Möglichkeiten vermochten sie sich für knapp zehn Minuten nicht herauszuspielen: Als Kapitän Pirmann  in Minute 38 einen Onetimer aus halblinker Position auf das Gehäuse feuerte, rettete Tschernutter mit einem Block für seinen in dieser Situation wohl schon geschlagenen Schlussmann.

Im dritten Drittel hatte Benjamin Lanzinger die erste gute Gelegenheit: Aus der Ecke kommend zog er seinen Wristshot aus Idealposition jedoch über die Querlatte (45.). In ihrem dritten Powerplay schrammten die Klagenfurter nur knapp am Anschlusstreffer vorbei: Kapel traf aus dem Slot nur Schluderbachers Maske, Pirmann setzte seinen Schuss aus Mittelstürmerposition knapp neben den linken Pfosten (49.). Auch danach kamen die jungen Rotjacken zu ihren Gelegenheiten: Als Kreuzer aus der Drehung abzog, verpassten Kapel und Pirmann den Rebound (52.), in Baseball-Manier klopfte Würschl den Puck neben das Gehäuse (57.). Nachdem ein abgefälschter Schernthaner-Schuss über die Querlatte geflogen war (55.) und Wohlfahrt vom Crease aus an Vorauer gescheitert war (57.), gelang den Gastgebern ihr vierter Treffer: Von Maks Selan mittels Diagonalpass durch die Zone mustergültig bedient, setzte der am langen Pfosten vergessene Jure Sotlar das Spielgerät in die Kreuzecke (58.). Der letzte Treffer im Spiel gelang allerdings den Klagenfurtern: Dennis Sticha fing im Angriffsdrittel einen Aufbaupass ab, ließ für Niki Kraus liegen und der Stürmer zimmerte die Scheibe aus dem Handgelenk in die kurze Kreuzecke (59.). (HB)

 

Der Kommentar:

„Unser Start in die Partie war recht okay, wir gerieten etwas unglücklich in Rückstand, glichen aber im Powerplay aus. Im mittleren Abschnitt war das Spiel weiter sehr ausgeglichen, wie ich finde, aber einige Ungenauigkeiten von uns in der eigenen Zone haben uns zwei Gegentreffer eingebracht. Wir haben bis zum Ende noch alles versucht, aber insgesamt war in der Offensive wohl zu wenig Nachdruck dabei. Kein Vorwurf an das Team, die Anstrengung war da, aber letztlich stehen wir mit leeren Händen da.“ (Kirk Furey, Head Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League, 27. Spieltag
EK Zeller Eisbären – EC-KAC II 4:2 (1:1,2:0,1:1)
Tore EC-KAC II: Markus Pirmann (17:21/PP2), Niki Kraus (59:08)

Aufstellung EC-KAC II: Vorauer (Holzer) / Moser-Würschl, Steffler-Duller, Patterer / Pirmann-Kapel-Kreuzer, Szabad-Sticha-Kraus, V.Hammerle-S.Hammerle-Jagarinec, Casati-Kompain-Schönett, Ofner

 

Das nächste AHL-Spiel:

SG Cortina – EC-KAC II (Montag, 6. Januar 2020, 20.45 Uhr)