AHL: Vier Powerplay-Treffer bringen Sieg

Nach einem schwachen Auftaktdrittel steigerte sich das Farmteam des EC-KAC im Auswärtsspiel in Kitzbühel ab der ersten Pause deutlich und siegte am Ende mit 6:3.

Foto: KAC/Handler

 

Die Personalien:

Bei den jungen Rotjacken kam es gegenüber der 5:7-Niederlage in Cortina vom vergangenen Donnerstag zu drei Veränderungen im Aufgebot: In der Abwehr stand aus der Kampfmannschaft Michael Kernberger zur Verfügung, im Angriff kehrten Josef Schönett und Luka Gomboc in das Lineup zurück. Verzichten mussten die Klagenfurter auf Stürmer Niki Kraus, der sich im letzten AHL-Spiel erneut verletzt hat. Zwischen den Pfosten erhielt Jakob Holzer den Vorzug und damit seinen achten Start im laufenden Spieljahr.

 

Der Spielverlauf:

Die jungen Rotjacken brauchten lange, um ins Spiel zu kommen, doch auch dem EC Kitzbühel, der zuletzt elf Niederlagen am Stück hinnehmen musste, war entsprechende Verunsicherung deutlich anzumerken. Folglich gab es in der Anfangsphase nur wenige aussichtsreiche Offensivaktionen: In einem Konter steckte Philip Putnik vom Slot aus vertikal auf Fabian Ranftl am Crease durch, dieser wischte jedoch über den Puck (5.). Einen Bolterle-Schuss vom rechten Flügel aus ließ Jakob Holzer genau vor die Beine von Tobias Dinhopel prallen, der Goalie parierte dann aber den Rebound (12.). Die Klagenfurter wurden erst in ihrem ersten Powerplay gefährlich, eine Direktabnahme von Samuel Witting vom rechten Faceoff-Punkt aus konnte Torhüter Dominik Frank entschärfen (17.). Sekunden vor Ablauf der Strafzeit gegen den KEC wischte Luka Gomboc in der eigenen Zone über den Puck, wodurch sich ein Alleingang für Adam Havlík ergab: Der langjährige EBEL-Stürmer scheiterte an Holzer, konnte dann aber seinen eigenen Rebound mit der Rückhand am Schlussmann vorbei ins Tor schieben (18.). Die beste Chance zum Ausgleich in den verbleibenden Minuten des ersten Abschnitts vereitelte Goalie Frank, der einen verdeckten Wristshot von Rok Kapel aus dem hohen Slot mit den Pads bändigen konnte (19.).

Der EC-KAC II kam deutlich giftiger aus der Kabine, Marcel Witting scheiterte nach Zug zum Tor über rechts noch an Dominik Frank (22.), in seinem zweiten Überzahlspiel des Abends gelang dem Team von Kirk Furey dann aber der Ausgleich: Luka Gomboc hielt die blaue Linie gut, legte auf den rechten Flügel auf David Maier ab, der die Scheibe schön in die kurze Ecke hämmerte (25.). In ihrem nächsten Powerplay gingen die jungen Rotjacken dann erstmals in Führung: Wieder am rechten Flügel entschied sich Maier nun gegen den Abschluss, aber für einen scharfen Diagonalpass durch die Zone, Gomboc vollendete sehenswert von links (28.). Nach weiteren Halbchancen der Klagenfurter (Samuel Witting/30., Maximilian Theirich/31.) kamen die Hausherren zum Ausgleich: Das rot-weiße Breakout wurde an der eigenen blauen Linie abgefangen, Havlík zog von rechts nach innen, glitt dem Torraum entlang und schob den Puck schließlich mit der Vorhand zwischen den Beinschonern von Holzer und der Stange über die Linie (32.). Keine drei Minuten später lag Kitzbühel erneut in Front: Ein Schlagschuss von Friedrich Schröder von Rechtsaußen rutschte dem KAC-Goalie durch die Beine (35.). Noch vor der zweiten Pause brachten die Gäste ein weiteres gutes und erneut erfolgreiches Powerplay aufs Eis: Zunächst brachte Ex-KAC-Verteidiger Robin Gartner bei einem fein herausgespielten Onetimer von Simon Hammerle von den linken Hashmarks aus gerade noch seinen Schläger dazwischen, dann pfefferte Niklas Würschl den Puck von der blauen Linie aus sehenswert in die von ihm aus gesehen rechte Kreuzecke (40.). Um ein Haar wären die jungen Rotjacken mit einem Vorsprung in die Kabine gegangen, Samuel Witting verfehlte Sekunden vor der Pause vom Slot aus jedoch das Gehäuse.

Im dritten Durchgang dominierte auf beiden Seiten zunächst die Vorsicht, die erste gute Gelegenheit fand Rot-Weiß vor: Marcel Witting hielt die blaue Linie und spielte in den Lauf von Valentin Hammerle, der bei seinem Alleingang über halblinks aber von Torhüter Frank gestoppt wurde (45.). Ein erstes Unterzahlspiel verteidigten die Klagenfurter gut, als sie wieder zu fünft waren und Markus Pirmann steil durch das Zentrum ging, verhinderte nur der hoppelnde Puck das Zuspiel auf den aussichtsreich mitgelaufenen Samuel Witting (51.). Dieser ließ den EC-KAC II jedoch wenig später auf die Siegerstraße einbiegen: Im fünften Powerplay des Abends schrieben die jungen Rotjacken zum vierten Mal an, Valentin Hammerle hatte beim Schlenzer aus der Distanz einen idealen Screen geliefert (54.). Allerdings folgten bange Momente, als Kitzbühel für gleich 102 Sekunden lang mit zwei Mann mehr am Eis agieren durfte: Linus Wernerson traf aus spitzem Winkel die Querlatte, bei einer Direktabnahme von Gartner vom rechten Faceoff-Kreis aus machte Jakob Holzer die Seitwärtsbewegung ideal mit, tauchte ab und rettete sehenswert mir der Fanghand (jeweils 56.). Nachdem Michael Kernberger einen Kreuter-Kracher toll geblockt hatte (56.), war die brenzlige Situation überstanden. Die Tiroler ersetzten in der Folge ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler und die Klagenfurter nutzten dies zu gleich zwei Empty Net-Treffern: Mark Kompain befreite über die Bande, Markus Pirmann fing den Puck an der roten Linie aus der Luft und sendete ihn volley in die Maschen (59.), ehe Samuel Witting einen Schuss von Kreuter blockte, im 45-Meter-Sprint nicht mehr einzuholen war und zum 3:6-Endstand einschob (60.). (HB)

 

Der Kommentar:

„Unser Start wirkte verschlafen, aber wir haben daran gearbeitet, besser ins Spiel zu kommen. Das war symptomatisch für den ganzen Abend, dass wir nicht aufgehört haben, unsere Chancen zu suchen. Dafür wurden wir belohnt. Unser Forecheck war gut, wir haben Kitzbühel zu Strafen gezwungen und verstanden es exzellent, die Überzahlsituationen auch in Tore umzumünzen. Eine ebenso wichtige Rolle hat aber das Penalty Killing gespielt, insbesondere bei der langen doppelten Unterzahl am Ende. Für unsere Mannschaft ein sehr wichtiger Sieg, der allen viel Freude bereitet.“ (Kirk Furey, Head Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League
EC Kitzbühel – EC-KAC II 3:6 (1:0,2:3,0:3)
Tore EC-KAC II: Samuel Witting (53:31/PP1, 59:22/EN), David Maier (24:38/PP1), Luka Gomboc (27:11/PP1), Niklas Würschl (39:42/PP1), Markus Pirmann (58:30/EN)

Aufstellung EC-KAC II: Holzer (Vorauer) / Tialler-Würschl, Kernberger-Maier, Unterluggauer-Kompain, Moser / Pirmann-Kapel-S.Witting, V.Hammerle-S.Hammerle-M.Witting, Theirich-Gomboc-van Ee, Schönett-Ploner-Sunitsch, Ofner

 

Das nächste AHL-Spiel:

EC-KAC II – EHC Lustenau (Samstag, 23. Januar 2021, 18.00 Uhr, live auf stream.kac.at)