Debakel im Farmteam-Duell

Ohne Chance war der EC-KAC II am Dienstagabend im Heimspiel gegen den EC Salzburg II, nach fünf Gegentreffern im ersten Drittel unterlag man mit 0:8.

Foto: KAC/Handler

 

Die Personalien:

Gegenüber der 1:5-Niederlage in Jesenice am vergangenen Samstag mussten die jungen Rotjacken auf Kampfmannschafts-Verstärkung Steven Strong verzichten, dafür kehrte nach seiner Sperre Valentin Hammerle wieder in das Team zurück. Mit Elias Dobnig und Christoph Tialler (Debüt im Erwachseneneishockey) standen zudem zwei Abwehrspieler aus dem U18-Team zur Verfügung. Das Durchschnittsalter des Lineups des EC-KAC II, bei dem der Rotation folgend wieder Jakob Holzer zwischen den Pfosten stand, lag in dieser Begegnung bei 20,05 Jahren.

 

Der Spielverlauf:

Die Gäste aus Salzburg, angetreten mit elf Importspielern, hatten das Spiel vom ersten Scheibenaufwurf an unter Kontrolle: Filip Varejcka schnitt mit viel Speed von rechts ins Zentrum, schoss jedoch drüber (2.), gegen Aatu Luusuaniemi von den linken Hashmarks aus (7.) und Philipp Mass aus kurzer Distanz (8.) konnte sich Goalie Jakob Holzer auszeichnen. Nachdem ein Tip-In von Markus Pirmann nach Würschl-Schlenzer direkt am Beinschoner von Torhüter Nicolas Wieser gelandet war (9.), konnten die Jungbullen erstmals anschreiben: Maximilian Rebernig schoss aus der Drehung halbhoch ein (10.). Nur 43 Sekunden später, nachdem Holzer zunächst noch gegen Marcel Zitz gerettet hatte, verdoppelten die Gäste ihren Vorsprung: Ein Handgelenksschuss von Mass, abgegeben von der blauen Linie aus, zappelte in den Maschen (11.). Der von Marco Richter auf die Reise geschickte Simon Hammerle scheiterte bei einem Breakaway an Wieser (12.), ein erstes KAC-Powerplay brachte nichts ein. Danach zog Salzburg endgültig davon, nahezu jeder Angriff endete nun mit einem Torerfolg: Lukas Schreier zog vom linken Flügel nach innen und traf (16.), ein Luusuaniemi-Schlenzer aus der Distanz überraschte Holzer (17.) und nach einem Angriff durch das Zentrum schnürte Rebernig im Nachsetzen seinen Doppelpack, als er die Scheibe aus kurzer Distanz über die Linie drückte (19.). Die Gäste führten nach dem ersten Abschnitt mit 5:0. 

An der Spielcharakteristik änderte sich auch im zweiten Durchgang nichts: Die Gäste hatten ein Powerplay mit in das Drittel genommen und kamen gleich 47 Sekunden nach Wiederbeginn zum nächsten Treffer: Eine schnelle Abfolge von Querpässen im Angriffsdrittel endete am rechten Faceoff-Punkt bei Samuel Witting, der per Direktabnahme traf (21.). Im nächsten Unterzahlspiel verteidigten sich die Klagenfurter besser, bei einem Onetimer von Max Tjernström war Jakob Holzer mit den Pads zur Stelle (23.). Ein flotter Antritt von Tim Harnisch resultierte in einem Sololauf, der abschließende Schuss ging jedoch daneben (24.), aber bereits im nächsten Angriff konnte Salzburg erhöhen: Von halbrechts und aus dem Handgelenk traf Luusuaniemi, er beendete damit auch den Arbeitstag des entnervten Starting Goalies des EC-KAC II (25.). Bei angezeigter Strafe lupfte Nicolas Appendino den Puck aus bester Position über die Querlatte (27.), mit einer Doppel-Parade gegen Englund und Rebernig bewahrte der eingewechselte Florian Vorauer sein Team vor einem weiteren Verlusttreffer (33.). Später parierte der Schlussmann auch einen satten Onetimer von Witting und fixierte den Rebound vor dem einschussbereiten Robert Arrak (38.). Der zweite Abschnitt endete ohne einen einzigen Torschuss der Klagenfurter.

Drittel Nummer drei entsprach dann einem besseren Schaulaufen: Salzburg wurde in seinen Angriffen zu verspielt und kompliziert, scheiterte zudem ein ums andere Mal am starken Florian Vorauer, der nun auch mehr Unterstützung seiner tapfer kämpfenden Vorderleute erhielt. Hinter sich greifen musste der Goalie, auf den insgesamt 31 Schüsse abgegeben wurden, nur ein einziges Mal: Samuel Witting steckte auf Filip Varejcka durch, der im Solo einen Vorhand/Rückhand-Haken anbrachte und den Puck schließlich durch die Beine des Torhüters schob (47.). Davor (Deflection von Nico Feldner/46.) und danach (Aatu Luusuaniemi an den Außenpfosten/47., Schulterabwehr gegen Paul Huber im Powerplay/52.) gelang den Jungbullen kein weiterer Treffer. Die beste KAC-Chance auf den Ehrentreffer fand Niklas Würschl vor: Sein gezogener Wristshot aus der Halbdistanz klatschte jedoch nur an das Lattenkreuz (55.). Nach dem Auswärtssieg im ersten Farmteam-Duell der AHL-Saison im September mussten sich die jungen Rotjacken dem EC Salzburg II auf heimischem Eis klar geschlagen geben, der 8:0-Erfolg der Gäste war an diesem Abend auch in der Höhe verdient. (HB)

 

Der Kommentar:

„Die Partie begann recht ausgeglichen, im Unterschied zu uns konnte Salzburg seine Chancen aber nutzen und in der zweiten Hälfte des Startdrittels davonziehen. Der frühe Gegentreffer im zweiten Abschnitt hat uns einen endgültigen Genickschlag versetzt, unser Selbstvertrauen war am Boden und wir hatten es über lange Phasen hinweg schwer, kontrolliert aus unserer eigenen Zone zu kommen. Unsere Truppe geht durch schwierige Zeiten, aber sie wird daran wachsen. Durch solche Ergebnisse lassen wir uns nicht von unserem Weg abbringen, wir bilden junge Spieler - junge österreichische Spieler - aus, daran arbeiten wir ab morgen wieder. Unser Team ist sehr lernwillig und wird letztlich auch von den Erfahrungen des heutigen Abends profitieren.“ (Kirk Furey, Head Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League, 19. Spieltag
EC-KAC II – EC Salzburg II 0:8 (0:5,0:2,0:1)
Tore EC-KAC II: Keine

Aufstellung EC-KAC II: Holzer (Vorauer) / Patterer-Würschl, Steffler-Tialler, Dobnig-Moser / Pirmann-Ploner-Richter, V.Hammerle-S.Hammerle-Szabad, Casati-Kompain-Schönett, Ofner-Kapel-Jagarinec

 

Das nächste AHL-Spiel:

EC-KAC II – HC Gherdëina (Donnerstag, 28. November 2019, 19.30 Uhr)