Farmteam unterliegt im Shootout

Trotz einer Zwei-Tore-Führung nach 40 Minuten musste sich der EC-KAC II am Samstagabend beim HC Gherdëina mit 2:3 nach Penaltyschießen geschlagen geben.

Foto: KAC/Handler

 

Die Personalien:

Die jungen Rotjacken mussten in diesem Auswärtsspiel auf ihre drei mit Abstand erfolgreichsten Scorer der laufenden Spielzeit verzichten: Markus Pirmann (Saisonende) und Rok Kapel (längerfristig out) fehlten verletzt, Samuel Witting steht aktuell im Kader der Kampfmannschaft. Weil neben Neal Unterluggauer und Josef Schönett auch Luka Gomboc aus gesundheitlichen Gründen fehlte, kam der 17-jährige Slowene Nal Brodnik aus dem U18-Team des EC-KAC zu seinem Alps Hockey League-Debüt. Verstärkung aus dem ICE-Kader erhielt das Farmteam in Person von Michael Kernberger und Alexander Cijan, das Durchschnittsalter des Lineups lag bei 20,4 Jahren.

 

Der Spielverlauf:

Die Hausherren hatten den besseren Start in die Partie und kamen zu Möglichkeiten durch Matt Wilkins, der zwei Mal von Linksaußen abzog, in beiden Fällen aber - zunächst Blocker, dann Schulter - an Florian Vorauer scheiterte (1. bzw. 3.). In der zehnten Spielminute gingen die jungen Rotjacken quasi aus dem Nichts in Führung: Tim Linder verlor die Scheibe tief in der eigenen Defensivzone an Valentin Hammerle, der von hinter dem Tor aus an den Crease zu seinem Zwillingsbruder Simon spielte, dessen Direktschuss hinter Torhüter Jake Smith einschlug. Kurz darauf zog Joonas Niemelä über den rechten Flügel kommend zum Tor und scheiterte mit einem Backhander aus spitzem Winkel an Florian Vorauer (11.). Anschließend folgten mehrere Hinausstellungen hintereinander: Zuerst fasste Mark Kompain zwei plus zwei Strafminuten aus, Gherdëina kam hierbei zu einer Möglichkeit über Wilkins, der aus kurzer Distanz scheiterte, ehe Niemelä den Puck von rechts aus in Richtung des langen Pfostens beförderte, doch Florian Vorauer konnte sich mit einem Pad-Save auszeichnen (14. bzw. 15.). Nach einer Strafe gegen Brad McGowan wäre während einer „Vier-gegen-Vier“-Situation Niemelä am Breakaway auf und davon gewesen, Michael Kernberger zog die Notbremse. Die beste Möglichkeit dieser „Vier-gegen-Drei“-Phase hatte erneut der Finne, der seinen Onetimer vom rechten Faceoff-Kreis aus aber nicht richtig traf, sodass Vorauer den Puck nach Seitwärtsbewegung am Gehäuse vorbei lenken konnte (16.).

Die erste Gelegenheit im zweiten Durchgang gehörte den Gästen: Maximilian Theirich schickte Nal Brodnik steil, dieser zog von rechts nach innen, schloss dann jedoch zu zentral auf Smith ab (23.). Bei numerischem Vorteil kamen die Ladiner zu einer Vielzahl an Chancen auf den Ausgleich: Bei einem „Vier-auf-Zwei“-Konter fehlte dem finalne Querpass die Präzision (25.), gegen Niemelä von halblinks (26.) und Nedvěd aus dem Zentrum (27.) parierte Florian Vorauer. Auch gegen den am Crease bedienten David Galassiti blieb der KAC-Goalie Sieger (28.). Im ersten vollen Überzahlspiel für Klagenfurt scheiterte Fabian Hochegger von den linken Hashmarks aus, wenig später verdoppelten die jungen Rotjacken aber ihren Vorsprung: Maximilian Theirich spitzelte an der eigenen blauen Linie Patrick Nocker den Puck vom Schläger, ging den „Zwei-gegen-Eins“-Konter mit Nal Brodnik und schloss diesen von halblinks aus selbst erfolgreich ab (37.). Spät im zweiten Durchgang wurde zum zweiten Mal in dieser Partie ein Klagenfurter nach einem Offensivfoul für vier Minuten ausgeschlossen, das Unterzahlspiel funktionierte aber bis auf eine Unachtsamkeit gut: Nach Gherdëina-Konter über links landete der Rebound im Slot beim freien Brad McGowan, dessen Abschluss wurde aber einmal mehr von Florian Vorauer stark pariert (40.).

Früh im dritten Drittel kamen die Gastgeber zum Anschlusstreffer: Wilkins schnitt über links nach innen, wählte dann den Weg hinter den Kasten, mit etwas Glück fand er von dort aus seinen kanadischen Landmann McGowan, der keine Probleme hatte, auf 1:2 zu verkürzen (44.). Als der Torschütze später von Michael Sullmann steil geschickt wurde, griff Valentin Ploner zum nötigen Foul, im folgenden Überzahlspiel wurde der HCG erst ganz am Ende gefährlich, als Leo Messner aus dem Zentrum mit der Rückhand an Vorauer scheiterte (50.). Weil im Handgemenge danach Witting für zwei und Messner für fünf Minuten (plus Spieldauer) ausgeschlossen wurden, spielte man „Vier-gegen-Vier“, was Gherdëina zum Ausgleich nutzte: Joonas Niemelä verwertete seinen eigenen Rebound aus kurzer Distanz flach durch Vorauers Beine (51.). Die jungen Rotjacken hatten dann die Möglichkeit, wieder in Führung zu gehen, brachten im Zuge eines 87-sekündigen doppelten Powerplays jedoch keinen Schuss aufs Tor. Die beste Gelegenheit auf den späten Siegtreffer leitete Michael Kernberger ein, sein Schuss sprang von der Bande zum neben dem Pfosten lauernden Valentin Hammerle, der jedoch mit der Rückhand an Goalie Smith scheiterte (59.)

In der fälligen Overtime hatten die Ladiner die besseren Möglichkeiten, doch McGowan (Solo/61., Schuss aus dem Slot/62.) scheiterte an Florian Vorauer, der auch einen Alleingang von Wilkins vereitelte (65.). Besser machte es Gherdëina im Penaltyschießen: McGowan und Wilkins trafen ins Tor, Niemelä die Querlatte, bei Klagenfurt vergaben Alexander Cijan und Valentin Hammerle, sodass der Zusatzpunkt im Grödnertal blieb. (NB/HB)

 

Der Kommentar:

„Ich kann mich nicht beschweren, der Einsatz unserer Mannschaft war da, das Energielevel war gut. Natürlich ist es bitter, dass wir eine Zwei-Tore-Führung im Schlussdrittel hergegeben haben und in der Tabelle an Boden verloren haben, aber man muss auch das Positive sehen, nämlich, dass das Team eine deutliche Reaktion auf das Spiel vom Donnerstag gezeigt hat.“ (Kirk Furey, Head Coach EC-KAC II)

 

Die Fakten:

Alps Hockey League
HC Gherdëina – EC-KAC II 3:2 n.P. (0:1,0:1,2:0)
Tore EC-KAC II: Simon Hammerle (09:10), Maximilian Theirich (36:25)

Aufstellung EC-KAC II: Vorauer (Holzer) / Würschl-Tialler, Kernberger-Preiml, Lindner-Maier, Moser / V.Hammerle-S.Hammerle-M.Witting, Cijan-Ploner-Hochegger, Theirich-van Ee-Brodnik, Kompain-Ofner-Sunitsch

 

Das nächste AHL-Spiel:

EC-KAC II – HK Olimpja Ljubljana (Dienstag, 23. Februar 2021, 19.00 Uhr)