KAC schlägt Ljubljana deutlich

Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam der EC-KAC am Sonntagabend durch sieben Treffer hintereinander zu einem letztlich ungefährdeten 7:3-Heimsieg.

KAC schlägt Ljubljana deutlich

 

Die Ausgangssituation:

Nach vier Siegen in den ersten sechs Spielen der Qualifikationsrunde ging der EC-KAC auf Tabellenplatz zwei liegend und mit vier Zählern Vorsprung auf den HC Innsbruck in den letzten Spieltag vor der Länderspielpause. Gegen Olimpija Ljubljana setzte sich Rot-Weiß zuletzt acht Mal in Serie durch, die letzte Niederlage datiert vom 16. Dezember 2014.
Für die Slowenen bestand vor der Begegnung keine rechnerische Chance mehr auf die Qualifikation für das Viertelfinale, zum vierten Mal hintereinander endet für die Grünen Dachen eine EBEL-Saison damit nach den 54 Grunddurchgangsspielen. In Klagenfurt gewann Olimpija Zeit seiner Ligazugehörigkeit nur vier von 26 Partien, zuletzt am 17. Dezember 2013 mit 4:3 nach Penaltyschießen.

 

Die Personalien:

Gegenüber dem Sieg in Villach kam es im Aufgebot der Rotjacken nur zu zwei kleinen Änderungen: Niki Kraus und Thomas Vallant rutschten aus der Aufstellung, sie verstärkten am Sonntag das U20-Team des EC-KAC. Die drei Verteidigungspärchen blieben ebenso gleich wie die vier Sturmformationen, zwischen den Pfosten stand wieder Bernd Brückler.

 

Der Spielverlauf:

Der EC-KAC knüpfte in den Auftaktminuten an die jüngste Leistung im Kärntner Derby nahtlos an und fand im ersten Shift der Partie bereits zwei Großchancen vor:  Daniel Ban und Thomas Pöck konnten aus ihren Möglichkeiten allerdings kein Kapital schlagen. Mit Fortdauer der Begegnung kamen die Gäste aus Ljubljana immer besser ins Spiel, sie trauten sich kontinuierlich mehr zu. In Minute neun waren es die Grünen Drachen, die erstmals anschreiben konnten: Nach gewonnenem Faceoff in der Offensivzone bezwang Maks Selan Bernd Brückler von der blauen Linie aus zum 0:1. In der zweiten Hälfte des ersten Abschnitts fanden die Rotjacken mehrere Großchancen vor, so konnte Olimpija-Goalie Oliver Roy beispielsweise den Versuch von Oliver Setzinger nach feinem Sololauf ans Gestänge abwehren. Wie schon im letzten Duell dieser beiden Teams vor einer Woche in Ljubljana gingen die Grünen Drachen mit einer 1:0-Führung in die erste Pause.

Der Beginn des zweiten Abschnitts glich jenem dem ersten: Wieder kam der EC-KAC zu guten Gelegenehiten, Oliver Setzinger und István Sofron vergaben jedoch aus aussichtsreichen Positionen. Auf der Gegenseite zeigten sich die Gäste deutlich effektiver: Aleš Mušič verwertete freistehend einen Rebound durch die Beine von Bernd Brückler (23.). Dieser Treffer war der endgültige Weckruf für das Team von Head Coach Alexander Mellitzer. Ab Mitte des Spiels schnürten die Rotjacken die Slowenen in deren Zone ein, der EC-KAC erzeugte nun massiven Druck. Aus dieser Umklammerung konnte sich Olimpija nicht mehr richtig lösen. Nach nur vier Sekunden im zweiten rot-weißen Powerplay der Partie fand ein satter Schlagschuss von Thomas Pöck den Weg in die Maschen - der Anschlusstreffer (31.). Durch weitere Tore von Patrick Harand (32./nach mustergültigem Querpassspiel von Manuel Ganahl und Jason DeSantis) sowie J.-F. Jacques (37./aus kurzer Distanz bei numerischer Überlegenheit) drehte der EC-KAC innerhalb von gut sechs Minuten das Spiel zu seinen Gunsten.

Der rot-weiße Torreigen setzte sich auch nach der zweiten Intermission fort: Nur 43 Sekunden waren im dritten Abschnitt gespielt, da konnte Thomas Koch im Powerplay jubelnd abdrehen: Nachdem István Sofron und Kevin Kapstad ihr Ziel noch verfehlt hatten, konnte der Mittelstürmer aus dem Slot erfolgreich abschließen. Mit dem Tor zum 4:2 brach auch der letzte Widerstand der zuvor aufopfernd kämpfenden Gäste aus Ljubljana, sodass die Rotjacken innerhalb von nur 196 Sekunden gleich drei weitere Treffer erzielen konnten. Zwei Mal Kevin Kapstad (43./schön von Setzinger am langen Pfosten bedient, 45./nach feinem Alleingang) und ein Mal Mark Popovic (46.) von der blauen Line - Oliver Setzinger verstellte dem mittlerweile den Kasten Olimpijas hütenden Tomaž Trelc die Sicht - sorgten für klare Verhältnisse. Der EC-KAC drückte weiter, zeigte gefällige Kombinationen, hatte im Abschluss jedoch nicht mehr das nötige Glück. So etwa beim Stangenschuss von Martin Schumnig in der letzten Spielminute. Mit der Schlusssirene gab es noch ein Erfolgserlebnis für die Slowenen: Nach einem Solo fixierte Žiga Pešut im Nachschuss den Endstand von 7:3. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten brannten die Rotjacken in der zweiten Hälfte der Spielzeit ein Eishockey-Feuerwerk ab und kamen letztlich ungefährdet zum fünften Sieg in der siebten Qualifikationsrundenpartie.

 

Der Kommentar:

"Drei sehr wichtige Punkte, denn zwischenzeitlich schaute es für uns recht bitter aus. Olimpija zog in der ersten Hälfte der Spielzeit ein sehr diszipliniertes 1-3-1 auf und machte es uns damit schwer. Der Kracher von Thomas Pöck nach einer einstudierten Schablone ließ den Damm brechen, eine feine Kombination bescherte uns den Ausgleich und mit einem Überzahltor konnten wir die Partie drehen. Im Schlussdrittel steigerten wir uns in einen ansehnlichen Spielrausch, brachten noch mehr Schüsse aufs Tor und verließen die Begegnung somit als verdienter Sieger. Hut ab vor Ljubljana und deren kämpferischer Leistung, Hut ab vor unserem Team für das starke Comeback. Jetzt werden wir während dem International Break gut und hart arbeiten und dann in neun Tagen nach Ungarn fahren, um dort vielleicht schon die Play-Off-Teilnahme zu fixieren." (Alexander Mellitzer, Head Coach EC-KAC)

 

Der Ausblick:

Die Rotjacken halten drei Spieltage vor dem Ende der Zwischenrunde bei 18 Zählern und haben damit beste Aussichten auf die Play-Off-Qualifikation. Während der spielfreie EC VSV nach den Ergebnissen vom Sonntag bereits fix im Viertelfinale steht, liegen die Rotjacken nun fünf Zähler vor Graz auf dem zweiten Rang. Schon am ersten Spieltag nach der Länderspielpause, wenn der EC-KAC am 16. Februar bei Fehérvár AV19 in Ungarn gastiert, könnte Rot-Weiß das Ticket für die KO-Phase buchen.